Ashton Kutcher: Steve Jobs war gnadenlos und ehrlich

Am morgigen Freitag startet in den US-Kinos der Film „Jobs“. In der Hauptrolle ist Filmstar Ashton Kutcher unterwegs.

Jobs FilmAm 5. Oktober 2011 ist Steve Jobs, Apple-Gründer und großartige Visionär, im Alter von 56 Jahren verstorben. Nur zwei Jahre später schafft es eine Filmbiografie zumindest in die amerikanischen Kinos. Ob und wann der Film auch in Deutschland zu sehen ist, ist bisher leider nicht bekannt. Schade, denn für Apple-Fans wäre es sicher eine gute Gelegenheit, mal wieder ins Kino zu gehen.

Eine Gelegenheit für ein Treffen mit Steve Jobs hatte ausgerechnet Hauptdarsteller Ashton Kutcher. „Rund sechs Monate vor seinem Tod hatte ich die Gelegenheit, ihn zu treffen“, so der Schauspieler in der Tonight Show am Mittwoch. „Aber ich musste an diesem Tag arbeiten, anstatt den Leonardo da Vinci unserer Generation treffen zu können.“

Vor und während der Dreharbeiten erlebte Kutcher jedenfalls so einiges. Als er sich an der Obst-Diät versuchte, die Steve Jobs während seiner frühen Jahre praktizierte, landete er kurze Zeit später mit Problemen an der Bauchspeicheldrüse in der Klinik. Und bereits zuvor nutzte er jede Sekunde, um sich für den Film vorzubereiten.

„Die Art zu gehen, seine Sprechweise, die Gesten und all das zu lernen ist eigentlich leicht. Zumindest ist es nicht so schwer, wie den Gang, die Sprache und die Gesten zu dekonstruieren, also ihren Ursprung zu verstehen“, berichtet Kutcher im Interview mit M-Magazin.

Zweiter Jobs-Film bereits in Vorbereitung

Obwohl Kutcher Jobs nie treffen konnte, weiß er wohl mehr über den ehemaligen Apple CEO als viele andere. „Wie bei vielen Menschen lagen in Jobs’ Schwächen auch seine Stärken. Seine gnadenlose Ehrlichkeit und sein kompromissloses Verhalten führten zu einer genialen Produktentwicklung nach der anderen. Diese Eigenschaften motivierten auch viele Menschen dazu, das Beste aus sich herauszuholen“, hat Kutcher durch seine Rolle gelernt.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie sich der Film in den USA schlägt. Sollte er erfolgreich sein, schafft er es ja vielleicht über den Atlantik zu uns.

In jedem Fall wird es noch eine zweite Filmbiografie geben – Regisseur Aaron Sorkin hat sich bereits vor einiger Zeit die Rechte von Jobs-Biograf Walter Isaacson gesichert. Bis einer der beiden Filme bei uns läuft, empfehlen wir auf jeden Fall einen Blick in die Biografie – die gibt es bereits für 12,99 Euro als Taschenbuch, viel weniger zahlt man fürs Kino ja mittlerweile auch nicht mehr.

Kommentare 4 Antworten

  1. Ich hoffe inständig, dass der Film auch in die deutschen Kinos kommt. War mal für April avisiert, oder?
    Mein Freund hatte einen sehr ähnlichen Charakter und wir haben Beide die Biographie mit sehr viel Erstaunen gelesen. Für mich war es sozusagen ein Trost, dass es noch andere so schwierig zu händelnde Menschen gibt – so oft gnadenlos und hart , sowohl im Beruf ( er war auch ein sehr hoher Beamter) als auch mit mir und Anderen und doch so eine unsägliche Anziehungskraft besitzend, total liebevoll und unvergleichlich.
    Er selbst erkannte sich oft wieder in seinem Handeln und tun und bekam- wie er sagte – oft rote Ohren beim Lesen.
    Beide waren wir gespannt auf den Film und wie das umgesetzt wird. „Waren“?
    Nun Ende Februar starb mein Freund (nach zum Glück verhältnismäßig kurzem Leiden ) mit 56 Jahren! an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
    Bald könnte man abergläubisch werden.
    Nun warte ich allein auf den Film und finde es sehr traurig, dass die Möglichkeit besteht, dass er gar nicht bis zu uns gelangt.

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