BOLD: Neues schlüsselloses Smart Lock sucht bei Kickstarter nach Unterstützung

Eine Tür mit Hilfe eines Schlüssels aufzuschließen ist sowas von Old School: Mit BOLD gibt es einen neuen Kandidaten für Gadget-begeisterte Wohnungs- und Hausbesitzer.

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Im Zuge der Heimautomatisierung und -vernetzung gibt es auch immer mehr Smart Lock-Produkte, sprich Türschlösser, die sich ohne Schlüssel mittels Smartphone auf- und zusperren lassen. Bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sucht daher das niederländische Projekt BOLD aktuell nach Unterstützern. 32 Tage vor dem Ende der Aktion am 25. September 2016 gibt es bereits 130 Supporter, die knapp 26.000 Euro des Finanzierungsziels von 120.000 Euro investiert haben.

BOLD ist ein smartes Zylinderschloss, das sich darauf spezialisiert hat, dem Nutzer einen schlüssellosen Zugang mittels einer Smartphone-App zu gewähren. Das Schloss versteht sich mit handelsüblichen Türen und Zylinderschlössern und kann bequem ausgetauscht werden. Das Smartphone agiert dabei als digitaler Schlüssel und kann sogar in der Tasche belassen werden, während man sich dem Schloss nähert. Über eine Geofencing-Funktion erkennt BOLD einen verifizierten Nutzer und aktiviert sich automatisch, so dass nur noch der Türknauf betätigt werden muss, um einzutreten.

Vier Farbvarianten, drei Jahre Batterielaufzeit

Das BOLD Smart Lock wird in insgesamt vier verschiedenen Farbvarianten – Orange, Schwarz, Silber und Messing – ausgeliefert werden und verfügt dank einer CR123A-Batterie über eine etwa dreijährige Laufzeit bei 20 Aktivierungen pro Tag. Optional lässt sich weiteres Zubehör in Form einer BOLD Remote erstehen, die für 39 Euro erhältlich sein wird und als Backup dient, um Zugang zum jeweiligen Raum/Wohnung/Haus gestatten. Auch Gästen kann schnell und bequem Zugang gewährt werden: Dazu benötigt es nicht einmal einen Account, sondern lediglich die Telefonnummer des Besitzers und der Gäste. Für digitale Sicherheit in der App sorgt der Partner Ubiqu, der ähnliche Verfahren wie beim Online-Banking nutzt.

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Das BOLD Zylinderschloss ist aktuell in einem Kickstarter-Special zum Preis von 149 Euro auf der Crowdfunding-Plattform erhältlich, die Auslieferung soll voraussichtlich im März 2017 erfolgen. Ich persönlich finde die Idee eines schlüssellosen Schlosses sehr interessant, aber frage mich, ob es nicht einfacher ist, einen kleinen Schlüssel für ein handelsübliches Schloss mit sich herumzutragen – das Smartphone oder eine zusätzliche Remote nimmt genauso viel, wenn nicht sogar noch mehr Platz in der Tasche ein.

Wie steht ihr zu Smart Locks? Könnt ihr euch vorstellen, ein schlüsselloses Schloss in euren Haushalt zu integrieren? Kommt ein intelligentes Schloss vielleicht sogar schon bei euch zum Einsatz? Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu diesem interessanten Thema.

Kommentare 23 Antworten

  1. Vorstellen könnte ich mir das schon, allerdings ist es mir aktuell noch zu teuer und zweites habe ich meine Bedenken was die Sicherheit angeht…

  2. Ich nutze ein vergleichbares Schloss im Rahmen meiner HomeMatic Hausautomatisation seit mittlerweile 5 Jahren. Ich kann dabei weiterhin einen normalen Schlüssel einsetzen, was ich definitiv als Vorteil ansehe. Es ist für mich keine Platzersparnis in der Hosentasche, sondern vielmehr eine praktische Zusatzfunktion. Ob ich nun mit den Einkäufen die Treppe hochlaufe und die Tür sich schon mal öffnet, während ich meine Einkäufe nicht nochmals absetzen muß oder ich von unterwegs Freunden die Tür schon mal öffne, weil ich im Stau hängen geblieben bin und die nicht vor der Tür warten müssen. Oder das Schloss am Abend auf Grund eines hinterlegten Programms die Tür verriegelt, falls ich das vergessen habe. Es bleibt aber ein Zusatz, den nicht notwendig ist, jedoch fast täglich genutzt wird.

  3. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus dass mit einer Schliessanlage ausgestattet ist bei der wir nur einen Schlüssel brauchen.
    Dieser passt sowohl auf die Eingangstür und die Wohnungstür, daher muss man den Schlüssel so oder so rauskramen.
    Und die Wohnungstür ist außen auch nicht mit einem Griff ausgestattet sondern mit einem Knauf.

    Es wäre mir auch zu teuer und zu unsicher, gestern noch im TV gesehen wie leicht z.B. Autos mit KeylessGo gestohlen werden können.

  4. Ich habe ein Nuki im Einsatz, was ich besser finde als das vorgestellte Produkt.
    – Sehr schnell montiert auf den bestehenden Zylinder.
    – von außen sieht man nichts und als Fallback lässt es sich auch mit dem Schlüssel öffnen.
    – der WCF ist sehr hoch und hat sofortige Akzeptanz gefunden.

  5. Bevor ich erneut in ein Projekt bei Kickstarter einsteige, möchte ich erstmal die vor mittlerweile 17 Monaten georderten 5 Qmote S bekommen. Bisher werde ich seit Monaten mit „is shipping to you“ vertröstet…

    1. Naja, ob man nun ein Projekt von anderen abhängig macht, obwohl alle unabhängig von einander sind, klingt schon komisch. Aber bestellt hast Du über Kickstarter Nichts, denn das geht gar nicht. Du hast Dich an einem Projekt beteiligt, gehofft, daß es fertig gestellt wird, und am Ende eben genau das erhalten, was Du so ersehnt hast, oder eben auch nicht. So ist das, wenn man sich an der Finanzierung von neuen Ideen beteiligt.

  6. Und was ist, wenn kurz vor der Tür der Akku leer ist oder die Batterie im Schloß? Oder das Handy geklaut? Hat das Schloß dafür eine Alternative?

  7. An alle die schon ein elektrisches Schloss nutzen, wie leicht muss die Tür sich denn schließen lassen. Meine muss ich durch die Dichtungen etwas drücken bzw ohne drücken schließt es schwerer. Machen das dies Schlösser mit oder ist der Drehmoment dann zu hoch?

  8. Ich hab Nuki bei KIckstarter unterstützt. Das Produkt gibt es und funktioniert super. Autounlock, also zur Tür gehen und sie öffnet sich von allein ist wirklich genial. Natürlich ist das nicht ideal für alle Verhältnisse, zB bei Mehrfamilienhäuser, aber bei Einfamilienhäuser ist das nett. Insgesamt natürlich auch eine Spielerei, aber Philips Hue ist auch eine Spielerei 🙂
    @axl: Nuki gibt auf der Homepage an wie stark die Falle gezogen werden kann. Meine Tür geht sehr leicht auf, daher kann ich Dir nicht sagen was maximal möglich ist. Aber das Schloss hat schon Power.

  9. Ich hatte schon vorher kein gesteigertes Interesse an solchen Schlössern, aber seit dem ich mal einen Bericht gelesen habe, wie leicht die Dinger gehackt werden können, ist mir das komplett vergangen. Vielleicht später mal, aber stand heute kein Bedarf.

    1. Genau das würde mich auch mal interessieren!
      Das Schloß soll automatisch öffnen, wenn meine Frau, mein Kind, oder ich selbst mit dem Smartphone in der Tasche nach Hause komme.
      ABER, es kann ja nicht sein, das jedesmal, wenn einer von den Bewohnern INNEN der nähe meiner Tür vorbeilläuft, das Schloß öffnet!
      Oder wie ist das gelöst??

  10. Arbeite bei einem öffentlich-rechtlichen Versicherer. Grundsätzlich gilt, dass ein Einbruch auch versichert ist, wenn der Einbrecher mittels falscher Schlüssel in die Wohnung gelangt. Sollte also ein solches digitales Schloss gehackt werden, würde es sich um einen solchen falschen Schlüssel handeln. Mit Sicherheit ließe sich das im Gerät nachvollziehen. Der Versicherungsschutz wäre in diesem Fall gesichert.

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