PrismML hat mit Bonsai Image 4B ein innovatives KI-Bildmodell vorgestellt, das vollständig lokal auf aktuellen iPhones läuft. Das Besondere: Das Modell kommt mit einem Bruchteil des üblichen Speicherbedarfs aus und ermöglicht so eine schnelle, unkomplizierte Bildgenerierung direkt auf dem Gerät. Parallel dazu veröffentlichte das Unternehmen die iPhone-App Bonsai Studio, die diese Technologie ohne Limits und ohne Abhängigkeit von Cloud-Diensten für Nutzer und Nutzerinnen zugänglich macht.
Der Durchbruch gelingt PrismML durch eine ungewöhnliche Methode: Statt hochpräziser Zahlen nutzt das Modell stark vereinfachte Gewichte, die nur zwei oder drei Zustände annehmen können. Dadurch schrumpft der Speicherbedarf des auf FLUX.2 Klein 4B basierenden Modells von ursprünglich 7,8 Gigabyte auf knapp ein Gigabyte. Bei der Generierung eines 512 × 512 Pixel großen Bildes sinkt der Arbeitsspeicherbedarf von über 11 Gigabyte auf nur noch 1,5 bis 2 Gigabyte. Das macht die Ausführung auf Geräten möglich, die bisher für solche Aufgaben nicht leistungsfähig genug waren.
Auf einem iPhone 17 Pro Max dauert die Erstellung eines Bildes mit 512 × 512 Pixeln laut PrismML nur neun bis zwölf Sekunden. Damit setzt das Unternehmen neue Maßstäbe für lokale KI-Anwendungen. Die App Bonsai Studio nutzt diese Technologie und ermöglicht es Nutzern und Nutzerinnen, Bilder ohne Wartezeiten oder Serveranfragen zu generieren. Ein weiterer Vorteil: Alle Eingaben und erzeugten Bilder bleiben auf dem Gerät. Datenschutz und Unabhängigkeit von Online-Diensten sind damit gewährleistet.
Lokale KI als Trend

Bonsai Image 4B ist nicht das erste Modell, das lokale Bildgenerierung auf Smartphones ermöglicht. Bereits Ende 2022 zeigte die App Draw Things, dass Stable Diffusion auf iPhones laufen kann. Ende 2025 folgte LocalGen, das das leistungsfähigere SDXL-Modell direkt auf aktuellen iPhones nutzbar machte. Auch Apple selbst investiert in diese Richtung: Der mit Apple Intelligence eingeführte Image Playground soll in iOS 27 deutlich verbessert werden.
PrismML bietet sein Modell komplett kostenlos an. Für den Einsatz auf dem iPhone empfiehlt der Anbieter Geräte ab dem iPhone 15 Pro mit mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Damit wird die Technologie für eine breite Nutzerbasis zugänglich, und das ohne laufende Kosten oder Abonnements. Bonsai Studio (App Store-Link) benötigt auf dem iPhone rund 105 MB an freiem Speicherplatz sowie iOS 17.0 oder neuer, alle Inhalte stehen in englischer Sprache zur Verfügung. Der Download der lokalen Modelle benötigt nach der Installation nochmals rund 3,5 GB an Speicherplatz.
