Die Morning-App & Apples Richtlinie 10.4

Mal wieder ist eine tolle Idee den Richtlinien Apples zum Opfer gefallen. Guten Morgen, Welt.

MorningVor rund einer Woche hat uns die iPad-Applikation Morning (App Store-Link) trotz einiger kleiner Kinderkrankheiten durchaus überzeugen können. Auf einen Blick kann und konnte man sich in der App alle Informationen besorgen, die man morgens so braucht: Uhrzeit, Wetter, Nachrichten, Aktien und zumindest in den USA auch eine ziemlich genaue Berechnung der Zeitstrecke zur Arbeit.

Durch den Erfolg, insbesondere in den USA, ist aber auch Apple auf die App aufmerksam geworden – und hat sie nachträglich einem großen Feature beraubt. Im Update der Version 1.01 schreiben die Entwickler neben Hinweisen auf einige kleinere Fehlerbehebungen auch: „Apple hat uns angewiesen, die Möglichkeit zum Verschieben und Anordnen der einzelnen Bereiche zu entfernen.“ Genau das würde nämlich in Paragraph 10.4 der App Store Review Guidelines verbieten.

Der entsprechende Paragraph sagt folgendes: „Apps that create alternate desktop/home screen environments or simulate multi-App widget experiences will be rejected.“ Also ungefähr soviel wie: „Apps, die eine alternative Desktop/Homescreen-Umgebung schaffen oder Multi-App-Wigdets simulieren, werden abgelehnt.“ Kurz gesagt: Genau das, was Morning macht, ist nicht erlaubt.

Über die genaue Auslegung der Regeln darf man sich streiten, schließlich ist Morning ohne Zweifel eine toll gemachte App, die das Nutzererlebnis verbessert. Offen bleiben aus meiner Sicht zwei Fragen, eher sogar drei: Hätten die Entwickler von Morning die Richtlinie vorher nicht genauer lesen müssen? Hätte Apple die App nicht schon vor der ersten Veröffentlichung ablehnen müssen? Und was kann der Nutzer machen?

Letztere Frage lässt sich spielend leicht beantworten: Gar nichts. Unter iOS 6 muss er das Update immerhin noch absegnen und kann im Zweifel bei der alten App-Version bleiben. Wer unter iOS 7 aber auf die automatischen Update setzen wird, hat im Zweifel ein Problem: Selbst große Änderungen, ob sie nun positiv oder negativ sind, kann man im Zweifel erst gar nicht verhindern.

Kommentare 23 Antworten

  1. Es ist ein Artikel mit einer Halbwahrheit. Das automatische Update von Apps ist keine Pflicht und lässt sich leicht ausstellen. Bitte vorher einmal informieren.

    1. „Wer unter iOS 7 aber auf die automatischen Update setzen wird“ – bedeutet für mich so viel, dass man auch eine Option hat, nicht auf die automatisch Updates zu setzen 😉

  2. Updates ablehnen für mich sowieso schwierig. Wenn ich ein Update nicht machen möchte, bleibt das bisher immer in der Update Liste drin. Damit wurd das schnell unübersichtlich. Oder gibt es eine Möglichkeit nicht gewünschte Updates auszublenden? Nein!

    1. Meistens führe ich Updates (iOS6) direkt auf’m iDevice durch u. teste deren Funktion, 2-3 Tage später wird eine Synchronisation mit iTunes gemacht. Sollte nun eine mir wichtige App / deren Eigenschaft fehlen, habe ich sie VORHER aus dem Papierkorb „gerettet“ u. spiele diese alte Version wieder auf; mir blieb dadurch bspw. der VLC-Player erhalten.

      1. So ist es auch am Besten. Hat mich schon bei einigen Apps vor bösen „Bug-Fix-Update-Überraschungen bewahrt.
        Immerhin hat dieser Entwickler auf das zukünftig eingeschränkte Angebot per Update hingewiesen. Das ist aber leider die Seltenheit und meistens merkt man, dass gute Funktionen plötzlich fehlen, erst nach einem Update.

    2. Updates nicht zu installieren ist schon etwas leichtsinnig, denn wer weiss so genau in wie weit da nicht auch Sicherheitslücken geschlossen wurden.

  3. Die Frage ist ja auch ob die Autoupdates immer und überall gezogen werden. Wenn ja wäre das MB Volumen ja Ratz Ratz aufgebraucht für jene die keine Datenflat haben. Oder gibt es die Option das erst bei WLAN Verbindung die Updates gezogen werden? Jemand da schon was gehört?

      1. Diplomatie und Taktgefühl sind schon klasse (wenn man sie hat).
        Hätten Sie im Deutschunterricht besser aufgepasst, müssten Sie sich nicht so über die Deutschlehrer ärgern.

      2. Scheint als hätte mein vorbeugender Smiley nicht alle Gemüter beruhigt. Jeder kann privat so schreiben wie er möchte. Aber wenn man Texte veröffentlicht und sich als Online-Medium betrachtet, erwarte ich eine gewisse Sorgfalt und Kenntnis. Jeder zweite Artikel enthält teilweise grobe Schnitzer. Ich habe diesen nur mal kommentiert, weil sich mir hier besonders die Nackenhaare gesträubt haben.

  4. „Hätten die Entwickler von Morning die Richtlinie vorher nicht genauer lesen müssen?“

    Die Richtlinie ist sowohl sprachlich, als auch inhaltlich alles andere als Eindeutig. Schon traurig, dass Apples Engstirnigkeit scheinbar keine Grenzen kennt.

    1. Die Richtlinie ist sowohl sprachlich als auch inhaltlich eindeutig. Die Frage bleibt jedoch tatsächlich, wieso gibt Apple eine solche Richtlinie vor.

  5. Macht nix. Apples glorreiche Zeiten neigen sich eh dem Ende. Mittlerweile ist Android in allen Bereichen besser. Ob Samsung oder HTC, auch die Hardware ist gleichauf bzw. Schon vorbei. Ohne RICHTIGE Innovationen geht’s ab 2015 richtig bergab.

    1. nur das Android(Google), Samsung, HTC 3 unabhängige Firmen sind. Siehe auch Abwärtskompatibilität.
      Bei Apple hast du alles aus einer Hand.

    2. Vielleicht bei den Handys, aber sicher nicht bei den Tablets! Klar, man bekommt ein Android-Tablet mit 90% Funktionalität/Qualität für fast die Hälfte der Kosten eines iPads. Das Gesamtpaket iPad ist aber IMHO unerreicht!

      Es gibt z.B. keine auch nur annähernd vergleichbare Notiz-App für Androiden (Software und Hardware kommt da nicht mit)!!! Und ohne Root kann man unter Android auch nicht gerade viel veranstalten… ;0)

  6. Ich verstehe die Aufregung nicht. Diese App bot und bietet doch wirklich keinerlei Vorteil. Uhrzeit sehe ich sowieso, Wetter schau ich einmal morgens in einer dafür wirklich guten App an. Der Rest ist Pillepalle. Google Now kann all diese Infos auf Wunsch viel schöner darstellen.

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