EcoFlow DELTA 2: Powerstation mit 1.024 Wh und Schnellladefunktion ausprobiert

Gerüstet für Notfälle und Outdoor-Aktivitäten

Mobile Powerstations bzw. Kraftwerke erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Die Kraftpakete sind für viele Zwecke geeignet und können in Werkstätten, dem Schrebergarten, bei Camping-Urlauben und während Festivals zum Einsatz kommen. Gerade in diesem Jahr sorgen zudem viele Personen mit einer Powerstation vor, um im Fall eines zwischenzeitlichen Stromausfalls wichtige Geräte mit Strom versorgen zu können. 

Neben bekannten Herstellern wie Jackery oder auch Anker, das eine eigene Powerstation-Reihe auf den Markt gebracht hat, ist auch EcoFlow bei uns im Blog mittlerweile wohlbekannt. In der Vergangenheit hatten wir schon mehrfach über die Kraftwerke mit optionaler Solarmodul-Einspeisung berichtet. In den vergangenen Wochen hatte ich die Möglichkeit, mir die seit Mitte September dieses Jahres verfügbare EcoFlow DELTA 2-Powerstation genauer anzusehen. Das Modell wird aktuell zum Preis von 1.199 Euro bei Amazon verkauft. Wie bei vielen anderen mobilen Kraftwerken sind hier allerdings auch die Lieferzeiten deutlich angestiegen – derzeit sind es etwa 4 bis 5 Wochen.


Die Akkukapazität der EcoFlow DELTA 2 beträgt 1.024 Wh, die Station selbst ist 12 Kilogramm schwer und 400 x 211 x 281 Millimeter groß. Zu den vorhandenen Ports gehören vier Steckdosen mit 1.800W (2.400W mit eingeschalteter X-Boost-Funktion). Als DC-Ausgänge gibt es 4x USB-A (2x mit Fast Charge-Technologie, max. 18W pro Anschluss), 2x USB-C mit jeweils max. 100W, einen 12,6V-Kfz-Anschluss mit 10A und max. 126W, sowie ein DC5521-Solarladeeingang. Auch eine optionale externe Zusatzakku von EcoFlow kann an die DELTA 2-Powerstation angeschlossen werden, um die Kapazität zu erweitern.

EcoFlow hat sich bei der DELTA 2-Ladestation für langlebige LiFePO4-Akkus entschieden, die laut Hersteller mehr als 3.000 vollständige Lade- und Entladezyklen mitmachen. Zudem gibt EcoFlow eine fünfjährige Garantie auf die Powerstation. Ein Vorteil des Geräts ist die Schnellladefunktion, mit der die DELTA 2 dank der patentierten X-Stream-Technologie innerhalb von nur 50 Minuten über die Steckdose von 0 auf 80 Prozent aufgeladen werden kann. Bei meinen Tests war es möglich, die Powerstation über das mitgelieferte Ladekabel an einer handelsüblichen 220V-Steckdose von 0 auf 100 Prozent in etwa 1 1/2 Stunden voll zu laden – und das bei einem Kraftpaket mit 1.024 Wh.

Hochfrequente Töne und verzögerte Output-Zahlen

Auch ein Aufladen über ein optional erhältliches Solarmodul von EcoFlow ist möglich. Hier sollte man je nach Leistungsfähigkeit des Solarpanels jedoch deutlich mehr Zeit einplanen. Ich konnte mit einem 160W-Solarpanel selbst an einem durchweg sonnigen Herbsttag den Akku auf rund 60 Prozent laden. Für eine komplette Aufladung wären bei 160W rund 12-14 Stunden notwendig gewesen. Hat man ein 400W-Solarpanel von EcoFlow (Amazon-Link) zur Hand, verringert sich der Zeitraum der Aufladung natürlich deutlich.

Bei meinen Tests habe ich die DELTA 2-Powerstation vor allem in den eigenen vier Wänden für das Aufladen verschiedenster Geräte wie das MacBook Air, das iPad Pro, meine Smartwatch, die AirPods Pro, einen eBook-Reader und mehr verwendet. Dazu wird einfach die Powerstation über den Hauptschalter eingeschaltet, was mit einem Piepton quittiert wird, und dann in einem zweiten Schritt der jeweilige Ausgang über einen weiteren Button aktiviert. Nun muss nur noch das Ladekabel samt Gerät eingesteckt werden, und der Ladevorgang beginnt.

Meine Erfahrungen mit der EcoFlow DELTA 2 haben dabei gezeigt, dass die Powerstation erst etwa 30 Sekunden bis eine Minute benötigt, ehe sie auf dem Farbdisplay auch den Output des angeschlossenen Geräts anzeigt. Bei einer River Pro-Ladestation gab es diese Verzögerungen nicht. Der Ladevorgang selbst beginnt, sobald das Ladekabel eingesteckt wird, was auch auf dem jeweiligen Gerät deutlich zu sehen ist, nur die Anzeige hinkt etwas hinterher. Beim Anschließen von Kleingeräten wie den AirPods Pro oder einer Smartwatch über einen der insgesamt vier USB-A-Ports kam es zudem zu hochfrequenten Fiep-Geräuschen, die mit gleicher Kabel- und Gerätekombination an einem normalen Ladegerät nicht auftraten.

EcoFlow-App ist ein nützlicher Begleiter

Ich habe daraufhin mit Hilfe der offiziellen EcoFlow-App (App Store-Link) geprüft, ob vielleicht ein neues Firmware-Update diese Umstände beheben kann, allerdings wurde mir bisher noch keine Aktualisierung in der App angezeigt. Dafür ist die Anwendung von EcoFlow allerdings bei einigen anderen Aktionen praktisch: Sie lässt sich im heimischen WLAN oder per Bluetooth mit der Powerstation verbinden und zeigt nicht nur den aktuellen Akkustand an, sondern kann auch einige Einstellungen zum Energiesparen, maximaler Wattzahl und eben auch das oben beschriebene Firmware-Update vornehmen. Wer ein Solarpanel oder Erweiterungs-Akkus anschließt, bekommt zusätzliche Infos zum gesamten Setup präsentiert. Und wer sich an den bisweilen lauten Pieptönen beim Drücken der Buttons am Gerät stört, kann auch diese per App dankenswerterweise deaktivieren.

Im Alltag ist die EcoFlow DELTA 2 auf jeden Fall ein hervorragender Begleiter, wenn es um das kurzzeitige Überbrücken eines Stromausfalls oder bei Outdoor-Aktivitäten geht. Die Powerstation ist auch bezüglich der Kapazität ein guter Mittelweg: Mit 1.024 Wh sollte man alles Wichtige anschließen und zwischenzeitlich unabhängig mit Strom befeuern können – solange es keine vier Wasserkocher gleichzeitig sein müssen – und bekommt mit einem Gewicht von etwa 12 kg gleichzeitig noch ausreichend Flexibilität und Portabilität geboten. Einzig die kleine Notfall-LED-Lampe samt SOS-Funktion, die bei kleineren Modellen wie der EcoFlow River Pro verbaut ist, habe ich bei diesem Modell vermisst. Aber hier hat man ja schließlich genug Power, um eine Lampe direkt an einen der zahlreichen Ports anzuschließen.

Falls ihr noch weitere Eindrücke zur EcoFlow DELTA 2 benötigt, hilft euch abschließend das kleine Produktvideo bei YouTube. Solltet ihr euch für ein aktuell vergünstigtes Modell von EcoFlow interessieren, hilft euch unser Artikel zum Black Friday-Deal von EcoFlow, bei dem einige Powerstations und Sets um bis zu 300 Euro rabattiert sind. Weitere Infos zur DELTA 2 gibt es auch auf der Produktseite des Herstellers.

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Kommentare 3 Antworten

  1. *Klugscheiß Modus an*
    Die Netzspannung in Deutschland liegt seit der Steinzeit (1987) bei 230V und nicht bei 220V:
    „Bis 1987 betrug die Netzspannung in Deutschland 220 V mit einer Toleranz von ±10 %. Danach erfolgte zunächst eine stufenweise Umstellung auf 230 V. Ab 2009 darf die Netzspannung von 230 V um ±10 % abweichen. Durch die Toleranz ist eine Benutzung von älteren Geräten mit einer Spannung von 220 V ohne Probleme möglich.“
    *Klugscheiß Modus aus*

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