Flows: Kleine Chat-App funktioniert auch im Funkloch oder Ausland

Vor dem Problem hat so ziemlich jeder Smartphone-Nutzer sicher schon einmal gestanden: Eine Chat-Nachricht will abgesetzt werden, die Netzverbindung spielt aber nicht mit.

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Dieser Schwierigkeit widmet sich der kleine Messenger Flows (App Store-Link), der seit dem 24. Oktober dieses Jahres aus dem App Store geladen werden kann. Möchte man die bisher leider nur in englischer Sprache vorliegende, aber dafür kostenlos erhältliche Anwendung auf das eigene iPhone oder iPad herunterladen, wird neben 16,6 MB an freiem Speicherplatz auch mindestens iOS 7.1 oder neuer auf dem iDevice benötigt.

Eines muss gleich vorweg gesagt werden: Eine eierlegende Wollmilchsau ist auch Flows leider nicht – es können keine Tausende an Kilometern ohne eine bestehende Datenverbindung überbrückt werden, um kleine Chatnachrichten abzusetzen. Das wäre Zauberei und ist selbst Apple bisher noch nicht gelungen. Flows kann daher nur innerhalb eines bestimmten Umkreises genutzt werden, da die App über eine Bluetooth- und Peer-to-Peer-WiFi-Verbindung (Multipeer Connectivity Network) funktioniert. Immerhin: So können User innerhalb eines Gebäudes, bei einer Veranstaltung, wo das Netzwerk überlastet ist, oder auch im Ausland über kürzere Distanzen miteinander kommunizieren, ohne dass eine Datenverbindung notwendig ist.

Flows ist kein Messenger-Ersatz

Nach der Installation wird für jeden Nutzer nicht nur eine individuelle, dreifarbige Signatur festgelegt, sondern man kann auch einen einen eigenen Nutzernamen generieren, über den man dann von anderen Usern in der Nähe gefunden werden kann. Der Developer von Flows, Furkan Cengiz, betont in der Anwendung, dass keinerlei private Daten gespeichert, gesammelt oder weitergegeben werden. So heißt es in Flows, „Keine echten Namen, keine privaten Daten. Nur ein Nutzername und eine einzigartige Farb-Signatur. Erstelle einen neuen Flow, lerne neue Leute kennen. Und alles absolut anonym!“

Für diese Funktionalität muss man allerdings auch auf einige Features verzichten: Es gibt weder einen Sprachnachrichten-, noch einen Bilder- oder Videoversand in Flows, auch Backups oder Benachrichtigungen sind nicht Bestandteil der Anwendung. Lediglich als Badge im Icon lassen sich eingegangene Nachrichten anzeigen. Als reiner Messenger-Ersatz taugt Flows daher sicherlich nicht, sondern eher als kurzfristige Notlösung, wenn gerade kein Netz vorhanden ist oder man sich im Ausland befindet.

Problemlose Unterhaltungen – auch in privaten Chaträumen

In meinem Fall funktionierte der Versand von Nachrichten sehr problemlos, sobald auf zwei iDevices Bluetooth und WLAN aktiviert war. Aktive Nutzer werden zwar nicht mit ihrem Namen in der App angezeigt, es wird aber darüber informiert, dass sich in der näheren Umgebung x User befinden. Ähnlich wie in einem öffentlichen Chatraum kann man dann unter dem Hashtag #general ein Gespräch beginnen – auch Emojis sind möglich – oder auch einen eigenen Chatraum zu einem bestimmten Thema eröffnen. Auf Wunsch gibt es auch nicht-öffentliche Räume, die bei anderen Usern nicht in der Liste erscheinen.

Für eine kurze Benachrichtigung für Personen, die sich ganz in der Nähe befinden, ist Flows daher wirklich gut geeignet. In den Einstellungen gibt es zudem die Möglichkeit, Schieberegler zur Erfassung anonymer Nutzerdaten und Crash-Reports zu deaktivieren, was man auch tun sollte. Vor der Installation sollte man sich zudem im klaren sein, dass die geführten Chats grundsätzlich auch für andere Flows-Nutzer in der näheren Umgebung sichtbar sind, sofern kein verborgener Chatraum genutzt wird – Unterhaltungen mit diskreten Inhalten sollte man daher mit der App nicht führen.

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