Free Now: Taxianbieter fordert ab September Gebühren für jede Fahrt

Ehemals als MyTaxi bekannt

Im Jahr 2019 beschloss Hauptanteilseigner Daimler zusammen mit BMW, die Dienste des eigenen Dienstes MyTaxi mit anderen Leistungen zu verknüpfen. Heraus kam die neue Marke Free Now (App Store-Link), die Taxi, Carsharing, eScooter und E-Moped vernetzen soll.

Ab dem 1. September 2021 wird es für Nutzer und Nutzerinnen des Services nun einige Veränderungen geben. Mit diesem Tag erhebt der Anbieter für jede gebuchte Taxifahrt eine Gebühr: Deutschlandweit wird dann für jede Fahrt über Free Now 79 Cent erhoben. In der norddeutschen Großstadt Hamburg war man bereits mit 49 Cent pro Fahrt angefangen.


Wartezeiten und Stornierungen kosten auch Gebühren

Ebenfalls wichtig zu wissen: Wartezeiten und kurzfristige Stornierungen können teuer zu stehen kommen. Sollte beispielsweise das Taxi schon auf dem Weg zu euch oder angekommen sein, erheben teilnehmende Städte unterschiedliche Storno-Gebühren. Während man in Frankfurt noch mit 3,50 Euro relativ glimpflich davon kommt, sind es in Essen satte 8 Euro.

Auch bei Wartezeiten fallen Gebühren bei Buchung von Free Now Ride (Fahrservice mit Festpreis) an, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind: Ab der zweiten Minute nach Ankunft des Fahrers bzw. der Fahrerin an der angegebenen Abholadresse werden pro Minute weiterer Wartezeit 30 Cent berechnet. Immerhin: Die Wartezeitgebühren summieren sich nur auf 5 Minuten, man zahlt demnach nur maximal 90 Cent, wenn man verspätet ins Fahrzeug einsteigt. Die nun neu erhobenen Gebühren können in der Gebührenordnung von Free Now eingesehen werden und sollen dazu dienen, Investitionen in die Plattform zu ermöglichen.

‎FREE NOW (mytaxi)
‎FREE NOW (mytaxi)
Entwickler: Intelligent Apps GmbH
Preis: Kostenlos

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Kommentare 11 Antworten

  1. Ein Paradebeispiel dass die überdurchschnittlich bezahlten BWL- und VWL Absolventen mit Master-Abschluss sehr, sehr weit von der Realität und dem Otto-Normal-Verbraucher entfernt sind: die haben noch immer nicht kapiert, dass z.B. ein Handwerker mit Durchschnittsgehalt (2200€ netto) + Frau und Kind ,schlicht nicht das Geld übrig hat um für jeden Klick und Mist zu bezahlen.

    Wer soll denn die Zielgruppe sein?

    Ich versteh‘ es nicht..

    1. @om: Da gibt es immer noch genug. Meiner selbstverständlich nicht repräsentativen Erfahrung nach sind es gerade die Leute, die ohnehin nicht viel Geld haben, diejenigen die das wenige Geld auch noch verprassen.
      Unsere Wohnungsgesellschaft hat letztes Jahr die Mieten moderat erhöht. Diejenigen im Haus, die am längsten hier sind und die die geringste Erhöhung hatten (ca. 10 Euro) sind diejenigen, die sich 2 Mal pro Woche vom Taxi abholen lassen.

      1. Hoppala, da ist mir ein Halbsatz entfleucht.

        Diejenigen im Haus, die am längsten hier sind und die die geringste Erhöhung hatten (ca. 10 Euro) sind diejenigen, die die größten finanziellen Sorgen deswegen geäußert haben, die sich aber 2 Mal pro Woche vom Taxi abholen lassen.

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