Frenzy Ball: Frustrierendes Geschicklichkeits-Spiel ist mit Werbung überladen

Wieder einmal stellt Apple in der Rubrik „Die besten neuen Spiele“ Titel vor, die zumindest bei uns nicht wirklich gut angekommen sind.

Frenzy Ball

Die Entscheidungen, die Apple in jeder Woche trifft, um Apps und Spiele in den entsprechenden beworbenen Kategorien zu präsentieren, muss man nicht immer nachvollziehen. Oft sind es mit Werbung überladene Freemium-Games oder kostenlose Utilities mit teuren In-App-Käufen, die wenig Vergnügen aufkommen lassen. Ähnlich verhält es sich leider auch mit der aktuellen Empfehlung Frenzy Ball (App Store-Link), das sich derzeit in der Rubrik „Die besten neuen Spiele“ tummelt. Das kostenlose Spiel erfordert 130 MB an freiem Speicherplatz sowie mindestens iOS 6.0 oder neuer auf dem Gerät. Auf eine deutsche Lokalisierung muss bisher verzichtet werden.


Frenzy Ball wird im App Store seitens der Entwickler von Planet of the Apps als „Brick Breaker“ eingeordnet. Das Gameplay allerdings erinnert zumindest am Anfang weniger an bekannte Titel dieses Genres als an das Kult-Spiel „Pong“, bei dem eine Kugel möglichst lange im Spiel gehalten werden muss. Frenzy Ball wird im Hochformat absolviert und verfügt über zwei bewegliche Plattformen, die sich im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt um den äußeren Rand des Bildschirms bewegen lassen.

Frust-Gameplay und teure Werbefreiheit in Frenzy Ball

Und genau hier liegt die Schwierigkeit von Frenzy Ball: Ein Antippen der linken Bildschirmhälfte lässt die Plattformen sich gegen den Uhrzeigersinn bewegen, das Berühren der rechten Screenhälfte führt zu einer Bewegung im Uhrzeigersinn. Leider kommt man immer wieder schnell durcheinander, ist verwirrt und muss daher die Kugel passieren lassen – die Partie ist damit eher beendet, als einem lieb ist. Zudem prallt die Kugel im späteren Spielverlauf, sofern man es überhaupt soweit geschafft hat, an in der Mitte des Screens platzierten Blöcken ab und hat schneller den Bildschirmrand erreicht, als man überhaupt mit den beweglichen Plattformen eine schützende Wand aufbauen könnte.

Aber selbst dieses frustrierende Gameplay ist noch eines der kleineren Übel im Vergleich zur penetrant eingebundenen Werbung in Frenzy Ball. Nach so ziemlich jeder Partie – und diese sind in 99% der Fälle wirklich kurz – wird ein mehrsekündiges Werbevideo oder ein Fullscreen-Werbebanner eingeblendet. Hier hat man es deutlich übertrieben, genauso wie beim Kaufpreis, um sich von der Werbung zu befreien: Ganze 2,99 Euro soll man dafür per In-App-Kauf zahlen, wohlgemerkt, für ein minimalistisch designtes Geschicklichkeits-Spiel. Wir können daher nur ein Fazit ziehen: Spart euch den Download.

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