Im Test: Tim & Struppi und das Geheimnis der Einhorn

Den blonden Tim und seinen kleinen Terrier Struppi sollte den meisten von uns bekannt sein, spätestens durch den aktuellen Kinofilm, der in Deutschland am 27. Oktober Premiere feiern wird.

Passend dazu gibt es nun von Gameloft eine Universal-App, die für 5,49 Euro aus dem App Store geladen werden kann. Mit einer Größe von 864 MB, die wohl den aufwändigen 3D-Grafiken des Spiels geschuldet sind, kann „Die Abenteuer von Tim & Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“ (App Store-Link) keinesfalls mehr aus dem mobilen Datennetz geladen werden. Trotzdem haben wir uns diese interessante Neuheit genauer angesehen.

Ist der große Download erst einmal hinter sich gebracht worden, fällt dem Nutzer sofort positiv auf, dass alle Inhalte des Spiels auch in deutscher Sprache verfügbar sind. In einem sehr ansprechenden Hauptmenü, welches einen Schreibtisch zeigt, kann man neben den zusätzlichen Extras mit Fotogalerien und einem Shop für Puzzles natürlich auch die Spieloptionen einsehen oder direkt ins Spiel einsteigen.

Zu Beginn der Missionen, die der junge belgische Reporter Tim und sein kleiner Hund Struppi (im französischen Original des belgischen Autors Hergé „Les aventures de Tintin“) bestehen müssen, kann man auswählen, ob man die Spielfigur per Bewegungssensor oder ohne steuern möchte. Entscheidet man sich für letzteres, wird Tim oder im späteren Verlauf auch Struppi mittels eines Analogsticks auf der linken Bildschirmseite durch das Game geleitet. Ich persönlich empfand diese Steuerungsart angenehmer für mich zu handhaben, aber das ist sicher von Gamer zu Gamer verschieden.

Steigt man in das erste Kapitel ein, in dem man Tim helfen muss, in ein Haus einzusteigen, werden einem in einem intuitiven In-Game-Tutorial alle nötigen Elemente beigebracht, die man benötigt, um die Level zu bestehen. So können Tim und auch Struppi bei Bedarf laufen statt gehen, und sich in gefährlichen Situationen langsam vortasten. Nebenbei sollten während jeder Mission Puzzleteile und Münzen eingesammelt werden, die später eingetauscht werden können.

Zur Grafik und den einzelnen Leveln gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: Sie werden immer wieder unterbrochen von animierten Dialogen, die zwar auf Englisch gesprochen, aber mit deutschen Untertiteln versehen sind. So weiß der Spieler gleich, was als nächstes zu tun ist. Bestimmte Gegenstände, die verwertet werden können, werden automatisch erleuchtet und können angetippt werden. Was auffällt, ist die wirklich unglaublich hochauflösende und fantastisch animierte Grafik, die ich bislang kaum in so einer detailreichen Form gesehen habe. Insbesondere Lichtspiele und -reflexe sorgen für eine tolle Spielatmosphäre und lassen den Spieler schon nach kurzer Zeit direkt ins Geschehen eintauchen.

Die Steuerung funktioniert sehr präzise, auch den kleinen Hund Struppi balanciert man so ohne Probleme durch Engstellen oder Labyrinthe, bei denen es gilt, nichts zu berühren. Diese Art von Geschicklichkeit macht einen großen Teil des Spiels aus: Immer wieder müssen kleine Rätsel taktisch klug oder bestimmte Parcours überwunden werden, ohne vom Gegner gesehen zu werden. Doch selbst wenn es einmal nicht so ganz geklappt hat, kann man die letzte Aktion beliebig oft wiederholen. Auch wird oft zwischengespeichert, so dass man beim nächsten Start des Spiels nicht wieder von vorn beginnen muss.

Einziges Manko, was gerade für unerfahrene oder jüngere Spieler von Bedeutung sein könnte: Es werden keine direkten Hinweise im Spiel gegeben, falls man doch einmal etwas übersehen haben sollte oder partout nicht weiß, was als nächstes zu tun ist. Aber allgemein ist der Schwierigkeitsgrad dieses Abenteuer-Spiels nicht allzu hoch angesiedelt, so dass auch Kinder sicher ihren Spass finden werden.

Kommentare 30 Antworten

  1. So toll das Spiel auch klingt, so sind über 5€ doch recht viel (für verwöhnte Appgefahren-User).

    Aber so wie ich Gameloft kenne hauen die spätestens an Weihnachten (wenn nicht schon an Halloween) wieder alle Apps für 0,79€ raus.

    1. Nun, an diesem Fakt sind Gameloft und auch EA letztlich selbst schuld. Wer einfach alles nach ein paar Monaten reduziert, wird irgendwann keine Spiele mehr zum vollem Preis verkaufen. Wobei Tim & Struppi ja momentan ganz gut zum Filmstart passen.

  2. Frage: Bedeutet die im Fazit gemachte Bemerkung „man kann das Spiel gänzlich ohne InApp-Käufe durchspielen“, dass es InApp-Käufe gibt, man sie aber nicht unbedingt braucht ODER das es in diesem Spiel überhaupt keine InApps gibt?! ;0)

    1. So ein schöner Comic und dann sowas…
      Egal hole ich das Heft noch mal aus der Kiste 🙂

      Und ich finde auch in diesen Artikel fehlt die gewisse „Neutralität“.

    2. ein bisschen faul kann man ja auch sein 😉

      also ich hab im appstore geschaut, bei der appvorstellung werden ja die in app käufe angezeigt … da ich diesen reiter nicht gefunden habe, schliesse ich in app käufe einfach mal aus 🙂

      1. Und ein bisschen vorschnell kann man auch sein… Ich habe keine Reiter im App-Store, es werden maximal die Top-InApp-Käufe angezeigt (aber auch nicht immer oder gar alle).

        (Und bevor wieder einer mit „aber klar gibt’s da und dort Reiter“ o.ä. kommt: Ich habe hier ein iPad 2 mit iOS 4.3 und da gibt’s das nicht!) ;0)

        1. ja tut mir leid. mir ist kein passendes wort eingefallen:

          also man kann da drauf klicken und dann sieht man die inapp käufe.

          und da es nicht so einen „button“ „link“ oder sonstwas gibts, denk ich mal auch, dass es keine gibt 🙂

    1. Auch wenn mir mangelnde Neutralität vorgeworfen wird – das Spiel ist einfach super, warum soll man da etwas anderes schreiben. 🙂 Werde mich heute bestimmt noch eine Weile weiter damit beschäftigen. Grafik und Story sind fantastisch, mir gefällts sehr.

  3. Ich liebe point and Click adventures und auch die Geschichten über Tim und Struppi. Anscheinend sind auch 5€ gerechtfertigt , trotzdem warte ich auf die Preisreduzierung. Weil die kommt bestimmt Heuer noch…

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