Am 25. August dieses Jahres hat Apple neue Mac minis und Mac Studios, teilweise mit M5- und M6-Chips präsentiert. Bei der Vorstellung des neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra ist Apple aber offenbar ein kleiner Fehler unterlaufen. In der ursprünglichen Pressemitteilung war von einer „SSD-Architektur der nächsten Generation auf Basis von PCIe Gen 6“ die Rede. Kurz nach der Veröffentlichung verschwand dieser Hinweis jedoch wieder aus dem Text. Übrig blieb lediglich die Aussage, dass die neue SSD-Architektur im Vergleich zur vorherigen Generation bis zu doppelt so hohe Speichergeschwindigkeiten ermöglicht.
Auf den ersten Blick könnte die Formulierung auf einen besonders großen Sprung bei der Speichertechnik hindeuten. Allerdings spricht einiges dafür, dass Apple PCIe 6.0 schlicht versehentlich in die Pressemitteilung aufgenommen hat. Der französische Blog MacGeneration bemerkte die Änderung und machte damit auf den offenbar nachträglich korrigierten Hinweis aufmerksam. Apple selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert.
MacBook Pro liefert einen wichtigen Hinweis

Besonders interessant ist der Blick auf die aktuellen MacBook-Pro-Modelle. Die 14- und 16-Zoll-Varianten mit M5 Max setzen ebenfalls auf SSDs mit PCIe 5.0. Apple bewirbt bei diesen Geräten ebenfalls bis zu doppelt so hohe SSD-Geschwindigkeiten gegenüber der vorherigen Generation. Das macht PCIe 5.0 auch beim neuen Mac Studio deutlich wahrscheinlicher als den deutlich moderneren PCIe-6.0-Standard.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Consumer-Rechner mit PCIe-6.0-SSDs sind bislang praktisch nicht am Markt angekommen. Der Standard ist vor allem im professionellen und Rechenzentrumsbereich relevant. Dass ausgerechnet Apples neuer Mac Studio als eines der ersten Consumer-Systeme mit PCIe 6.0 auftreten sollte, wäre daher eine ziemlich große Ansage gewesen und wäre vermutlich entsprechend prominent kommuniziert worden.
Der M5 Ultra ist zwar ein komplett neuer Chip und technisch noch einmal eine andere Liga, dennoch spricht derzeit wenig für PCIe 6.0. Wahrscheinlicher ist, dass auch das High-End-Modell auf PCIe 5.0 setzt. Dass Apple die entsprechende Passage seiner Pressemitteilung kurz nach der Veröffentlichung entfernt hat, passt jedenfalls ziemlich gut zu dieser Erklärung.
