Wer eine längere Reise mit Auto, Camper oder Wohnmobil plant, kennt das Problem: Die eigentliche Route ist schnell festgelegt, der Rest verteilt sich auf Notizen, PDFs, E-Mails, Kalender und irgendwelche Screenshots. Genau hier setzt Etappe – Dein Reisebegleiter (App Store-Link) an.
Die iOS-App versteht sich weniger als Navigations- oder Buchungsdienst, sondern als zentrale Ablage und Planungswerkzeug für die komplette Reise. Adressen, Buchungsnummern, Unterkünfte, Strecken, Aktivitäten, Belege und Dokumente sollen an einem Ort zusammenkommen. Dabei lässt sich eine Reise zunächst grob als Skizze anlegen und später Schritt für Schritt konkretisieren.
Interessant wird Etappe vor allem bei Reisen, die über den klassischen „Hotel buchen und losfahren“-Ansatz hinausgehen. Unterkünfte lassen sich mit Check-in, Check-out und Campingplatz-Informationen hinterlegen, Strecken können mit Auto, Fähre, Flug, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß geplant werden. Dazu kommen Kalender- und Tagesansichten, in denen sich Termine abhaken lassen. Für Wanderungen und Radtouren unterstützt die App GPX-Dateien, Höhenprofile und eine nach DAV-Formel berechnete Gehzeit. Wer unterwegs die tatsächlich gefahrene oder gelaufene Strecke aufzeichnen möchte, kann das ebenfalls direkt in Etappe erledigen.
Der eigentliche Kniff: Etappe denkt an den Papierkram

Der vielleicht ungewöhnlichste Teil der App steckt nicht in der Routenplanung, sondern in ihren Warnungen. Etappe soll rechtzeitig darauf hinweisen, wenn beispielsweise ein Reisepass vor dem Ende einer Reise abläuft oder für ein Land eine bestimmte Mindestgültigkeit erforderlich ist. Auch ETA und Visa, Vignetten, TÜV-Termine sowie Impfungen und Wurmkur-Fristen für Hunde können berücksichtigt werden. Personen, Haustiere und Fahrzeuge werden dafür als eigene Reiseteilnehmer angelegt, und das inklusive Ausweisen, EU-Heimtierausweis, Impfungen, Fahrzeugpapieren und Serviceinformationen.
Ist die Reise erst einmal gestartet, wechselt Etappe vom Planungs- in den Begleitmodus. Eine „Heute“-Ansicht zeigt anstehende Programmpunkte, während eine Kalenderansicht die gesamte Reise als Agenda oder Zeitstrahl darstellt. Dazu kommen Packlisten mit Vorlagen, ein Reisebudget mit Gegenüberstellung von geplant und ausgegeben sowie eine Währungsumrechnung. Belege und Dokumente lassen sich direkt in der App scannen. Nach der Reise wird aus dem digitalen Reiseordner auf Wunsch ein Tagebuch mit Fotos und Orten, das sich als PDF exportieren lässt. Eine Weltkarte unter „Wo ich schon war“ sammelt außerdem die bereits bereisten Länder.
Offline statt Cloud-Zwang

Beim Datenschutz verfolgt Etappe einen konsequenten Ansatz: Laut Entwickler Jan O. Portugall gibt es weder ein Benutzerkonto noch eigenen Server, Tracking oder Werbung. Die Reisedaten, Fotos und Dokumente liegen grundsätzlich auf dem Gerät; eine private iCloud-Synchronisierung zwischen iPhone und iPad ist optional. Die App soll deshalb auch ohne Internet funktionieren, was besonders praktisch für Flugzeug, Funkloch oder Reisen ohne Roaming ist. Lediglich Kartenmaterial und die optionale iCloud-Synchronisierung benötigen eine Verbindung. Zusätzlich lassen sich die eigenen Daten als Backup exportieren und wiederherstellen.
Auch beim Geschäftsmodell geht Etappe einen anderen Weg als viele aktuelle Reise-Apps. Die Anwendung ist zunächst kostenlos und lässt sich 14 Tage lang vollständig ausprobieren. Danach wird die Vollversion über einen einmaligen In-App-Kauf von 9,99 Euro freigeschaltet. Ein Abo gibt es nicht, ebenso wenig Werbung oder laufende Folgekosten. Wer nicht kauft, kann seine vorhandenen Reisen weiterhin lesen und exportieren, neue Einträge lassen sich dann allerdings nicht mehr anlegen oder bearbeiten. Etappe läuft auf iPhone und iPad ab iOS beziehungsweise iPadOS 17 und benötigt darüber hinaus rund 31 MB an freiem Speicherplatz. Weitere Informationen zu Etappe findet ihr auch auf der Website zur App.

Das klingt für mich als Camper sehr interessant. Schau ich mir in jedem Fall mal an…
Das Programm sieht echt interessant aus, um einen Urlaub zu planen.
Kurz mal Polarsteps angeschaut. Abo für fast 30,- / Jahr vs Einmalkauf 9,99. Datenschutz wird beim vorgestellten hier drauf geachtet, deutscher Entwickler vs Firma. Inhaltlich müsste man es dann vergleichen und prüfen was man benötigt.
Sorry – Antwort sollte zum nächsten Post
Sehe da jetzt keinen Vorteil gegenüber Polarsteps,
Kurz mal Polarsteps angeschaut. Abo für tast 30, – / Jahr vs Einmalkaut 9,99.
Datenschutz wird beim vorgestellten hier drauf geachtet, deutscher Entwickler vs Firma. Inhaltlich musste man es dann vergleichen und prüfen was man benötigt.
Endlich mal kein Abo