InvizBox Go: Kombination aus mobilem VPN-Router und Powerbank garantiert sicheres Surfen

Ihr seid auf Reisen, loggt euch in öffentliche und Hotel-WLANs ein, und wollt euch trotzdem sicher  im Internet bewegen? Dann kann die InvizBox Go von großer Hilfe sein.

InvizBox Go 1

Gerade in öffentlichen WLAN-Netzwerken, beispielsweise in Cafés, oder auch in oftmals eingeschränkten Hotel-Netzen macht man sich Gedanken über die eigene Sicherheit beim Surfen.  Aber auch zuhause im eigenen WiFi-Netzwerk kann es von Vorteil sein, einen VPN-Client zu verwenden, um anonym und ohne örtliche Beschränkungen im Internet zu browsen. Für solche Zwecke, egal ob mobil oder zuhause, eignet sich die InvizBox Go, die zu Preisen ab 119 Euro bei Amazon erhältlich ist. Je nach gewählter Ausstattung bzw. Dauer des VPN-Zugangs wird ein höherer Preis veranschlagt. Alternativ kann die Box auch auf der Website der Entwickler bestellt werden.

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Die InvizBox Go wird inklusive einer Neopren-Tasche und einem MicroUSB-Ladekabel geliefert und verfügt zudem auch über eine kleine Schnellstart-Anleitung, so dass man gleich problemlos ins Netz gehen kann. Neben ihrer Funktion als mobiler VPN-Client kann die nur etwa 13 x 7 x 1 cm große Box auch als WLAN-Extender und als mobile Powerbank mit einer Kapazität von 5.000 mAh (Input 1A, Output 1.5A) dienen. Ist die InvizBox Go einmal voll aufgeladen, kann sie bis zu 10 Stunden lang unabhängig von einer Stromquelle arbeiten und bietet somit gerade auf Reisen einen praktischen Schutz beim Surfen. 

Das Einrichten der InvizBox Go ist dank des vorgeladenen Geräts und der kleinen Schnellstart-Anleitung binnen weniger Minuten erledigt. Beim Aufrufen des Einrichtungs-Assistenten im Browser über einen Mac, ein iPhone oder iPad muss man mit dem von der InvizBox Go aktivierten WLAN-Hotspot verbunden sein. Während der Einrichtung wird dann das zu verwendende WiFi-Netz ausgewählt, optional das Passwort eingegeben, und die kleine Box startet neu. Verbindet man sich dann wieder mit dem Hotspot der InvizBox Go, verrichtet die Box im Hintergrund unauffällig ihre Dienste und bietet einen zwischengeschalteten VPN-Dienst, ohne dass irgendetwas installiert oder konfiguriert werden muss. Ich war bei meinen ersten Versuchen mit dem Testexemplar sehr positiv überrascht, wie schnell und einfach sich das kleine Gerät einrichten ließ.

AdBlocker lässt sich optional aktivieren

InvizBox Go 2

In der Administration der InvizBox Go, auf die ähnlich wie bei normalen WLAN-Routern auch über eine spezielle URL und einem Login im Browser zugegriffen werden kann, lässt sich dann der VPN-Service noch weiter konfigurieren oder auch auch in den WLAN-Extender-Modus wechseln. In letzterem ist es möglich, die InvizBox Go als WLAN-Repeater zu nutzen, um so die Reichweite eines bestehenden WLAN-Netzwerkes zu erweitern. Auch viele erweiterte Einstellungen finden sich dort, um das beste aus der Box herausholen und einige Präferenzen manuell konfigurieren zu können, sowie ein optionaler AdBlocker, der beim Surfen unerwünschte Werbung blockiert.

Der mit dem Kaufpreis integrierte VPN-Client lässt sich ebenfalls in der Administration weiter konfigurieren: So ist es beispielsweise möglich, eines von vielen Ländern auszuwählen, um so vorzugeben, man würde von diesem Standort aus surfen. Diese Funktion ist auch hilfreich, wenn man die InvizBox Go nutzen möchte, um beispielsweise Länder-Restriktionen beim TV-Streaming zu umgehen. Nicht in allen Fällen ist eine derartige Vorgehensweise jedoch legal – hier sollte man sich vorab informieren, was seitens der Sender oder des Streaming-Anbieters erlaubt ist.

Ein großes Manko hat aber die InvizBox Go weiterhin: Bisher ist der Otto-Normal-Nutzer auf den vom Hersteller integrierten VPN-Dienst angewiesen. Das Einrichten eines eigenen vorhandenen VPN-Services ist auf offiziellem Weg, beispielsweise über entsprechende Konfiguration in der Administrations-Ansicht, noch nicht vorgesehen. Laut eines Blog-Eintrages eines InvizBox-Mitarbeiters ist es generell möglich, eigene Services zu nutzen, allerdings wird dafür einiges an technischem Wissen vorausgesetzt. Ich persönlich würde mich an die dort beschriebene Anleitung nicht heranwagen. Laut Angaben der Produktentwickler soll die Möglichkeit, externe VPN-Clients mit der InvizBox Go nutzen zu können, in Zukunft implementiert werden, ein Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.


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Kommentare 14 Antworten

  1. Bei den Amazon Bewertungen und dem Preis für den VPN Zugang (von dem keiner die Durchsatzraten kennt) muss mir mal einer erklären warum ich nun auch noch so eine Box brauchen soll und nicht zenmate (keine Enpfehlung sondern Bepiel) und Konsorten weiter nutzen soll(te).

  2. Naja, oder einfach ein VPN Connect direkt vom mobilen Gerät auf din heimischen Router und darüber socher surfen… ganz ohne Kosten, Fremdanbieter und extra Hardware.

  3. Ich verstehe bis heute nicht, wieso ich bei meinem iPhone für bestimmte WLAN-Verbindungen nicht verpflichtend eine VPN-Verbindung einstellen kann. Das wäre ein spürbarer Sicherheitsgewinn.
    Kann doch nicht sein, das Apple nicht auf diese Idee kommt.

      1. @kaixx: Sehr interessant. Könntest Du das freundlicherweise näher erläutern bzw. auf einen Link verweisen? Ich möchte, dass bei allen WLANs außer bei meinem heimischen grundsätzlich immer automatisch VPN aufgebaut wird. Das soll auch im Sperrbildschirm bestehen bleiben. Kann man das auch über ein Konfigurationsprofil vorgeben?
        Danke und Gruß, zeroG

        1. Die VPN-Verbindung bleibt zwar nicht im Sperrbildschirm bestehen, das wäre auch schlecht für den Akku, aber das iPhone baut automatisch vor jeder Datenübertragung die VPN-Verbindung automatisch (erneut) auf. Man kann im Konfigurationsprofil festlegen für welche Domainnamen oder WLAN-Netzwerke eine VPN-Verbindung aufgebaut (oder getrennt) werden soll. Such einfach mal nach „VPN on Demand iPhone“ bei Google. Die ersten Suchergebnisse müssten dir schon einen guten Einstieg geben. Denn je nach VPN-Typ kann das Konfigurationsprofil etwas anders aussehen. Ich kann dir bei pastebin ein Konfigurationsprofil hochladen, das eine VPN-Verbindung zur FritzBox aufbaut. Gib mir einfach Bescheid. Ich kann dir auch die Befehle schicken, mit dem du das Konfigurationsprofil mit einem eigenen S/MIME Zertifikat signieren kannst…

          1. @kaixx: Vielen Dank für Deine Infos. Ich habe gestern nach Deinem ersten Beitrag gegoogelt und bin bereits auf den Apple Configurator gekommen. Damit werde ich jetzt etwas rumspielen.
            Dass es wegen des Akkus ist, habe ich mir schon gedacht. Dennoch, meine Sicherheit ist mir wichtiger als dass der Akku geschont wird. Wenn ich über ein WLAN surfe, das nicht „mir gehört“, möchte ich dass keine Chance besteht, dass Daten unverschlüsselt fließen. Also Verschlüsselung bereits auf Layer 3, egal wie gut oder wie schlecht irgendwelche Apps auf Layer 7 pfuschen. Dafür wäre es ja ausreichend, dass die VPN vor jeder Übertragung aufgebaut wird, selbst wenn im Lockscreen das zwischenzeitlich wieder abgebaut wird.
            Ich nutze nun schon seit vielen Jahren das Fritz-VPN, davor viele Jahre lang PPTP (ebenfalls zu mir nach Hause).
            Ich möchte jedoch in meinem Konfigurationsprofil eine Wildcard-Definition für WLANs, ich hoffe das geht. Ich möchte also nicht alle WLANs benennen müssen, bei denen iOS eine VPN aufbauen soll, das wäre für öffentliche Hotspots unbrauchbar. Ich möchte, dass iOS für „alle außer das benannte WLAN“ VPN aufbaut.
            Interessanterweise will die Connect-App der Telekom genau das tun, aber es funktioniert nicht (abgesehen davon dass mit dieser VPN-Endpoint nicht gehört). Es rödelt ewig, aber es kommt keine VPN zustande.

          2. Wie bereits geschrieben, iOS baut vor jeder Datenverbindung die VPN-Verbindung auf. Es fließen also keine Daten am VPN vorbei, auch wenn der Lockscreen zwischenzeitlich angezeigt wird. Und du musst auch nicht jedes WLAN benennen. Im Gegenteil, du gibst einfach die WLAN-Netzwerke an, für die keine Verbindung aufgebaut werden soll. Ich würde dir aber empfehlen, nur für die Grundkonfiguration den Apple Configurator zu verwenden, weil darüber nicht alle Einstellungen möglich sind. Hier findest du übrigens die komplette Dokumentation von Apple zur Funktion „VPN on Demand“:

            https://developer.apple.com/enterprise/documentation/Configuration-Profile-Reference.pdf

          3. @kaixx: Vielen Dank, sehr hilfreich!
            Doch, genauso möchte ich es haben, wie Du geschrieben hast, wir meinen das Gleiche. Ich gebe die WLANs an, für die KEIN VPN aufgebaut werden muss.
            Der Key „SSIDMatch“ unter den OnDemandRules sieht aus als wenn es dafür brauchbar sei.
            Nochmals danke ??

    1. @joerg: Das wünsche ich mir seit Jahren. Das will aber Apple aus irgendeinem Grund nicht, zumindest nicht mit Bordmitteln. Mehr noch: eine manuell aufgebaute VPN wird getrennt, sobald der Sperrbildschirm angeht. D. h., ist man in einem unsicheren WLAN und hat zum eigenen Schutz VPN angemacht, muss man ständig aufpassen, dass der Bildschirm nicht ausgeht. Das saugt.

      1. @zeroG: Ja, und beim persönlichen Hotspot (z.B. iPhone—>iPad) ist es der gleiche Rotz?.
        Und alle, die das jetzt mit das jetzt mit dem „Schonen des Akkus“ o.Ä. begründen wollen lasse ich nicht gelten. Beim Thema Akku hat Apple sich schon lange nicht mehr stark gemacht und verbaut Batterien, die täglich ans Netz gehängt werden müssen, auch bei geringem Gebrauch der Geräte. Zudem bin ich ja mündig und nicht von gestern (Fremdwörter bei Apple) und weiss, was ein mobiler Hotspot bei der Batterie bewirkt?.

        1. @Danko: Das mit dem Akku lässt sich nicht einfach so wegwischen oder als Verschwörungstheorie abtun. Da ist was dran. Je nachdem, welches Verfahren eingesetzt wird (es gibt Hunderte), kann Verschlüsselung ziemlich viel Rechenkraft kosten. Manche Router und APs haben für Verschlüsselung einen dedizierten Chip, der das übernimmt. Trotzdem ist die Zahl der gleichzeitig möglichen Verbindungen begrenzt, weil so ein Prozessörchen da ganz schön ins Schwitzen kommt. Da brauchts schon einen richtigen VPN-Concentrator für viele gleichzeitige und trotzdem stabile VPNs.
          Lass Dich von den blökenden Applehassern hier nicht beeinflussen, Apple macht nichts extra um seine User zu ärgern, das ist naives Kindergartendenken. Ja, Apple trifft viele Entscheidungen für und im Sinne seiner Nutzer und die meisten davon sind richtig, sonst wäre Apple nicht so erfolgreich.
          Ich muss bspw. nur alle 2 Tage mein iPhone laden, und das trotz WLAN, permanenter Bluetooth-Verbindung und ordentlich GPS-Nutzung.

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