iTunes: Stellt Apple die Multimedia-Verwaltungs-App auf dem Mac ein?

Schon mit macOS 10.15 könnte es soweit sein.

Zuallererst eine Frage in die Runde: Wer von euch nutzt eigentlich noch iTunes auf dem Mac? Ich jedenfalls habe mich schon seit längerem so gut wie komplett von der Multimedia-Verwaltung unter macOS verabschiedet. Das monströse Ungetüm von iTunes, das massiv Speicherplatz und Ressourcen auf dem Mac verschwendet, soll eventuell schon bald der Vergangenheit angehören.

Medienberichten zufolge, unter anderem von Giga, soll sich Apple „schon beim kommenden Systemupdate auf macOS 10.15 von der universellen Multimedia-Verwaltungssoftware auf dem Mac verabschieden“. Giga bezieht sich dabei auf den oft sehr gut informierten Entwickler Steve Troughton-Smith, der jüngst über Twitter verlauten ließ, dass er Hinweise auf separate, sogenannte „Marzipan“-Apps gefunden habe, die iTunes ersetzen könnten.

Die als „Marzipan“-Apps bezeichneten Anwendungen sollen sich in Zukunft universell sowohl von macOS, als auch von iOS nutzen lassen. Mit einem Ende von iTunes könnte Apple einzelne Apps für Musik, Bücher, Podcasts und Apps anbieten, ähnlich, wie man es jetzt schon auf iPhone und iPad kennt – und iTunes wäre komplett überflüssig.

Release von macOS 10.15 voraussichtlich im Herbst

Dieser Schritt wäre lobenswert, schließlich hat Apple in den letzten Jahren vergeblich versucht, die Verwaltungs-Software zu verschlanken und übersichtlicher zu gestalten, beispielsweise mit dem Verzicht der App-Verwaltung für iPhone und iPad in den neueren Versionen. Die beiden letztgenannten Geräte lassen sich aber auch mittlerweile gänzlich ohne iTunes wiederherstellen und Backups in der iCloud sichern. Mit einem Release von macOS 10.15 ist wohl in diesem Herbst zu rechnen, eine erste Beta-Version wird aller Voraussicht nach mit der WWDC-Konferenz im Juni präsentiert werden – dann werden wir mehr wissen.

Der Entwickler Troughton-Smith lässt aber kein einziges Wort über die Windows-Version von iTunes verlauten. Ob sich Nutzer des Microsoft-Systems weiter mit Apples aufgeblähter Software herumschlagen müssen, bleibt daher fraglich. Wer eine Verwaltungs-App für iPhone und Co. nicht missen möchte, kann dann wohl auch weiterhin auf weitaus schlankere und praktischere Apps wie iMazing zurückgreifen.

Kommentare 21 Antworten

      1. Warum sollte ein gut gepflegte Software kostenlos sein? iMazing2 kostet 40 EUR, es werden dauernd Updates nachgeschoben, sobald sich etwas ändert. Der Hersteller macht also sein Geschäft.
        Oder arbeitest Du auch ohne Lohn?
        iMazing anschauen und 30 Tage testen, es kann sehr viel mehr, als iTunes. Und wenn man etwas schaut, ist es auch mal bei einem Bundle dabei.

  1. Mel: Ich jedenfalls habe mich schon seit längerem so gut wie komplett von der Multimedia-Verwaltung unter macOS verabschiedet.

    Für welche Situationen nutzt du es noch? Dies fehlt mir im Artikel…

    Ich persönlich nutze es seit Einführung von iCloud nicht mehr. Habe iTunes immer gehasst, aber wenn man es versteht, ist es ganz praktisch. Ich habe damit immer Klingeltöne erstellt. Schade ist, keine aktuellen Klingeltöne, beispielsweise aus den Charts, im Store downloaden zu können. Die angebotenen Töne gefallen mir nur bedingt 🙂

    Ein gutes Bergfest @all!!

  2. Ich benötige iTunes eigentlich nur für die Verwaltung vom iPhone. Mal schnell ein lokales Backup anlegen ist schon praktisch. Solange Apple dafür eine Lösung hat, werde ich nichts vermissen obwohl ich iTunes in der älteren Version mit der übersichtlichen Seitenleiste immer mochte.

  3. Für Unternehmen, die aufgrund der DS-GVO und anderer Compliance Anforderungen, die iCloud meiden, wäre es sehr unschön. Dann ist der Schwenk zur Drittsoftware unerlässlich, schade 😪

  4. Ich nutze es für Backups. Und App Aktualisierungen, wenn ich diese für mehrere Geräte brauche. Vor allem, wenn es große Update Dateien sind.
    Mein DSL ist nicht schnell, da bietet die Variante einfach den besseren Vorteil.
    Oder mal eben eine Album CD einlesen und aufs iPhone übertragen. Finde ich praktisch.
    iCloud nutze ich fast gar nicht.

  5. Ich nutze iCloud gar nicht und mache natürlich Backups über iTunes. Wenn es zukünftig andere Möglichkeiten gibt ohne iCloud klarzukommen, werde ich mich damit arrangieren..

  6. Ich nutze iTunes für Windows (meine iDevices) und iTunes für den Mac (das iPhone meiner Frau) immer noch in der Version 12.6.x für die Musik- und Appverwaltung. Und ich nutze es oft und viel. Für mich ist iTunes auch nicht monströs. Dagegen kann ich mit iMazing so gar nichts anfangen.

  7. Entscheidend sind die Funktionen, die derzeit nur iTunes hat. Offline-Backups (Cloud Backups sind ggf. bei Company-Geräten verboten!), Match, Dateiexport von CDs, Import von eigener Musik, usw. usw.

    Eine Aufteilung in einzelne Apps wäre nicht das Problem. Aber ein ersatzloses Abschaffen der „besonderen Funktionen“ von iTunes schon.

  8. Nachschlag: Und: Wenn die Ersatzapps dann wie die Fotos-App nur ein Schatten ihres Vorgängers (Aperture) sind, sollen sie’s lieber gleich lassen. Dutzende von Features im Namen der Einfachheit weggelassen und dann Jahre brauchen, um nur wenige davon wieder zu bringen. Ich nutze seit dem wieder Lightroom zu Fotoverwaltung und Fotos nur für’s schnelle Fotos anschauen zwischendurch.

  9. Nachschlag: Wenn die Ersatzapps dann wie die Fotos-App nur ein Schatten ihres Vorgängers (dort Aperture) sind, sollen sie’s lieber gleich lassen. Dutzende von Features im Namen der Einfachheit weggelassen und dann Jahre brauchen, um nur wenige davon wieder zu bringen. Ich nutze deshalb wieder Lightroom zu Fotoverwaltung und Fotos nur für’s schnelle Fotos anschauen zwischendurch. Hat natürlich auch den Vorteil, das ich die Fotobibliothek ggf. auch wieder auf Windows verwalten kann…

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