Jawbone UP24: Aktualisierte Variante des Fitness-Bands mit Bluetooth-Synchronisierung

Es ist schon einige Zeit her, dass wir euch das Jawbone UP, ein Fitness-Band, näher vorgestellt haben. Nun hat das Unternehmen das Jawbone UP24 herausgebracht.

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Das Jawbone UP ist bereits seit einiger Zeit am deutschen Markt erhältlich, und hat im Laufe der Zeit einiges an Kritik einstecken müssen. So beklagten viele Nutzer die kurze Lebensdauer des Fitnessbands, das in vielen Fällen schon nach einigen Monaten oder gar Wochen vollständig seinen Dienst versagte. Auch ich musste mein erstes Testmodell, das mir von der deutschen Marketingagentur Jawbones zur Verfügung gestellt wurde, zweimalig tauschen lassen. Mein drittes Exemplar hält mir mittlerweile allerdings seit einigen Monaten die Treue und wurde kürzlich durch die aktualisierte Version des UP ersetzt, das der Hersteller Jawbone mit UP24 betitelt.

Ein großer Minuspunkt des Vorgängermodells war die umständliche Synchronisierung, die manuell über einen integrierten 3,5 mm-Klinkenanschluss über die Kopfhörerbuchse und der dazugehörigen UP-App (App Store-Link) zu erfolgen hatte. Mit dem UP24 ist dieses mühselige Unterfangen nun Vergangenheit: Das Fitness-Band lässt sich, wie viele andere Konkurrenten auch, drahtlos per Bluetooth-Verbindung mit der iPhone-App synchronisieren. Erhältlich ist das UP24 seit einigen Wochen auch in Deutschland, und kann unter anderem bei Amazon in drei verschiedenen Größen und zwei Farben (schwarz und orange-rot) zum Preis von 149,00 Euro (Amazon-Link) erstanden werden.

Uns liegt seit geraumer Zeit ein Jawbone UP24 in schwarz/M vor, das wir bereits testen konnten. Rein äußerlich unterscheidet sich das neue Modell nur durch kleine Details von seinem Vorgänger: Statt des ansonsten üblichen Zickzack-Musters auf der Oberfläche des Bands kommen nun geschwungene, wellenartige Strukturen zum Vorschein, ebenso wie ein leicht abgeänderter silberner Button zum Wechseln der Aktionsmodi. Dieser hat meinem Empfinden nach nun einen weitaus besseren Druckpunkt.

Jawbone UP24: Nur kleine Veränderungen

Ebenfalls verändert zeigt sich der unter einer Kappe verschlossene Adapter zum Aufladen des UP24: Statt des vorherig üblichen 3,5 mm-Klinkenadapters findet sich jetzt ein 2,5 mm-Stecker, der sich auf diese Art und Weise nicht mehr zum manuellen Synchronisieren über den Klinkenstecker des iPhones verwenden lässt. Auch das kleine Ladekabel des UP24 wurde nun noch weiter verkürzt und optisch etwas abgerundet. Warum man den 3,5 mm-Klinkenstecker nicht beibehalten hat, damit Besitzer eines Vorgängermodells beide Bänder mit demselben Kabel laden können, bleibt fraglich. Ein kompletter Ladevorgang des UP24 nimmt trotzdem weiterhin etwa 80-90 Minuten in Anspruch. Je nach Häufigkeit der Synchronisation, die weiterhin auf Abruf oder über eine ständige Bluetooth-Verbindung in Echtzeit erfolgen kann, hält der integrierte Akku etwa 7 Tage.

Natürlich unterstützt auch das Jawbone UP24 alle Funktionen, die das Vorgängermodell bereits bereitgestellt hat, darunter die Aufzeichnung des Schlafes, die täglich absolvierten Schritte, aktive und inaktive Phasen, sportliche Aktivitäten sowie einen Kaloriencoach für die Nahrungsaufnahme. Den ausführlichen Test dazu könnt ihr nochmals nachlesen. Die größte Neuerung des UP24 ist die Bluetooth-Synchronisierung, die über Bluetooth Smart erfolgt und aufgrund der hardware-technischen Anforderungen nur mit Geräten ab dem iPhone 4S, dem iPod Touch der 5. Generation, dem iPad 3 und dem iPad mini kompatibel ist. Ältere iDevices wie das iPhone 3GS oder 4 werden nur noch vom Jawbone UP unterstützt.

Die Integration des Jawbone UP24 in die heruntergeladene UP-App ist denkbar einfach. In meinem Fall war bereits das „alte“ UP-Band angemeldet, so dass ich das UP24 nur als neues Band anmelden musste. Ganz neue Nutzer müssen sich vorher ein User-Konto erstellen und das Fitness-Band einrichten. In der Vergangenheit hatte es des öfteren Diskussionen über den Datenschutz und die erhobenen Daten des Up-Bandes gegeben. Vor der Verwendung eines solchen Bandes sollte man sich daher im klaren sein, dass sämtliche Daten zum Nutzer, samt Schlafaktivitäten, Schrittzahlen, sportlichen Aktivitäten und wahlweise auch Mahlzeiten, auf den Server von Jawbone geladen werden. Wer sich mit diesem Schritt nicht arrangieren kann, sollte daher ein solches Produkt nicht kaufen.

Einfache Synchronisation, aber weiterhin nicht wasserfest

Um den Akku des UP24 nicht zusätzlich zu belasten, habe ich mich dazu entschieden, keine ständige Bluetooth-Verbindung zwischen dem Band und meinem iPhone 5s aufrecht zu erhalten. Zwar profitiert der Nutzer damit von Echtzeit-Informationen, die von zusätzlichen Push-Benachrichtigungen untermalt werden können, beispielsweise zum Status des erreichten Tagesziels, aber waren für mich zuviel des Ganzen. Nichts desto trotz funktioniert die Synchronisation zwischen iPhone und dem UP24-Band mehr als problemlos, sobald es einmalig zu Beginn eingerichtet und alle Einstellungen übernommen worden sind. Man aktiviert Bluetooth in den Einstellungen, startet die UP-App, und alle zwischenzeitlich angefallenen Daten werden binnen weniger Sekunden übertragen. Dabei muss weder ein Knopf auf dem UP24 gedrückt, noch die Bluetooth-Verbindung manuell gekoppelt werden. Unkomplizierter geht es kaum.

Trotz dieser Produktpflege haben es die Macher von Jawbone allerdings immer noch versäumt, das UP24-Band endlich komplett wasserfest zu machen. Nach meinen Erfahrungen mit dem Vorgänger wird sowohl das alte UP als auch das neue UP24-Band vor jedem Duschvorgang oder vor dem Schwimmen abgenommen. Während das alte UP-Band anfangs sogar in der Produktinfo noch vollmundig mit „übersteht mehr als 1.000 Duschvorgänge“ beschrieben wurde, ist diese Bezeichnung mittlerweile einem vorsichtigen „spritzwasserfest, aber tauche es nicht unter – übermäßiges Biegen vermeiden“ gewichen. Ich bin gespannt, ob das UP24 längere Lebenszyklen aufweist als sein Vorgänger. Ein komplett wasserfestes Fitnessband werden wir in Kürze mit dem neu am Markt erhältlichen Garmin Vivofit vorstellen.

Kommentare 8 Antworten

  1. Sagt mal habt ihr auch Probleme das alte UP zu synchronisieren? Man soll sich jetzt neu anmelden und dann sagt er immer wieder Email nicht registriert. Super muss man sich jetzt neu registrieren und dann sind alle Daten weg? Habt Ihr auch Probleme? Wie komme ich wieder rein???

    1. Ich musste mich vor kurzem auch einmalig neu anmelden. Vielleicht haben sie aufgrund des Heartbleed-Bugs alle User automatisch ausgeloggt. Mit meinen registrierten Daten konnte ich mich aber problemlos wieder neu einloggen. Alle Daten waren noch vorhanden.
      Hast du die App evtl. mal neu installiert?

  2. Eigentlich ist das Ding eine ganz witzige Erfindung 🙂 Wenn es denn funktioniert !!! Soweit es denn auch richtige Messungen vornimmt, konnte ich tatsächlich viel über mich erfahren.
    Habe es mir in einem Moment, des für mich gutes zu tun, im Dezember 2013 gekauft. Bis im Februar hinein auch funktioniert, dann erste Einschränkung, aber noch gemessen, dann seit März geht nichts mehr. Support in Deutsch kaum zu erreichen, Antwort fast nur in Englisch ( meine Kenntnisse reichten dafür leider nicht) und nun frustriert das ganze Band mit Zubehör zurück zum Saturn u. die haben nun die Versendung u. Auftragsweitergabe übernommen.
    Nun mal abwarten was passiert u. ob es nur repariert oder ausgetauscht zurück kommt.
    Ich denke nach dieser Erfahrung würde ich trotz meiner Neugier so schnell keins wieder kaufen.
    Aber das muss jeder für sich entscheiden!! 🙂
    G. L. G. an alle neugierigen Technik- u. Applefans. W. Bremer

    1. Ja, das habe ich auch in verschiedenen Kanälen mitbekommen, dass der Jawbone-Support nicht ganz hilfreich sein soll. Vorformulierte Textbausteine „Umtausch oder Geld zurück“, aber keine ernsthafte Beschäftigung mit einem offensichtlichen Problem.
      Viele User bemängeln die limitierte Haltbarkeit des UPs – und wie gesagt, ich bin mittlerweile auch schon beim dritten Band.

      Hast du das UP mit unter die Dusche genommen oder es des öfteren verdreht? Das sollen zwei der Hauptgründe sein, warum das Ding schnell seinen Geist aufgibt. Schade, dass man bei einem „24/7“ oder „Always On“-Produkt trotzdem so auf eine vorsichtige Nutzung achten muss…

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