Kiwix: Kostenlose App lädt die gesamte Wikipedia offline aufs iPhone oder iPad

Ihr habt noch freien Speicherplatz auf eurem Gerät und seid wissenshungrig?

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Dann können wir euch mit der Gratis-App Kiwix (App Store-Link) vertraut machen, die es Nutzern nach dem Download ermöglicht, die Textversionen verschiedener Wikipedia-Gesamtwerke in mehreren Sprachen auf dem iPhone oder iPad zu speichern. So können die Artikel des großen community-basierten Nachschlagewerks auch problemlos offline aufgerufen werden. 

Der Download von Kiwix selbst ist nur etwa 60 MB groß und erfordert zur Installation außerdem iOS 10.0 oder neuer auf dem Apple-Gerät. Das Interface ist bisher leider nur in englischer Sprache vorhanden, allerdings lassen sich aus einer umfassenden Bibliothek mit Wikipedia-, Wikiquote-, Wikibooks-, Wikiversity- und weiteren Einträgen Sammlungen in verschiedensten Sprachen herunterladen. Über das Antippen der Weltkugel am oberen rechten Bildschirmrand kann die Sprachauswahl, für die die Ergebnisse angezeigt werden sollen, festgelegt werden.

Deutsche Wikipedia benötigt etwa 11,4 GB auf dem Gerät

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Hat man die passenden Einträge gefunden – die gesamte deutschsprachige Wikipedia ohne Bildmaterial nimmt beispielsweise etwa 11,4 GB an freiem Speicherplatz auf dem iDevice ein – kann direkt ein kostenloser Download gestartet und danach direkt aus der App heraus auf die Enzyklopädie zugegriffen werden. Sind Verlinkungen vorhanden, die zu nicht geladenen Quellen führen, bietet Kiwix an, diese im Browser zu öffnen, dann allerdings mit notwendiger Internetverbindung.

Gerade auf Reisen oder bei Auslandsaufenthalten ist der vorherige Download einer relevanten Enzyklopädie sinnvoll, um kein unnötiges Datenvolumen zu verschwenden. Das Layout von Kiwix kommt allerdings leider nicht an die bei mir aktuell favorisierte Wikipedia-Anwendung V for Wikipedia (App Store-Link) heran, die allerdings auch mit 6,99 Euro im App Store bezahlt werden muss und auf eine aktive Internetverbindung setzt.

Kiwix
Kiwix
Entwickler: Wikimedia CH
Preis: Kostenlos

Kommentare 5 Antworten

  1. Rein temporäre, kurzfristige Anwendungsfälle sind auch schon die einzig sinnvollen, denn die Wikipedia lebt ja von der Flexibilität und dem ständigen Verbessern und Aktualisieren, insofern ist eine Offline-Version bei aktuellen Themen nicht sinnvoll.
    Interessant wäre in einer Offline-App eine Aktualisierungs-Funktion, mit der man von Zeit zu Zeit (zB wenn man wieder mal W-LAN hat) ausschließlich die inzwischen veränderten Inhalte nachladen kann.

    60MB find ich eigentlich relativ viel für do eine App…

  2. So eine App kommt der Wikipedia teuer zu stehen!
    Der Traffic mit mind. 11 GB pro Client steht in keinem Verhältnis dazu, dass man vielleicht ein paar mal offline auf die Wikipedia zugreifen will. Mal davon abgesehen, dass der Artikel dann vermutlich nicht mal aktuell ist.
    (Daten-)Traffic ist teuer und Wikipedia ruft nicht umsonst regelmäßig zu Spenden auf. Wenn man einen Artikel online aufruft, entsteht vielleicht Traffic im kByte-Bereich. Die ganze Wikipedia herunterzuladen entspricht dann mind. 100.000, vielleicht sogar 1.000.000, einzelnen Seitenaufrufen.
    Ich rate im Sinne von Wikipedia vom Download ab.

  3. Ich kann die App absolut empfehlen, da es die einzige mir bekannte App ist, die noch gepflegt wird und offline Wikipedia anbietet. Dazu noch kostenlos.

    Klar, der Hipster, der sich überwiegend in der Großstadt bewegt, ist mir der Webseite oder der offiziellen App besser bedient, da er ja online ist und somit den jeweils aktuellen Stand des Artikels on the fingertip hat.

    Wer sich aber öfter in Gegenden bewegt, in denen auch die Telekom kein Netz mehr anbieten kann, der freut sich, wenn er bei Bedarf auch dann noch etwas nachschlagen kann. Optional sogar in der Landessprache in dem man sich befindet.

    Ich hoffe eine solche App gibt es noch sehr lange und empfehle daher ausdrücklich den Download, die Nutzung und die Weiterempfehlung.

    PS: Auch Naviapps mit Offlinekarten etc habe ich trotz Telekom nach wie vor auf dem iPhone. Für mich ergeben sich auch in 2018 dafür noch regelmäßig Anwendungsfälle.

    Danke daher für den Artikel mir dem Hinweis auf Kiwi. Ich bin eher per Zufall auf die App gestoßen.

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