LastPass: Passwort-Manager limitiert Zugriff für Gratis-Nutzer

Nur noch auf einem Gerätetyp nutzbar

Neben Apples eigenem iCloud-Schlüsselbund zum Verwalten und Speichern von Passwörtern gibt es auch zahlreiche Angebote von Drittanbietern im App Store, die es ermöglichen, Logins, Passwörter, Kreditkarten, Serverdaten und weiteres in einer App zu sammeln und zu organisieren. Neben 1Password und Dashlane ist auch LastPass (App Store-Link) eine der bekannteren Lösungen dieser Art.

LastPass lässt sich kostenlos auf iPhones, iPads und den Mac herunterladen und benötigt unter iOS neben knapp 170 MB an freiem Speicherplatz auch iOS 12.0 oder bzw. watchOS 2.2 oder neuer auf den Geräten. Auch eine deutsche Lokalisierung ist vorhanden. Möchte man LastPass mit allen Premium-Features verwenden, fällt ein monatlicher Abopreis von derzeit 2,90 Euro bei Buchung über die Website der Entwickler an. Im App Store ist das Jahres-Abonnement zum Preis von 37,99 Euro erhältlich.


Wie das Team von LastPass nun in einem Blogeintrag mitteilt, plant man ab dem 16. März dieses Jahres den Zugang für Gratis-Nutzer des Passwort-Managers einzuschränken. Ab diesem Zeitpunkt können Nutzer ohne Premium-Account die App nur noch auf einem Gerätetyp nutzen, entweder auf einem (Desktop-)Computer (inkl. Webversion im Browser) oder auf mobilen Geräten. Damit ist eine übergreifende Verwendung von LastPass, beispielsweise auf einem iPhone und einem MacBook, nicht mehr möglich. Eine Nutzung auf iPhone, iPad und der Apple Watch als mobile Geräte ist allerdings kein Problem. Wer ab dem 16. März 2021 LastPass sowohl auf mobilen, als auch auf Desktop-Geräten verwenden will, ist auf das oben bereits erwähnte Premium-Abo angewiesen.

Kein E-Mail-Support mehr für Gratis-User

Die Umstellung auf das neue Modell erfolgt ab dem 16. März 2021 über einen Login und das Festlegen des aktiven Gerätetyps. Das erste Gerät, auf dem sich der Gratis-User einloggt, wird als aktiver Gerätetyp festgelegt. LastPass erklärt dazu:

“Als Gratis-Nutzer wird bei Ihrer ersten Anmeldung am oder nach dem 16. März Ihr aktiver Gerätetyp festgelegt. Sie haben drei Gelegenheiten, Ihren aktiven Gerätetyp zu wechseln, um herauszufinden, was für Sie richtig ist. Bitte beachten Sie, dass alle Ihre Geräte automatisch synchronisiert werden, so dass Sie nie den Zugriff auf alles, was in Ihrem Tresor gespeichert ist, verlieren oder aus Ihrem Konto ausgesperrt werden, unabhängig davon, ob Sie einen Computer oder mobile Geräte für den Zugriff auf LastPass verwenden.“

Auch der Support für Gratis-User wird eingeschränkt werden: LastPass plant, ab dem 17. Mai dieses Jahres keinen E-Mail-Support mehr für Nutzer der kostenlosen Version anzubieten. Dieser bleibt dann nur Premium- und Familien-Kunden vorbehalten. Free-User können laut LastPass weiterhin auf das Support Center und die LastPass Community zugreifen. Die Entwickler betonen diese Schritte mit einer wachsenden Gemeinschaft und einer Anpassung des eigenen Angebots, „um mit der sich ständig weiterentwickelnden digitalen Welt Schritt zu halten.“

‎LastPass Passwort-Manager
‎LastPass Passwort-Manager
Entwickler: LogMeIn, Inc.
Preis: Kostenlos+

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Kommentare 13 Antworten

  1. Alles gut und schön. LastPass war jetzt jahrelang mein Begleiter. Aber ein Abo kommt mit nicht ins Haus. Ende.
    So weh es tut, Einmalkauf ging früher auch. Ich lass mich nicht Melken.
    Wie gut das soeben iCloud Passwörter auf Chrome Erschienen ist. Und Siehe da….Ersatz ist schon gefunden

  2. Da ich komplett mit allen Geräten in der Apple Welt bin habe ich schon beim Abowahn von 1Password meine ganzen Passwörter in die Cloud geschaufelt.
    Komischerweise konnte man bisher als Firma auch ohne den Kunden mit einem Abo zu melken überleben. Habe auf die ganze Abosche… keinen Bock und kommt mir nicht ins Haus oder ebend auf ein Gerät.

  3. Auch nett einfach mal die Leitung zu kappen…
    Ich nutze seit Jahren iPin auf allen Geräten und bin damit sehr sehr zufrieden.
    Einmalkauf und fertig.

  4. Ich nutze seit einigen Jahren KyPass. Kein Abo, sondern Einmalzahlung. Mittlerweile 8 Euro, würde ich aber gegenüber einem Abo allemal vorziehen.

    Was ich sonst bei keiner anderen Passwortmanager-App gefunden habe, ist die Integration in Mobile Safari. Man kann also per Menüeintrag(!) direkt aus dem Browser heraus auf die Datenbank zugreifen und Nutzername/Passwort einfügen lassen.

  5. Ich nutze schon seit Jahren KeePass auf meinem Windows-PC, auf dem iDevice Anfangs MiniKeePass und seit letztem Jahr KeePass Touch. Alles kostenlos, alles synchron (ok, da Synchronisierung nicht über eine Cloud sondern per NAS etwas umständlich, aber kein Hexenwerk und m.M.n. sicherer).
    Bin sehr zufrieden.

  6. Schade, dass man nun zu einem Abo gezwungen wird. Dadurch werde ich mir eine Alternative suchen müssen, die Windows-PC und iOS-Geräte synchron hält.

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