LibreOffice: Microsoft Office-Alternative erscheint im Mac App Store

TDF verlangt Kaufpreis von 8,99 Euro

Wer im Alltag mit Textverarbeitung, Tabellen und Präsentationen zu tun hat, kann auf Apples hauseigene Suite iWork mit Pages, Numbers und Keynote setzen. Für viele Anwendungszwecke reicht das absolut aus. Alternativ gibt es mit Microsoft Office einen Klassiker, der Standards gesetzt hat, aber auch mit jährlichen Abokosten verbunden ist.

Eine weitere Alternative ist seit Jahren LibreOffice, das ebenfalls eine Office-Suite mit Open Source-Ansatz ist. Enthalten sind in LibreOffice die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, die Präsentations-App Impress, Draw für Vektorgrafiken und Flowcharts, Base für Datensätze und Math für Formeln. Grundsätzlich ist LibreOffice für Privatanwender kostenlos – im Mac App Store ist LibreOffice (Mac App Store) allerdings nun zum Preis von 8,99 Euro erschienen.


Bisher wurde LibreOffice von Collabora im Mac App Store veröffentlicht, nun gibt es mit The Document Foundation (TDF) ein neues Entwicklerteam. In einer Ankündigung gab man an, man wolle mit dem Release von LibreOffice im Mac App Store Endkunden und -kundinnen unterstützen, die ihre gesamte Software über Apples eigenen Vertriebskanal erwerben möchten. Für diesen Umstand muss man dann leider 8,99 Euro zahlen, die in die Entwicklungsarbeit der LibreOffice-Suite investiert werden soll.

Dieses Vorhaben ist nicht ungewöhnlich und kam in der Vergangenheit schon öfters vor: Entwickerteams bieten ihre Software über eine Website kostenlos an, erheben aber über den Vertrieb über einen Store, beispielsweise unter macOS oder Windows, dann entsprechende Gebühren bzw. Kaufpreise. In Caschys Blog ist zudem etwas bezüglich der Strategie hinter dem LibreOffice-Projekt zu lesen:



„Die Veröffentlichung der Software im Mac App Store ist eine Entwicklung gegenüber der vorherigen Situation, die die neue Marketingstrategie des Projekts widerspiegeln soll: Die Document Foundation konzentriert sich auf die Veröffentlichung der Community-Version, während sich die Ökosystem-Unternehmen auf eine langfristig unterstützte Version mit Mehrwert für Unternehmen konzentrieren soll.

Ziel dieser Unterscheidung ist es laut der Verantwortlichen, Unternehmen dazu zu bewegen, das FOSS-Projekt zu unterstützen, indem sie sich für die LibreOffice-Version entscheiden, die für den Einsatz in der Produktion optimiert wurde und durch professionelle Dienstleistungen unterstützt wird, und nicht für die Community-Version, die großzügig von Freiwilligen unterstützt wird.“

Auf der deutschen Website von LibreOffice kann die Office-Suite in der aktuellen Version 7.4.1 weiterhin kostenlos heruntergeladen werden. Das Software-Paket unterstützt sowohl Intel-, als auch Apple Silicon-Macs und ist auch in Varianten für Windows und Linux erhältlich.

‎LibreOffice
‎LibreOffice
Preis: 8,99 €

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Kommentare 4 Antworten

  1. Sorry, wer benutz das wirklich produktiv? Als ich damals vor Jahren meine Diplomarbeit darauf schrieb, weil ich kein Geld für Microsoft Office hatte. Es war so zäh und ich würde das nie mehr freiwillig machen, da ja beim Mac iWork völlig kostenlos ist und wirklich gut funktioniert, ohne dabei sich sorgen zu machen ob es die Software morgen noch gibt.

  2. Ich kann auch nur davon abraten damit im professionellen Umfeld arbeiten zu wollen… auch wenn immer Kompatibilität versprochen wird, so wird man schnell enttäuscht, denn nicht alle Funktionen von docx sind hier nutzbar.
    Für mich gibt es leider keine Alternativen zu MS Word wenn ich ein docx bearbeiten möchte.

  3. Zum Beitrag: es ist mal schön zu sehen, daß – wenn man denn eine Geschlechtertrennung vornehmen will –
    es hier mal richtig gemacht wurde… 👍🏻

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