Life360: Neuer Tile-Besitzer soll User-Standortdaten an „praktisch jeden“ verkaufen

Tile wurde letzten Monat übernommen

Das Unternehmen Tile stellt schon seit Jahren Bluetooth-Tracker zur Verfügung, mit denen sich – ähnlich wie bei Apples AirTags – Objekte suchen und finden lassen. Im vergangenen Monat gab die Firma bekannt, vom Unternehmen Life360 übernommen worden zu sein. Nun ist ein Bericht aufgetaucht, der nahelegt, dass Life360 Standortdaten seiner 33 Millionen Nutzer und Nutzerinnen an „praktisch jeden verkauft, der sie kaufen möchte“.

Ein Artikel von The Markup, einer Non-Profit-Organisation, die einen kritischen Blick auf moderne Technologien, Big Tech und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft wirft, zeigt nun auf, dass Life360 über exakte Standortdaten der Nutzerschaft verfügt und damit „eine wichtige Quelle für rohe Standortdaten für eine milliardenschwere Industrie, die die Bewegungen von Menschen kauft, verpackt und verkauft“, sei.


Auch wir hatten im November bereits von der Übernahme Tiles durch Life360 berichtet. Tile, das ähnlich wie Apples Wo Ist?-App arbeitet und Geräte in der Nähe nutzt, um verlorene Gegenstände lokalisieren zu können, soll trotz der Akquisition als eigenständige Marke weiter bestehen.

Life360: 16 Millionen USD mit Standortdaten in 2020 verdient

Life360 unterhält eine eigene Plattform, mit der vor allem Familien standortbezogene Informationen austauschen können. Life360 bietet dazu auch iOS- und Android-Apps an. Der Dienst wird vor allem von Eltern verwendet, um den Standort ihrer Kinder im Auge behalten zu können, stand aber in der Vergangenheit auch bereits aufgrund Privatsphäre-Problemen in der Kritik.

Wie The Markup nun berichtet, scheint dem Unternehmen Datenschutz nicht sonderlich am Herzen zu liegen. Live360 soll die eigene App verwendet haben, um Daten von den eigenen Usern zu sammeln und diese an Dritte zu verkaufen. Der Artikel legt nahe, dass Life360 allein im Jahr 2020 durch den Verkauf von User-Standortdaten 16 Millionen USD verdient haben soll. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens beschrieb Life360 als „eine der größten Datenquellen für die Branche“. Die verkauften Standortdaten würden für die Durchführung von Marketingkampagnen verwendet werden, was MitarbeiterInnen von anderen Unternehmen gegenüber The Markup bestätigten.

Der Gründer und CEO von Life360, Chris Hulls, erklärte, dass Daten „ein richtiger Teil unseres Geschäftsmodells“ sind. Bezüglich der Übernahme von Tile gab der Geschäftsführer an, dass man bei Life360 keine Pläne habe, Daten von Tile-Trackern zu verkaufen. Ob Nutzer und Nutzerinnen durch eine solche Aussage sonderlich beruhigt sein werden, ist höchst fraglich.

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  • FINDEN SIE IN DER NÄHE – Verwenden Sie die Tile-App, um Ihr Tile zu klingeln, wenn es sich in Bluetooth-Reichweite befindet, oder bitten Sie Ihr Smart Home-Gerät, es für Sie zu finden
  • WEIT WEG FINDEN – Wenn Sie sich außerhalb der Bluetooth-Reichweite befinden, verwenden Sie die Tile-App, um den neuesten Standort Ihres Tiles auf einer Karte anzuzeigen

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Kommentare 5 Antworten

  1. Schon interessant!!!! Bei Apple iTag gibt es lautes Geschrei, der Tag imer mehr kastriert so das er schon jetzt nutzlos ist, ja dank Meldesystem das er vorhanden ist ist er nun zum Tool für Diebe geworden die nun den tag schnell aufspüren ud entdfernen können!!! Scon unglaublich das anfere Hersteller sogar die Daten der User verkaufen dürfen!!!! Schon pervers was abgeht !

  2. da hätte ich dann empfohlen unten im Amazon Link nicht den Tile Tracker sondern den Airtag zu verlinken, den Tile Tracker würde ich nicht nutzen, ggf. wenn möglich zurück senden

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