Mac Studio: Beschwerden über unangenehme Geräusche

Viele Forenbeiträge bei MacRumors

Der neue Mac Studio wurde von Apple während der März-Keynote vorgestellt. Ähnlich wie der Mac mini ist das kompakte Gerät so konzipiert worden, dass er direkt auf dem Schreibtisch Platz findet und nicht wie andere Rechner unter oder neben dem Tisch platziert wird. Das hat zum einen deutliche Vorteile, wie das schnelle Erreichen von Anschlüssen, aber auch gravierende Nachteile, wie nun der Mac Studio aufzeigt.

Bedingt durch die unmittelbare Nähe zum Benutzer bzw. zur Benutzerin ist man bei Apple natürlich bestrebt, vor allem die durch Arbeitslast resultierenden Lüftergeräusche möglichst zu minimieren und ein flüsterleises Gerät zur Verfügung zu stellen. Bisherige Tests zeigten in ihren Ergebnissen auf, dass der Mac Studio zu einem der leisesten Desktop-Rechner zählt.


Doch das gilt wohl nicht für alle, die den kleinen Kasten auf dem Schreibtisch stehen haben. Wie einige Besitzer und Besitzerinnen des Mac Studio nun im Forum von MacRumors berichten, kämpfen sie mit störenden Geräuschen. Dazu soll unter anderem ein ständiger hochfrequenter Ton gehören, der einem Lüfter zuzuordnen sei.

Forumsthread summiert sich auf knapp 50 Seiten

Mittlerweile summieren sich die Beiträge im MacRumors-Forumsthread auf knapp 50 Seiten. Ein User maß die Frequenz des ausgegebenen Geräuschs und kam dabei auf 2.120 Hz, vergleichbar mit einem viergestrichenen C. Apple gibt an, dass die Geräuschentwicklung im Ruhezustand bei 15 dB liegt. Zum Vergleich: In einer ruhigen Bibliothek hat es etwa 40 dB, ein Staubsauger in einem Meter Entfernung liefert rund 70 dB.

Andere Beobachtungen zeigten, dass die Frequenz der Mac Studio-Geräusche abhängig von der Lüfterdrehzahl sei. Auch sind offenbar nicht alle Modelle betroffen: Besonders Mac Studios mit einem M1 Max-Chip weisen die Geräuschprobleme auf, die Variante mit M1 Ultra-Prozessor ist kaum bei den Beschwerden vertreten. Einige der Betroffenen haben ihren Mac Studio bereits bei Apple austauschen lassen, aber auch die Ersatzgeräte wiesen die gleichen Probleme auf. Ob Apple hier mit einem Software-Update nachbessern kann, ist fraglich.

Besitzt ihr einen Mac Studio und seid von unangenehmen Geräuschen betroffen? Wie stellen sich diese bei euch da? Habt ihr ein anderes Mac-Modell mit lauten Geräuschen? Wir freuen uns wie immer über eure Kommentare zum Thema.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Anscheinend habe ich Glück gehabt. Mein M1 Max gibt keine hochfrequenten Töne von sich. Allerdings ist der Luftstrom deutlich zu hören. Allerdings laufen da auch 2 Lüfter. Apple hat es mit der Kühlung völlig übertrieben, fast alle Meßpunkte sind um 30 Grad da dürfte es dann schon etwas wärmer werden! Die für mich vertretbare Lösung ist die Drehzahl auf 1200 einzustellen, dann ist fast nichts mehr zu hören.

  2. Bei meinem Mac Studio (Max) ist das Fiepen oder Zirpen ebenfalls vorhanden. Allerdings gibt sich das nach ein paar Minuten im Betrieb. Wenn ich allerdings in die Lüftersteuerung eingreife, ist es bei bestimmten Drehzahlen unterhalb der standard 1350 Umdrehungen wieder hörbar und deutlich lauter. Also prinzipiell so, wie in diversen YouTube Videos dargestellt.

    Aber da es sich bei mir, wie gesagt, nach ein paar Minuten gibt, lebe ich erst mal damit und beobachte die Entwicklung weiter, bis sich Apple dazu äußert und ggf. eine Problemlösung bereit stellt. Bei der derzeitigen Liefersituation den Mac Studio zurück zu schicken, ist für mich keine Option.

  3. Ja, china-ramsch billigst eingekauft, eingebaut und für viel geld an die betatester verkauft.

    Apple, dröpje voor dröpje kwaliteit 👎

  4. Das ist kein China Ramsch sondern ein durchdachtes Kühlungssystem. Bei großen Serien kann es immer vorkommen das einige Geräte Probleme machen, aber niemals alle! Ich vermute das Apple da mit einer neuen Firmware noch was retten kann?

    1. Das was Du meinst nennt man offiziell „ein kleiner Prozentsatz von Geräten“ und deckelt damit gerne ein Massenproblem. So argumentieren viele Hersteller. Mein Favorit damals: Die Xbox 360. Auch da war en es nur einer kleiner Prozentsatz – leider dann doch mehr als 50%.

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