MusicShare: Kostenlose App zum Versenden von Musik benötigt noch Pflege

Mit der iPhone-App MusicShare soll man Musik an Freunde versenden können. Wir haben das Ganze einfach mal ausprobiert.

MusicShareJeder kennt es: Ein Freund spielt auf seine iPhone richtig coole Musik und man möchte den Song gerne teilen. Eine solche Funktion bietet iOS nicht, mit den Bordmitteln sieht es auf dem iPhone also schlecht aus. Die normalerweise 89 Cent teure und heute kostenlos erhältliche App MusicShare (App Store-Link) will genau dieses Problem anpacken. Dabei kämpft die App allerdings selbst mit einigen Schwierigkeiten.

Zunächst einmal sieht alles ganz einfach und gut aus. Nach dem Download von MusicShare muss man eine Mail-Adresse angeben, über die man bei MusicShare erreichbar ist. Soweit wir das sehen, muss es sich dabei noch nicht einmal um eine aktive Adresse handeln. Freunde fügt man einfach mit einer Mail-Adresse hinzu, tippt in der Liste auf den gewünschten Kontakt und kann danach fünf Lieder auswählen, die man versendet. Wichtig: Auch der Empfänger muss die App besitzen.

MusicShare ist optisch und funktional gut an iOS 7 angepasst. Das Design ist stimmig und die Uploads können sogar im Hintergrund erfolgen. Außerdem bekommen die Empfänger eine Push-Nachricht, sobald der Download der Songs möglich ist. Die Daten werden dabei über in Deutschland stationierte Webserver übertragen, wobei der private Austausch von Musikstücken laut Angaben des Entwicklers legal ist.

Soweit ist es bei mir aber nur in den seltensten Fällen gekommen. Immer wieder gab es folgende Meldung: „Der Song kann leider nicht gesendet werden, da er nicht legal erworben wurde (von CD oder iTunes Store).“ Um die Ausbreitung von Raubkopien zu vermeiden, mag das ja durchaus eine nette Idee sein – aber ehrliche Menschen, die ihre Musik zum Beispiel bei Amazon oder anderen Download-Shops kaufen, schauen so ebenfalls in die Röhre.

Ein weiterer Nachteil, für den der Entwickler von MusicShare aber nichts kann: Die Musik kann nicht aus der App in die Musik-Bibliothek des iPhones kopiert werden – eine Restriktion seitens Apple. Dann hätte man aber dafür sorgen müssen, dass in der App nicht nur Alben angezeigt und abgespielt, sondern zum Beispiel auch Wiedergabelisten angelegt werden können. Ebenfalls praktisch wäre eine Option, die Mail-Adressen in der Freundesliste durch Namen ersetzen zu können.

Aus meiner Sicht ist MusicShare insbesondere aufgrund der iTunes-Restriktion nicht unbedingt alltagstauglich. Solange die App gratis ist, kann man sie aber selbst ausprobieren.

Kommentare 4 Antworten

  1. Mit einem Dateimanager (z.B. GoodReader, Documents, Phone Drive; bei letzterer ist auch ein Dateiaustausch zwischen Geräten möglich) kann man nie etwas falsch machen und die können dann die Musik halten.

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