Plantronics BackBeat 500: Komfortabler OnEar-Bluetooth-Kopfhörer mit 18-stündiger Laufzeit

Mel Portrait
Mel 17. Januar 2018, 15:27 Uhr

Im Preissegment bis 100 Euro tummeln sich viele Konkurrenten im Bereich der Bluetooth-Kopfhörer. Mit dem Plantronics BackBeat 500 stellen wir euch einen neuen Kandidaten vor.

Plantronics BackBeat 500 1

Um einen guten Sound auf die Ohren zu bekommen, müssen es nicht immer Kopfhörer für 300 Euro oder aufwärts sein. Für den Alltag bekommt man im Preisbereich bis 100 Euro bereits sehr gute Qualität geboten, wie unter anderem der Urbanears Plattan 2 Wireless oder der Jabra Move Wireless. Der Plantronics BackBeat 500, ein kabelloser Bluetooth-Kopfhörer im OnEar-Design, reiht sich in diese Kategorie ein und bietet zu Preisen ab 84 Euro unter anderem Bluetooth 4.1 und eine 18-stündige Akkulaufzeit. Erhältlich ist der Kopfhörer derzeit in drei verschiedenen Farbvarianten - Lime/Grau, Weiß/Grau und Schwarz - unter anderem bei Amazon.

  • Plantronics BackBeat 500 in drei Farben ab 83,99 Euro (Amazon-Link)

In der Vergangenheit haben wir bereits einige Kopfhörer von Plantronics testen können und waren immer wieder begeistert über das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, die hervorragende Verarbeitung und den unaufdringlichen Sound. Daher war ich umso gespannter, wie es sich mit dem aktuellen OnEar-Modell des Herstellers, das außerdem noch mit Typbezeichnung „505“ als Sport-Variante erhältlich ist, verhält.

Gleichzeitige Verbindung von zwei Geräten

Geliefert wird der Plantronics BackBeat 500 in einer hochwertig wirkenden Kartonverpackung, in der sich zusätzlich zum Kopfhörer selbst auch noch ein etwa 1m langes 3,5mm-Klinkenkabel zur kabelgebundenen Nutzung, ein kurzes schwarzes MicroUSB-Kabel zum Aufladen des Geräts sowie ein eher schlicht gehaltener, nicht allzu edel daher kommender Transportbeutel. Letzterer ist allerdings bei vielen Konkurrenten dieser Preisklasse längst nicht immer Bestandteil des mitgelieferten Zubehörs, so dass man dieses kleine Extra durchaus schätzen kann.

Plantronics BackBeat 500 2

Die Einrichtung des in meinem Fall vorliegenden schwarzen Bluetooth-Kopfhörers erfolgt schnell und einfach über einen kombinierten An-/Aus-Schieberegler, der auch das Bluetooth-Pairing aktiviert. Nach wenigen Sekunden wird der BackBeat 500 in der Bluetooth-Liste gefunden und kann mit iPhone, iPad oder einem anderen Endgerät verbunden werden. Praktischerweise unterstützt der Kopfhörer auch das gleichzeitige Verbinden von zwei Geräten, so dass man sich beispielsweise sowohl mit dem MacBook, als auch mit dem iPhone mit dem Plantronics BackBeat 500 verbinden kann. Und als wäre das nicht genug, gibt es als kleinen Bonus auch noch eine Akkustandsanzeige in der Statuszeile des verbundenen Smartphones oder Tablets.

Zu den weiteren Funktionen zählt eine etwa 18-stündige Laufzeit mit einer Akkuladung, die ich nach einigen Testwochen mit dem OnEar-Kopfhörer so auch in etwa bestätigen kann. Mit Hilfe des MicroUSB-Ports ist der Kopfhörer dann auch binnen weniger Stunden wieder voll aufgeladen. Hinsichtlich des Designs hat Plantronics ganz auf Komfort gesetzt und im BackBeat 500 Ohrkissen mit Memoryschaum verbaut, die für stundenlangen bequemen Sitz ohne schmerzhaftes Drücken sowie eine gute Abschirmung von der Außenwelt sorgen.

Eigener Button zur Sprachsteuerung per Siri

Dank entsprechender Tasten am linken Ohrhörer lässt sich unter anderem die Lautstärke komfortabel anpassen, als auch Musik abspielen, pausieren und durch Songs navigieren. Ein eigener Button am rechten Ohrhörer erlaubt es beim kurzen Antippen, über den aktuellen Status des BackBeat 500 per Sprachausgabe informiert zu werden („Battery high, phone 1 connected“). Ein längeres Drücken aktiviert dann den entsprechenden Sprachassistenten wie etwa Siri, Google Now oder Cortana, und dank des integrierten Mikrofons lassen sich schnelle Anfragen starten.

Plantronics BackBeat 500 3

Zum Komfort habe ich ja schon einige Worte verloren, nichts desto trotz darf man diesem Aspekt noch weitere Beachtung schenken. Plantronics hat mit dem BackBeat 500 nicht nur einen mit 155 Gramm Gewicht äußerst leichten OnEar-Kopfhörer kreiert, sondern diesen dank drehbarer Ohrhörer und einem weichen, flexiblen Kopfbügel auch sehr anpassungsfähig gestaltet. Glücklicherweise für Brillenträger ist der Anpressdruck nicht zu hoch, so dass es keine schmerzenden Druckstellen vom Kontakt Brillenbügel/Ohrhörer gibt. Einen kleinen Minuspunkt sammelt lediglich das sehr glatte, perforierte Kunstleder des Kopfpolsters, das beizeiten ein wenig zum Rutschen neigt. Hier wäre eine etwas rauere oder leicht gummierte Oberfläche sicher das bessere Mittel der Wahl gewesen.

Wie oben bereits erwähnt, ist auch klangtechnisch von Plantronics-Kopfhörern in der Regel einiges zu erwarten. Auch der BackBeat 500 ist dabei keine Ausnahme. Der Hersteller gibt an, im Kopfhörer 40-mm-Treiber sowie eine „fortschrittliche Audio-Technologie für eine ausgewogene Audio-Balance“ verbaut zu haben. Obwohl der Sound relativ gedrungen erscheint, gibt es hinsichtlich der Ausbalancierung von Höhen, Mitten und Tiefen keine Kritik zu üben. Der Bass ist nicht übermäßig präsent, sorgt aber trotzdem für genügend Lebendigkeit, und selbst bei aufgedrehter Lautstärke gibt es kein Klirren oder andere Verzerrungen. Die maximale Lautstärke ist eindrucksvoll, aber im Vergleich zu anderen OnEar-Modellen nicht am äußersten Limit. Aber wer will schon seine Ohren dauerhaft auf diese Art und Weise schädigen?

Als Fazit können wir demnach festhalten: Wer einen leichten, bequemen OnEar-Kopfhörer mit vielen praktischen Funktionen - Siri-Steuerung, gleichzeitige Verbindung von zwei Geräten, Mikrofon und 18-stündiger Akkulaufzeit - und einem neutralen Klangbild für unter 100 Euro sucht, ist mit dem Plantronics BackBeat 500 sehr gut beraten.

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Kommentare6 Antworten

  1. axeld sagt:

    Wie kann ich so einen Bluetooth-Kopfhörer mit einem Fernseher verbinden der kein Bluetooth hat?

  2. powdermaniac sagt:

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Reklamation eines Solo2 außerhalb der Garantie?
    Die rechte Seite (die ohne Kabelanschluss) hat einen Wackelkontakt, und das, obwohl er nur sehr selten eingeklappt wurde. Nach kurzer Recherche in Netz ist das Problem wohl nicht selten.

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