Smartphone beschädigt oder gestohlen: Aktuelle Zahlen zu Handyschäden

Erhoben von Friendsurance

Wenn das iPhone einen Satz auf den Boden macht, ist schnell das Display hinüber und muss ersetzt werden. Solche Schäden können schnell teuer werden. Welches die häufigsten Handyschäden sind, hat der Anbieter von Handyversicherungen, Friendsurance, nun mit aktuellen Zahlen zusammengetragen – und bietet so interessante Einblicke in das Nutzungsverhalten unserer liebsten Technikgeräte.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Smartphone bereits nach kurzer Zeit kaputt geht? Interessanterweise zeigen Kundendaten aus dem Jahr 2019, dass satte 84 Prozent aller Handyschäden bereits in den ersten zwei Jahren nach Abschluss einer Handyversicherung (die oft mit dem Kauf des Geräts abgeschlossen wird) gemeldet wurden. Nicht alle Schäden sind jedoch gleich aufwändig zu reparieren oder fallen gleich teuer aus. Im Durchschnitt muss man aber für eine Reparatur tief in die Tasche greifen: Im Jahr 2019 belief sich ein Handyschaden auf durchschnittlich 351 Euro. Dieser Wert ist im Vergleich zu Zahlen von vor drei Jahren angestiegen, was vor allem daran liegt, dass Smartphones immer teurer und komplexer werden und sich auch die Reparaturen entsprechend aufwändiger gestalten. Apple- und Huawei-Nutzer müssen mit den höchsten Kosten rechnen.


Die meisten Schäden werden in Deutschland für Smartphones von Apple und Samsung gemeldet. Das ist wenig überraschend, da rund drei Viertel aller hierzulande verkauften Geräte von diesen beiden Herstellern stammen. Doch obwohl Apple mit 25% einen deutlich geringeren Marktanteil als Samsung (47%) hat, liegt Apple auf Platz 1 im Ranking der Schadensmeldungen, knapp vor seinem Konkurrenten. 45% aller Handyschäden wurden 2019 von iPhone-Nutzern gemeldet. Das bedeutet allerdings nicht, dass Apple-Geräte anfälliger sind als Samsung-Geräte. Vielmehr werden sie aufgrund ihres hohen Kaufpreises überproportional häufig versichert. Auch Samsung rangiert mit vielen Modellen in der höheren Preisklasse (über 600 Euro), doch iPhones, insbesondere die Flaggschiffe, zählen zu den teuersten Smartphones überhaupt.

Zu den „beliebtesten“ Handyschäden zählte im Jahr 2019 der Displaybruch, der 64 Prozent aller Schadensmeldungen ausmachte. Noch im Jahr 2018 waren es hingegen 54 Prozent. Gründe für den Anstieg sind unter anderem größere und damit unhandlichere Smartphones, sowie eine gestiegene Sturzempfindlichkeit. Letzteres bestätigte unter anderem auch die Stiftung Warentest vor allem für das iPhone X und das Samsung Galaxy S8. Auch das Geschlecht spielt bei Handyschäden eine Rolle: Laut Clickrepair greifen 92 Prozent der Frauen und 86 Prozent der Männer zu Schutzmaßnahmen für ihr Gerät, beispielsweise Folien oder Hüllen. In den Schadensmeldungen spiegelt sich dies ebenfalls wieder: 2019 meldeten Frauen mit 37 Prozent weniger Schäden als Männer mit 60 Prozent.

Erstaunlicherweise machten 2019 Wasserschäden nur etwa 4 Prozent aller Schadensmeldungen aus – damit liegt dieser Schaden auf Rang 3. Positiv ist zu vermerken, dass mittlerweile viele Smartphone-Modelle unter bestimmten Bedingungen wasserdicht sind. Ein iPhone 11 kann beispielsweise bis zu 30 Minuten bei einer Tiefe von bis zu 2 Metern überstehen und stirbt auch bei Salzwasser, Kaffee oder Limo keinen Wassertod. Im Jahr 2016 waren noch 7 Prozent der Handyschäden auf Wasser zurückzuführen.

Ein bisher nicht bedachter Schaden ist der Handy-Diebstahl. In den letzten Jahren zeichnete sich ab, dass die Zahlen von gestohlenen Smartphones deutlich zunehmen. Diebe haben es dabei vor allem auf iPhones abgesehen. Die Aufklärungsrate von Taschendiebstählen ist dabei leider immer noch gering: Nur 6 von 100 Fällen können aufgeklärt werden. Folglich sind die Kosten eines Handydiebstahls entsprechend hoch. Grafiken: Friendsurance.

Hattet ihr auch schon einen Schaden an eurem iPhone? Was ist kaputtgegangen? Und wie habt ihr den Schaden behoben? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen zu diesem Thema.

Kommentare 6 Antworten

  1. Ich bin seit dem IPhone 4 ein intensiver Nutzer der Apple Produkte und hatte noch nie einen Schaden am Gerät. Wenn ich soviel Geld bezahle passe ich doch auf mein Eigentum auf!

  2. Für meine an meinen Sohn angelegten iPhones musste ich schon diverse neue Displays (meist bei Amazon) kaufen und hab sie dann selbst eingebaut. So schwer ist das auch wieder nicht und die Läden sind mir dafür einfach zu teuer. Komisch nur, dass ich, als ich die Geräte noch selbst in Gebrauch hatte, nie einen Schaden daran hatte 😂.

  3. Ich bin seit dem iphone 5 bei Apple und hatte auch noch nie einen Schaden. Doch man kann noch so aufpassen, ausschließen würde ich es nicht. Mein X ist mir mal aus einer seitlichen Hosentasche gefallen. Ganz blöde Situation. Hat’s aber ohne Schaden überlebt…

  4. Hatte zwei Schäden, beim 3GS durch ein Gewitter ein Wasserschaden. Trotz Jackeninnentasche. Beim X Classic runder geflogen, was noch ok gewesen wäre vielleicht Schramme am Rahmen. Aber im gleichen Moment kam jemand rein, tritt drauf Rutsch übers Laminat. Display komplett zerkratzt 🤮

  5. Mein 5S hatte mal ne Kerbe am metallrahmen. Wie es passierte, ist mir nicht erklärlich. Ich gehe sorgsam mit meinem iPhone um. Aber mir ist es als ich im 📺 Sessel einnickte schon 2 mal hingefallen auf den Teppich u. nichts passiert.

  6. Bin seit dem Iphone 3gs dabei und allen Modellen habe ich eine Otterbox verpasst.
    Resultat: 0 Schäden trotz sehr häufiger stürze incl. Treppenstürze etc. 👍🏼.

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