Threema: Schweizer Messenger wird an deutschen Investor verkauft

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Messenger Threema auf einem iPhone, das von einer Hand gehalten wird

Auf dem Markt der Messenger gibt es mit WhatsApp auch 2026 einen mehr als klaren Anführer, dahinter haben sich mit Apps wie Telegram oder Signal längst neue Alternativen positioniert. Ist da noch Platz für einen kleinen Außenseiter aus der Schweiz? Threema (App Store-Link) will weiterhin mit einem Fokus auf Datenschutz und Datensicherheit punkten.

Nun schlägt man ein neues Kapitel auf – der Verkauf des Messengers an einen deutschen Finanzinvestor steht kurz bevor. „Comitis Capital gab heute bekannt, dass es eine Vereinbarung zur Übernahme der Threema Holding AG, eines führenden Anbieters von hochsicheren digitalen Kommunikationslösungen, von Afinum und den Gründern des Unternehmens unterzeichnet hat“, hieß es bereits in der vergangenen Woche.


Die Übernahme soll noch in diesem Monat finalisiert werden. Genauere Angaben über den Kaufpreis und die zukünftigen Absichten rund um den Messenger aus der Schweiz macht man bisher nicht.

Threema Messenger kostet aktuell 7,99 Euro im App Store

Ehrlicherweise muss man fragen, wie groß die Zukunft von Threema noch sein kann. Einen kurzen Aufschwung erlebte die App, als WhatsApp vor einigen Jahren von Facebook gekauft wurde. Wirklich ins Rollen kam der Stein damals aber nicht.

Aktuell wird Threema im App Store für 7,99 Euro angeboten. In Zeiten der Kostenlos-Mentalität im App Store ist das eine Marke, bei der man wohl nicht mal eben zuschlägt. Vor allem, wenn man dann kurze Zeit später feststellen muss, dass ein Großteil der Kontakte eben nicht bei Threema zu finden ist.

Ob ein neuer Investor genug frischen Schwung generieren kann, um Threema so richtig erfolgreich zu machen? Die grundsätzliche Idee eines Messengers aus Europa ist ja absolut bemerkenswert. Wir sind sehr gespannt, wie diese Geschichte in den kommenden Monaten weitergehen und wie sich Threema zukünftig positionieren wird.

Threema. Der sichere Messenger
Threema. Der sichere Messenger
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 7,99 €

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Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 13 Antworten

  1. Na ja, Threema ist ja auch mit Threema Work im Business Umfeld aktiv und hat dort auch große und namhafte Kunden. Evtl. ist der Plan das zu erweitern.

  2. Solange die Server in der EU bleiben und die Sicherheit weiter so hoch, werde ich Threema treu bleiben. (Kostet ja auch nichts mehr, wenn einmal erworben.)

    Und die Freunde, denen ich die Alternative zur Datenschutzkatastrophe* WhatsApp schmackhaft gemacht habe, bleiben auch dabei.

    *Wie kann es sein, dass die App in der EU nicht längst verboten wurde? Das komplette Adressbuch der Nutzer wird ins fragwürdig gesicherte Internet hochgeladen. – Also meine Telefonnummer und Daten, obwohl ich kein WhatsApp nutze. DEFINITIV nicht datenschutzkonform.

    1. Kann man so pauschal nicht sagen. WhatsApp hat nach Einmalkauf (ja es hat mal was gekostet) auch angefangen gehabt eine Monatliche Gebühr zu verlangen bis es dann kostenlos wurde.

    2. Dann zeig deine Kontakte halt an die dies gemacht haben.

      BTW
      auch in Threema will auf die Kontakte zugreifen, erlaubt man es nicht und fragt Optional nach der eigenen Telefonnummer. Erlaubt man beides nicht, muss man die eigene ID Teilen und die der anderen kennen (wie Anfang der 00er Jahre bei AIM, AOL Messanger, ICQ oder MSN), also kein wirklicher Komfort und genau deswegen hatte sich Anfang dann auch WhatsApp durchgesetzt.

  3. Nach dem Threema Web ständig verlangt, das das Handy entsperrt sein muss, ist die App Müll.

    Support anfragen, werden mit Nonsens beantwortet 🙁 Der Fehler ist schon ewig…

  4. Wir brauchen so einen Messenger – insbesondere für die erste Zeit, wenn der kalte/Krieg mit den Staaten im Westen ausbricht.

    Wollte mal den toten ICQ anbringen, aber die waren ja tatsächlich aus Israel.

    Die Netzwerkeffekte sind leider noch nicht bei ihnen angekommen.

    Die populärsten europäischen Messenger wären damit aus russischer Entwicklung (Platz 1: Telegram, Platz 2: VK). Dagegen kommen solche wie Threema nicht mal annähernd dran.

  5. Muss man befürchten dass es ähnlich läuft wie bei Komoot das von Bending Spoons übernommen wurde? Nun wird dort mit Macht versucht, Geld zu verdienen…

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