SanDisk iXpand: USB-Stick mit Lightning-Anschluss im Praxis-Test

Fabian Portrait
Fabian 31. Mai 2016, 10:44 Uhr

Es hat länger gedauert als gedacht, nun konnten wir den SanDisk iXpand aber endlich genauer unter die Lupe nehmen. Wie sich der USB-Stick mit Lightning-Anschluss geschlagen hat, lest ihr in unserem Testbericht.

SanDisk iXpand 1

Die Idee ist nicht wirklich neu, denn immerhin gibt es auf dem Markt schon zahlreiche Lösungen dieser Art. Und so ist auch das Aussehen des SanDisk iXpand wenig überraschend: Der im April vorgestellte USB-Stick verfügt über einen zusätzlichen Lightning-Anschluss und kann damit auch an iPhone und iPad verwendet werden. Unsere Erfahrung hat gezeigt: Ohne eine vernünftige und modern gestaltete App macht die Verwendung eines Gadgets nur halb so viel Spaß - daher haben wir einen besonderen Blick auf die Software geworfen.

  • SanDisk iXpand USB-Stick mit Lightning-Anschluss ab 45 Euro (Amazon-Link)

Zunächst kommen wir aber zu den Fakten. Der SanDisk iXpand ist mit einem internen Speicher von 16, 32, 64 und 128 GB erhältlich und kostet zwischen 45 und 118 Euro. Alternativ gibt es den USB-Stick auch in einer deutlich größeren Ausführung, die schon fast an eine kleine Festplatte erinnert. Hier zahlt man je nach Modell ein paar Euro weniger, in Sachen Software gibt es quasi keine Unterschiede.

Unseren Test haben wir mit dem kleinen USB-Stick mit einer Speichergröße von 32 GB durchgeführt. Klein ist übrigens das richtige Stichwort: Mit Abmessungen von etwa 6 x 1,5 x 1 Zentimetern ist der SanDisk iXpand wirklich sehr kompakt. Etwas schade ist dagegen die Tatsache, dass der USB-Anschluss komplett frei liegt und nicht vor Schmutz und Staub geschützt wird. Außerdem kratzt der Stecker beim Anschließen an das iPhone oder iPad oft an der Rückseite des Geräts. Immerhin sorgt ein kleiner Abstandshalter dafür, dass während des Betriebs etwas Luft bleibt.

Angled product image

Pluspunkte sammelt der SanDisk iXpand USB-Stick mit Lightning-Anschluss in Sachen Software. Beim ersten Einstecken wird man wie bei anderen Zubehör-Produkten direkt zur richtigen App geführt, die aufgrund der Größe von 240 MB aber im WLAN geladen werden sollte. Beim ersten Start gibt es gleich eine kleine Einführung in deutscher Sprache, die die wichtigsten Funktionen erklärt. Direkt danach landet man in einer sehr modernen und übersichtlichen App, die sogar mit löschbaren Widgets individuell gestaltet werden kann. Schade ist nur: Einige kleine Details innerhalb der App sind nicht übersetzt.

Die wichtigsten Funktionen der App wollen wir euch natürlich vorstellen: Es können Fotos, Videos und Musik vom iPhone oder iPad auf den externen Speicher übertragen oder dort gespeicherte Inhalte angesehen werden. Zudem lassen sich Dokumente und Dateien aus anderen Apps, beispielsweise eine PDF-Datei aus einer E-Mail, problemlos über das Sharing-Menü von iOS auf den Stick übertragen. Praktisch: Fotos und Videos sowie Kontakte könnten auf Wunsch automatisch gesichert werden, sobald der SanDisk iXpand ans iOS-Gerät angeschlossen wird. Die Verwaltung der Dateien am Computer erfolgt wie bei einem ganz gewöhnlichen USB-Stick.

SanDisk iXpand 2

Weitere Pluspunkte sammelt der kleine Stick bei Videos, denn es werden nicht nur Standard-Formate unterstützt. Der SanDisk iXpand versteht sich auch mit WMV, AVI und dem beliebten Internet-Format MKV. In unserem Test wurde eins von zwei MKV-Videos allerdings nicht problemlos abgespielt: Es gab Probleme mit dem AC3-Audio-Codec. Hier könnte also noch etwas nachgebessert werden.

Richtige Probleme gab es in unserem Praxis-Test eigentlich nur bei der Übertragung von Fotos und Videos, die in der iCloud-Fotobibliothek und nicht direkt auf dem Gerät gelegen haben. Hier hat der Transfer so unendlich lang gedauert, dass wir ihn lieber abgebrochen haben. Ob das Problem allerdings an SanDisk oder Apple liegt, können wir nicht beurteilen. Mit Dateien direkt vom Speicher des iPhones oder iPads gab es keinerlei Probleme.

Angebot
SanDisk iXpand 32 GB Flash-Laufwerk, Apple...
92 Bewertungen
SanDisk iXpand 32 GB Flash-Laufwerk, Apple...
  • Freimachen von Speicherplatz auf dem iPhone/iPad, indem Fotos und Videos auf das iXpand Flash-Laufwerk übertragen werden
  • Automatisches Back-up von Fotos und Videos, die auf dem iPhone/iPad gespeichert sind; Automatisches Back-up Ihrer Kontakte; High-Speed USB 3.0 Übertragen zum und vom Computer

Am Ende stellt sich die Frage: Sollte man den im Vergleich zu ähnlichen Produkten deutlich höheren Preis für den SanDisk iXpand bezahlen? Aufgrund der wirklich guten Software, bei der die Konkurrenz definitiv das Nachsehen hat, ist das sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung. Das Gesamtpaket ist absolut passend, angesichts des Preises sollte SanDisk aber in Zukunft weiter am Ball bleiben und die App mit Verbesserungen und neuen Funktionen ausstatten.

Teilen

Kommentare14 Antworten

  1. ssmlok sagt:

    Gibt’s eigentlich einen Grund für den enorm langen USB-Teil? Müsste doch 1/3 davon reichen, finde so riesige Teile mehr als unpraktisch …

  2. memocan 1 2 sagt:

    Ich hatte am 10. Mai bei Saturn bestellt (damals Aktionspreis um ca. 10 € billiger) mit einer Lieferfrist von 6-7 Tagen. Ich warte immer noch und die Verfügbarkeit hat sich nicht viel verbessert. Meine Frau hat eine iPhone 6 mit 16 GB und fotografiert viel auf Reisen. Wir dachten, so ein kleines Ding in der Handtasche ist als externer Speicher eine gute Lösung. Mal sehen, wann und überhaupt der Stick uns erreicht.

  3. EddEi sagt:

    Ich fände es gut wenn ihr an den Artikel noch Links macht zu ähnlichen Sticks, die ihr bisher getestet oder vorgestellt habt.

  4. CaptainSJ sagt:

    Kann man auch Musik von Apple Music auf den Stick auslagern? Mein iPad ist immer so schnell voll. Bei meinem Android Smartphone kann ich das mit der App wenigstens auf die SD-Karte speichern.

  5. oli4ki sagt:

    Ich bin mit dem Teil zufrieden. V.a. Praktisch wenn man in Urlaub seine Fotos sichern möchte, um Platz zu machen. Nur die Software finde ich mittelmäßig! Werde mir die neue App Downloaden, sehen wir dann mal. Danke ajF für den Tipp!

  6. Brittmag [Mobile] sagt:

    Welche Alternativen gibt es denn zu diesem vorgestelltem Produkt?

  7. Chrissie sagt:

    In der Tat: die erwähnten preisgünstigen Varianten wären interessant; oder sind sie eher unpraktisch?

  8. Uzul [iOS] sagt:

    Für den Test eines USB-Sticks fehlt mir die eine ganz grundlegende Info: Vie schnell ist das Gerät? Sprich, w lche Übertragungsrate bringt er an nem Laptop mit USB3 und SSD, und welche am iPhone?

  9. Reg sagt:

    Ich finde mit dem Original von Leef fährt man etwas besser.
    Auch die Software ist dort aufgeräumter.

  10. Hannah sagt:

    Mich als Schülerin, würde interessieren, ob Videos direkt bei der Aufnahme speichern und danach vom USB- Stick aus bearbeiten kann oder ob ich Dokument aus der Dropbox auf den Stick verschieben kann ohne das iPad als Zwischenspeicher nutzen muss?

  11. ansich sagt:

    Benötige mal die Erfahrungen eines iXpand Nutzers… Ich habe im Internet gelesen, dass die Dateinamen der Bilder verändert werden und dass die Qualität der Bilder reduziert wird. Kann das einer bestätigen?

  12. pinkpoet sagt:

    Nach Kauf und erster Nutzung für Musikdateien fand ich das Teil sehr cool. Nach ca. 2-3 Wochen gab’s plötzlich Probleme. Meine Musikdateien konnten ab sofort nicht mehr „erkannt“ werden…einzig die von apple unterstützten aac-Formate wurden noch gespielt. Absolut ärgerlich natürlich…nach einem Software-update lief dann plötzlich alles wieder – jedoch nur für kurze Zeit. Offenbar hat Sandisk sich nicht wirklich durch das Kleingedruckte im Apple-Lizenzvertrag gelesen…Apple ist zu mächtig, um Sandisk etwas vom Kuchen abzugeben. Eigentlich sind das Machenschaften, welche die rote Karte erfordern…aber zu wenige kümmert das leider…kenne inzwischen eingefleischte apple-fans, die ins Sinnieren kommen…

Kommentar schreiben