Als Apple vor ziemlich genau einem Jahr die Apple Watch Series 10 auf den Markt brachte, präsentierte man in Cupertino ziemlich stolz das erste komplett klimaneutrale Produkt. Ich kann mich noch sehr gut an die Keynote erinnern, in der auch „Mutter Erde“ eine große Rolle spielte. Nun hat ein Gericht in Frankfurt nach einer Klage von Umweltschützern entschieden, dass Apple die Verbraucher irregeführt hat.
Wie aus einer Erklärung des Landgerichts Frankfurt hervorgeht, sei die Behauptung „unser erstes CO2-neutrales Produkt“ unbegründet und ein Verstoß gegen das deutsche Wettbewerbsrecht.
Ebenfalls eine Rolle spielt in dem Urteil, wie Apple die CO2-Neutralität erzielt. Das passiert nämlich nicht nur durch den Einsatz von erneuerbaren Energien, sondern auch durch Kompensationszahlungen. Unter anderem ging es um ein Aufforstungsprojekt von Eukalyptusbäumen in Paraguay.
Apple hätte seine Pläne in der EU wohl ohnehin geändert
Und genau hier sieht auch das Gericht ein Problem. Apple kann nur für 25 Prozent dieser Flächen langfristige Pachtverträge nachweisen. Für 75 Prozent der Flächen gibt es nur kurzfristige Verträge mit einer Laufzeit von vier Jahren. Was danach mit den Wäldern passiert, ist vollkommen offen. „CO2 bleibt mehrere hunderte Jahre in der Atmosphäre – da reicht es nicht, vier Jahre zu haben und keine ausreichenden Verträge, die eine fortgesetzte Plantagenwirtschaft sicherstellen“, ließ auch Remo Klingler, Anwalt der Deutschen Umwelthilfe, verlauten.
Wie geht es nun weiter? Gegenüber Reuters ließ ein Apple-Sprecher mitteilen, das Urteil „bestätige im Großen und Ganzen unseren rigorosen Ansatz zur CO2-Neutralität“. Ob man Berufung einlegen würde, ließ man dagegen offen. Ohnehin hätte Apple ab September wohl auf den Hinweis „CO2-neutral“ verzichtet, da ein neues EU-Gesetz die Verwendung solcher Begriffe in Zukunft einschränkt. Am Ende also viel Lärm um nichts?

Dann möchte ich bitte, dass Elektroautos in Deutschland nicht mehr als Emmisionsfrei beworben werden dürfen.
Von seriösen Firmen werden sie auch nicht so beworben. Da spricht man von „lokal emissionsfrei“.
Bsp. BMW i4
„Zumal Sie diese lokal emissionsfrei fahren können und somit die Umwelt weiter entlasten“
Quelle:
https://www.bmw.de/de/s/article/Elektromobilit%C3%A4t-Elektrofahrzeuge-BMW-i4-Nachhaltigkeit-Batterieproduktion-A3skw?language=de
OMG, ich werde sie direkt zum Werkstoffhof bringen. 😂😂😂🔎
Können wir Apple jetzt wegen Täuschung auf Schadenersatz verklagen? 😁
Nachdem wir hier nicht in den USA sind, kannst du das zwar machen, wirst aber keinen Schadensersatz bekommen, da dir kein Schaden entstanden ist.
Wenn die DUH keine anderen Probleme hat, dann geht’s ja noch… die Typen sind ja völlig durchgeknallt. 🤨
Du findest Greenwashing also gut?
Und? Lasse alle Produkte links liegen wo auch nur „Nachhaltigkeit“ und/ oder sonstige Labels aufgepappt sind.
Ich denke es sollte bereits auch beim Letzten angekommen sein, dass „klimaneutral“ ein gänzlich leerer Werbeslogan ist, der ausschließlich auf ideologisch, geprimte Personen ausgerichtet ist.
Ihn zum Vermarkten zu verbieten ist genauso richtig wie das Verbot von Wirkungs- und Heilversprechen der Homöopathen.
Stimme Dir zu, aber ist eben leider nicht überall angekommen, siehst ja…. 😀
Dafür kann man an den Kommentaren hier die Schwurbel-Fans leicht erkennen 😂 …ist auch was wert!
Und in China ist ein Sack Reis umgefallen
Nicht wirklich, gibt sicherlich den ein oder anderen Kunden der dieses Gadget sich gekauft hat in der Annahme dass es wirklich Klimaneutral produziert wurde. Nur schade dass wir hier nicht die USA sind, wo man mit einer Klage nun reich werden würde, da man ja von den Unternehmen getäuscht wurde.