Apple Store: Apple bietet in Südkorea alternative Zahlungsmethoden an

Gesetz verpflichtet den Konzern

Schon in den letzten Wochen gab es einige Hinweise darauf, dass Apple in Südkorea auf einige Probleme stoßen könnte, und zwar hinsichtlich der Zahlungsmethoden im dortigen App Store. Die Einführung eines neuen Gesetzes, das im September des letzten Jahres in Kraft getreten ist, würde Apple verpflichten, auch alternative Zahlungsmethoden anzubieten.

Dieses Gesetz ist nun in Kraft getreten und verbietet es App Store-Betreibern, von Entwickelnden die Verwendung ihrer eigenen In-App-Kaufsysteme zu verlangen. So berichtet der The Korea Herald. Laut Artikel plane Apple, dass es ein alternatives Zahlungssystem zu einer reduzierten Servicegebühr im Vergleich zur aktuellen Gebühr von 30 Prozent anbieten wolle. Der Tech-Riese habe seine Pläne zur Einhaltung der Vorschriften bei der Koreanischen Kommunikationskommission (KCC) eingereicht. In einem Statement von Apple heißt es:




“Wir freuen uns darauf, mit der KCC und unserer Entwicklergemeinschaft an einer Lösung zu arbeiten, die unseren koreanischen Nutzern zugute kommt. Apple hat großen Respekt vor den koreanischen Gesetzen und eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit den talentierten App-Entwicklern des Landes. Unsere Arbeit wird immer davon geleitet sein, dass der App Store ein sicherer und vertrauenswürdiger Ort für unsere Nutzer bleibt, um die Apps herunterzuladen, die sie lieben.“

Apple hat bislang nicht mitgeteilt, wann genau die Richtlinie in Kraft treten und die neue Servicegebühr zur Anwendung kommen würde. Laut The Korea Herald befindet sich der Konzern in Gesprächen mit der KCC, um weitere Details zu diskutieren. Sollten App Store-Betreiber sich weigern, alternative Zahlungsmethoden anzubieten, müssen sie mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Südkorea ist das erste Land weltweit, das ein solches Gesetz verabschiedet hat, nachdem die Abrechnungspolitik von Tech-Konzernen schon länger zur Diskussion stand.

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