Cookies: iPhone-App zum Senden und Anfragen von Geld ganz ohne IBAN und BIC

Mal eben schnell die Pizzabestellung durch den Freund ausgleichen, oder die Verpflegungskosten bargeldlos transferieren? Mit der App Cookies soll dies ganz bequem möglich sein.

Cookies

Cookies (App Store-Link) ist eine reine iPhone-App, die sich kostenlos aus dem deutschen App Store herunterladen lässt. Für die Installation der Anwendung wird neben 42 MB eures Speicherplatzes auch iOS 8.0 oder neuer benötigt. Die App kann in deutscher Sprache genutzt werden und wird derzeit auch gleich an zwei Stellen von Apple im App Store beworben: Zum einen in der Bannerrotation mit dem Hinweis „Unser Tipp“, sowie in der Rubrik „Diese Woche angesagt“.


„Bezahle deine Freunde, ohne an IBANs, BICs und TANs zu denken“, so die Aussage der Entwickler von Cookies Labs auf der eigenen Website. „Ob für das letzte Abendessen oder die Miete, mit Cookies kannst du supereinfach Geld senden und anfragen. Cookies ist schneller als jede andere Überweisung. Das Geld wird von Bankkonto zu Bankkonto gesendet – und du kannst direkt darauf zugreifen.“

Bevor man allerdings bei Freunden die letzte Pizza bezahlen kann, sind einige Schritte notwendig. Für die Anmeldung innerhalb der App ist es nicht nur notwendig, eine E-Mail-Adresse und ein Passwort zu vergeben, sondern auch die eigene Handynummer anzugeben, um das Konto per SMS-Link zu bestätigen. Und damit nicht genug: Im folgenden muss aus einer Bankenliste die Hausbank ausgewählt und sich dann mit den entsprechenden Zugangsdaten ins Online-Banking eingeloggt werden. Abschließend erfordert die App noch die Berechtigung, dass die DKB (Deutsche Kreditbank) für die Zahlungsabwicklung, sprich dem Versenden und Empfang von Geld, genutzt werden darf.

Cookies besitzt Datenschutz-Siegel vom TÜV Saarland

Wen diese zahlreichen Schritte und eingeforderten Informationen noch nicht abgeschreckt haben, bekommt dann mit Cookies die Möglichkeit, einem oder mehreren Freunden aus dem Adressbuch entweder per Handynummer oder E-Mail-Adresse Geld zu senden. Die Zahlungen werden anstatt wie bei Banküberweisungen üblichen Informationen wie IBAN, BIC und TAN per Touch ID-Fingerabdruck oder Cookies-PIN abgewickelt. Zudem lassen sich Benachrichtigungen über eingehende Zahlungen und Anfragen einrichten, und auch eine Zahlungsübersicht einsehen, in der der Nutzer alle Aktivitäten auf einen Blick versammelt hat. Apple Watch-User können zudem auf Kontoinformationen direkt am Handgelenk zugreifen.

Die Entwickler von Cookies erklären zudem, dass sensible Nutzerdaten, darunter Benutzernamen und Passwörter für das Online-Banking, ausschließlich und hochverschlüsselt auf dem iPhone gespeichert werden. „Die Kommunikation zwischen Smartphone und Bank basiert auf einem SSL-verschlüsselten Verfahren“, heißt es auf der Website von Cookies. „Sensible Daten werden nie an Dritte verkauft, vermietet oder in anderer Form übermittelt. Die Cookies-App besitzt das TÜV-Siegel ‚Geprüfter Datenschutz‘ des TÜV Saarland, das als Nachweis für Cookies Apps strenge Datenschutzsysteme dient. Sämtliche sensible Nutzerdaten werden in hochsicheren Banken-Rechenzentren in Deutschland gespeichert.“

Nichts desto trotz bleiben leichte Zweifel bei der Nutzung von Cookies. Die App lässt sich völlig kostenlos aus dem App Store herunterladen, zudem werden nach Angaben der Entwickler keine Gebühren für den Empfang und Versand von Geld fällig. Auch die Datenschutzrichtlinie liest sich unauffällig – wie dann wollen die Entwickler selbst Geld verdienen? Über zukünftige Monetarisierungs-Modelle ist auf der Cookies-Website bisher noch nichts zu lesen.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Hi Mel, da bekommt man ja das Schaudern, welche Daten man da alle an ‚Unbekannt‘ veröffentlichen soll⛔️! Das geht dich viel eleganter! Ihr habt dich beste Kontakte zu Apple?! Könnt Ihr nicht mal anregen, daß Apple mal eine App rausbringt wo man via AppStore Guthaben auf andere mit Belastung des eigenen Kontos veranlassen kann. Das geht z. B. sehr elegant und prompt via WeChat (in Asien meistgenutztes Kommunikationstool (anstelle WhatsApp).

    1. Ganz meine Meinung!
      Bei Apple verschläft man lieber die Zukunft.
      – Versuch mal eine im Ausland gekaufte ITunes Karte einzulösen -LOL
      Geht nur, wenn Dein Guthaben 0,00€ beträgt.
      Wann kommt das schon mal vor ???
      – Probier mal eine App in’s Ausland zu verschenken
      Fehlanzeige ( nicht mal in der EU möglich)
      – Stelle mal die Sprache Deines Gerätes auf Österreichisch (deutsch)
      Umlaute und scharfes ß scheint es dort hinter den Bergen und bei Apple nicht zu geben – LOL
      – Probier mal ein App mitsamt der Daten auf ein anderes IOS device zu verschieben – LOL
      – Probier mal Exifs von Fotos mit boardmitteln anzurufen – LOL
      Könnte Stunden so weitermachen.
      Da arbeiten nur Penner!!!

    2. Eine solche App würde ich niemals installieren!

      Wenn ich mit Freund Pizza esse, dann zahlt einer und das gleicht sich dann aus. Es geht ja ohne hin nur um kleine Beträge.

      Für größere Summe nutze ich natürlich online Banking da bietet meine Bank einfach mehr Sicherheit!

  2. Wird Zeit für eine solche App in Deutschland. In Schweden gibt man sich gegenseitig fast nur noch über die App „Swish“ Geld. Dafür gibt es auch schon ein eigenes Verb, „swisha“.
    Allerdings gibt es dort auch auch eine App „Mobile Bank ID“, an der alle Banken beteiligt sind und die als eine Art digitaler Fingerabdruck dient. Darüber kann man sich bei diversen Apps und Anbietern verifizieren, unter anderem eben auch Swish, sowie bei Ämtern, Kommunen usw.
    Irgendwie hängen wir da um Jahre hinterher. Meine Steuererklärung bestand in Schweden darin, in der App des Finanzamts einen OK-Button zu drücken.

  3. Siegel & TÜV passen nicht immer zusammen… auch im Saarland nicht 😉 selbstverständlich lieber mit als ohne. Mir erschließt sich der Sinn nicht wirklich. Zum Geld verschieben? Da kannst du gleich Bitcoins kaufen. Und wenn du geil bist, gib deine Daten goog** preis, um Gehör zu finden. Bares ist Rares! Ich bleib bei meiner alten Methode und zahle für Freunde einfach mit, anstatt mir das Geld wiederzuholen. Es gleicht sich bei guter Freundschaft schon aus. PayPal bietet sich hierbei als Alternative. Wobei ich auch hiervon Abstand nehme. Ich verzichte demnach und bedanke mich dennoch für den Artikel

  4. Was hat denn die DKB damit zu tun?
    Liest sich so als wäre das eine App von denen… Oder hast du das einfach nur für dein DKB-Konto eingerichtet?

    1. Die DKB wickelt die ein- und ausgehenden Zahlungen ab. Man muss nicht Kunde bei der Bank sein, ein Konto einer anderen deutschen Bank geht auch.

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