Das Magazin für Frauen: Amica auf dem iPad

13 Kommentare zu Das Magazin für Frauen: Amica auf dem iPad

Wenn Männer begeistert in der c’t oder auto motor HD blättern, braucht auch die weibliche Besitzerin eines iPads öfters mal ein wenig Ablenkung in Form einer Zeitschrift. Was würde sich da besser anbieten, als ein Mode- und Lifestyle-Magazin?

Seit dem 29. Juli kann die iPad-App von AMICA Online (App Store-Link) gratis geladen werden. Mit nur 1,3 MB kann das Angebot der Tomorrow Focus Media GmbH, die auch das iPad-Angebot von FOCUS Online entwickelt hat, sogar von unterwegs schnell geladen werden.


Laut eigener Beschreibung findet man bei AMICA „alles, was Frauen interessiert – von Mode, Schönheit, Lifestyle, Trends und Diät bis zu Stars, Liebe und Partnerschaft“. Das Magazin, das zu Hubert Burda Media gehört und bis vor einiger Zeit auch als Print-Medium am Kiosk zu kaufen war, hat sich mittlerweile zum reinen Online-Medium entwickelt. Ich selbst lese solche Magazine eigentlich vor allem beim Zahnarzt oder beim Friseur…

Ihren Themen ist AMICA Online in der iPad-Variante treu geblieben. Nach dem Download findet die interessierte Nutzerin gleich einen übersichtlichen und leicht bedienbaren Main-Screen, auf dem, wie in einer Fotocollage, eine bunte Mischung aus Mode- und Star-Stories, Beautytipps und Frisurenberatung auf gründliche Durchforstung wartet – dabei sind sämtliche Inhalte kostenlos verfügbar. Der Main-Screen lässt sich durch einen Fingerwisch zweimalig verschieben, so dass man auf insgesamt drei Seiten eine Mischung aus längeren Interviews und kürzeren Nachrichten und Tipps findet.

Ein Fingertipp auf den jeweiligen Artikel öffnet diesen in einem Extra-Fenster mit großer Fotoansicht. Um den gesamten Text lesen zu können, muss entweder gescrollt werden, oder aber nochmals unterhalb der kleinen Textvorschau auf „öffnen“ getippt werden, um die Vollansicht des Artikels zu sehen. Da die meisten der Texte eher nach dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ verfasst worden sind, können die Artikel schnell gelesen werden. Mit einem kleinen „x“ in der oberen Fenster-Ecke des Artikels geht es dann zum Hauptmenü zurück.

Sofern im Artikel eine Bildergalerie vorhanden ist, kann man sie durch links- und rechtswischen komplett durchstöbern. Leider musste ich feststellen, dass momentan keine umfangreiche Bildergalerie von George Clooney vorhanden ist – was für mich als weibliche Testperson im Ergebnis eigentlich schon allein einen Punktabzug wert wäre. Ebenfalls fällt auf, dass die Artikel nicht thematisch sortiert sind und auf den drei Seiten bunt zusammengewürfelt auf Leser warten. So findet sich ein „Keine Krampfadern: Schöne Beine in jedem Alter“-Artikel direkt neben den neusten Entwicklungen im Liebesleben der Harry-Potter-Darstellerin Emma Watson.

Besonders punkten kann die AMICA Online-App mit schnellen Ladezeiten dank geringer Datenmengen und mit einer zusätzlichen Listenansicht, die über eine Navigationsleiste am oberen rechten Bildrand ein- und wieder ausgeblendet werden kann. Ebenfalls wichtig für alle Klatsch- und Tratsch-Besessenen: Interessante Artikel lassen sich wahlweise über Facebook oder Twitter veröffentlichen und auch per E-Mail verschicken. Ich überlege ja gerade, ob ich meiner Mutter den Krampfader-Artikel per Mail weiterleiten sollte. Aber dann wäre ich wohl auf ewig enterbt.

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Kommentare 13 Antworten

      1. Trotzdem ich Illaka voll zustimmen muss, doch auch ein wenig Kritik… (vor allem das Fazit „Endlich bekommen auch Frauen was zu lesen…“ hat mich ein wenig schockiert) ;0)

        Wie bringe ich es gut rüber?! OK, ich finde das vorgestellte Angebot toll. Man bekommt sehr viel für lau und es ist gut gemacht. Grundsätzlich stört mich aber diese ewige Trennung „Mann-Frau das sind zwei Welten“. Und auch die Reduzierung der Frau durch die Medien auf einige wenige Themen.

        Ich denke Frau hat nicht nur Beauty, Mode, Prominenten-Tratsch und Lifestyle im Kopf (wenn überhaupt), aber Frauen-Zeitschriften wollen uns das weismachen. Erstens blättere ich (und sicher auch andere Männer) mir solche Magazine auch schon mal durch (man will ja am laufenden bleiben, ich schau‘ übrigens auch schon mal Kinderfernsehen) und zweitens würde z.B. meine Frau (vor die Wahl gestellt) sicher eher zur c’t greifen.

        Ja, Frauen sind hochkomplexe und teilweise schon etwas anders tickende Wesen, aber ich weigere mich das auf diese billigen Geschlechterrollen, die uns (auch heute noch) Gesellschaft und Medien vorbeten, zu beschränken. Junge Mädchen und Frauen werden in den Beauty- und Schlankheitswahn getrieben, statt das sie sich – normalgewichtig aber glücklich – sinnvolleren Themen zuwenden könnten. Aber die schlechte Frauenquote in Wirtschaft und Politik wird bejammert!? 🙁

        So, Gesellschaftskritik AUS! Sorry für den Ausritt…

        Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hätte mir ein wenig Kritik am Rande gewünscht (statt dem oben zitierten Nachsatz) da ich annehme, dass du auch nicht gerade zum Kernpublikum von Frauenzeitschriften gehörst… ;0)

        1. Tja, Gerraldo… Manchmal möchte man Sachen auch gerne anders formulieren, hat aber aufgrund von gewissen Zensuren – die scheint es in Deutschland, vor allem in der PR-Branche, noch zu geben – mit seiner eigenen Bissigkeit hinten an zu stehen…

          Und ja, du hast vollkommen recht, ich zähle mich nicht zum Klientel solcher Magazine. Außer, wenn ich beim Zahnarzt verzweifelt nach einer Alternative suche, aber die Wahl zwischen solchen Magazinen oder auch der „Bild der Frau“ oder dem „Goldenen Blatt“ erfolgen muss.

          1. Uh oh… Gute Antwort, aber auch wieder nicht… Weil jetzt kribbelt’s mich was zum Thema „Zensur“ loszulassen… *aaaargh* (übermenschliche Anstrengung)

            OK, ich lass‘ es… ;0)

            Mittlerweile sehe ich dieses „Endlich bekommen auch Frauen was zu lesen…“ auch irgendwie als (sehr) hintergründig sozialkritisch. Und eine kluge und selbstbewußte Frau (also die typische iPad-Besitzerin) weiß das Amica-Angebot schon richtig zu nutzen… ;0)

          2. Geb mir doch mal deine E-Mail-Adresse oder schreib an mel [at] appgefahren.de, dann kannst du dich weiter auslassen… 😉

  1. Oh je, mir war gar nicht bewusst, dass ich als Frau bis jetzt keinen Lesestoff auf dem iPad hatte. Dabei habe ich doch gerade wegen der tollen News-Blog-Twitter Apps wie z.B. FlipBoard, Taptu und Pulse sowie der E-Paper Ausgaben von diversen Magazinen das Pad erworben.
    Mel, es tut mir leid, aber du stupst mich mit deiner Rezension als XX-chromosomale IPad-Nutzer(in) so absolut in eine Ecke, in der ich mich partout nicht finde.
    Ja, ich gehöre auch zu den Personen, die beim Friseur, beim Zahnarzt und im Flieger die Bunte, Gala etc. lesen (am nettesten ist es übrigens im Flieger, wenn die Herrn, die neben einem sitzen und zum Manager Magazin oder zur FT gegriffen haben fragen „Sind Sie schon durch? Darf ich?).
    Aber deinen Formulierung „endlich haben auch Frauen …“ stösst mir schon sauer auf. Hier ein Dankeschön an meine Vorkommentatoren, die u eine Lanze für die diversen Interessensgebiete von Frauen gebrochen haben.

    Meine Bitte an das ganze AppGefahren Team: Fallt bitte nicht in die klassische Stereotype – Männer machen Technik, Sport und Grillen, Frauen kümmern sich um Kochen, Stars und Spiritualität.

    Ihr macht das ganze bisher mit soviel Liebe, Spass und Engagement und gehört daher auch zu meine Apps, die ich jeden Tag öffne. Ich vermute das kostet euch viel Zeit und Kraft. Danke für euren Einsatz.

    1. Du hast das Hintergründige in „Endlich haben auch Frauen was zu lesen…“ noch nicht entdeckt! Hätte diesen Satz ein Mann geschrieben, so hätte er dies vermutlich auch ernsthaft so gemeint. Aus der Feder einer Frau wird er zum witzig, mit verdrehten Augen hingeseufzten „Na klar, Mr. Macho darauf haben wir gewartet! Wie konnten wir nur bisher ohne?“. Zumindest stelle ich mir das so vor… ;0)

    2. Wenn ich beimerken dürfte, da dieser Satz ja anscheinend schon für etwas Zündstoff gesorgt hat, dass das Fazit mit besagter Formulierung nicht aus meiner Feder, sondern der eines männlichen Kollegen stammt… 😉 Ich vergesse nämlich fast immer, die paar Fazit-Sätze meinem Artikel hinzuzufügen… 😉
      Was denrestlichen Stil des Artikels angeht, hatte ich ja schon weiter oben meinen Senf dazugegeben. Ich dachte allerdings, dass meine Einstellung zu solchen Magazinen trotzdem vermittelt worden ist.

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