Drops: Sprachen lernen mit kleinen täglichen Lektionen

38 Sprachen stehen bereit

Fremdsprachen zu lernen ist eine tolle Sache. Gerade in Corona-Zeiten und eingeschränkter Reisefreiheit suchen zudem viele Menschen nach Möglichkeiten, ihre freie Zeit mit fremden Kulturen und deren Sprache zu verbringen. Noch vor dem Ausbruch der Pandemie habe ich im letzten Jahr mit einem Niederländisch-Kurs begonnen, allerdings ganz klassisch an der VHS. Auch dieser fand aufgrund der aktuellen Situation in den letzten beiden Monaten nicht statt, und so habe ich nach Möglichkeiten gesucht, mein Vokabular aufzufrischen und am Ball zu bleiben.

Die kleinen täglichen Lektionen von Drops (App Store-Link) haben sich an dieser Stelle als hilfreich erwiesen. Drops lässt sich kostenlos auf iPhones und iPads herunterladen und benötigt neben 130 MB an freiem Speicherplatz auch iOS 10.0 oder neuer zur Installation. Alle Inhalte der App können in deutscher Sprache genutzt werden.


A propos Sprache: Mit Drops können gegenwärtig 38 Sprachen aus der ganzen Welt erlernt werden. Als neueste Sprache steht seit kurzem auch Estnisch in Drops bereit, dazu gibt es die Klassiker wie Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Chinesisch, aber auch Exoten wie Esperanto, Hawaiianisch, Isländisch, Vietnamesisch, Samoanisch und Māori. Alle mehr als 2.500 Sprachsamples wurden von professionellen Sprechern vertont. 

Das Besondere von Drops: Die Anwendung legt einen Fokus auf tägliche kurze Lektionen, deren Länge man selbst bestimmen kann. Empfohlen werden fünf Minuten pro Tag, man kann aber auch 10 Minuten, 15 Minuten oder ein unbegrenztes Zeitfenster auswählen. Die täglichen Lerneinheiten konzentrieren sich dann zudem auf audio-visuelle Beispiele, Puzzles und kleine Games, mit denen der Wortschatz erweitert wird. Langwierige Grammatik-Stunden sind hier nicht an der Tagesordnung, Drops will eher ein Wortschatz-Basiswissen für verschiedene Lebensbereiche bieten. So gibt es beispielsweise die Kategorien Essen & Trinken, Redewendungen für Reisende, Grundlagen, Natur & Tiere, Mensch & Gesundheit, Beruf & Technik, Wissenschaft & Wissen, Sport & Fitness und zahlreiche weitere. 

Geeignet für Sprachkurs-Begleitung oder Auffrischung

Startet man dann also einen kleinen täglichen Sprachsprint, bekommt man neue Wörter präsentiert, die zusätzlich vertont wurden und auf verschiedenste Weise erkannt und buchstabiert werden müssen. Wischgesten erlauben es dem User, Vokabeln in die Liste der zu lernenden Wörter aufzunehmen oder diese abzulehnen. Auch das Buchstabieren von Wörtern geht über simple Wischgesten, tippen muss man in Drops zu keinem Zeitpunkt. Den Vokabeln zugeordnete Symbole tauchen immer wieder auf, so dass der Lerneffekt auf verschiedenste Art und Weise angeregt wird.

Die fertigen Lektionen werden mit einem Kurzbericht abgeschlossen. Damit man bei der Stange gehalten wird, gibt es sogenannte Streaks, also Fortschritte, die man nach Möglichkeit nicht unterbrechen sollte. Auch der Lerngrad ändert sich, je mehr Wörter man gelernt hat – gestartet wird logischerweise mit „Anfänger“. In der Kategorie „Dojo“ können zudem Vokabeln gelernt werden, die man gerne mal wieder vergisst. Dazu wendet das Feature einen speziellen optimalen Lernalgorithmus an, in dem das richtige Wort zur rechten Zeit präsentiert wird. In einer weiteren Kategorie „Sammlung“ stehen zudem in einer Liste alle bereits gelernten Vokabeln auf einen Blick bereit.

Die Aufteilung von Drops in kleine tägliche Sprachhappen kommt auch den Lernenden zugute, die sich nicht ständig mit längeren Lektionen herumschlagen wollen. Der Nachteil: Außer dem Erlernen von Vokabeln und vorgefertigten Sätzen gibt es in Drops keine weiteren Möglichkeiten, frei mit der Fremdsprache zu arbeiten. Für den nächsten Urlaub oder zur Begleitung eines richtigen Sprachkurses ist die App wirklich gut geeignet, für ernsthaftes Erlernen einer Fremdsprache meiner Ansicht jedoch nicht – dazu fehlt in Drops leider die Tiefe. 

Möchte man Drops über die kostenlose Probephase hinaus weiter verwenden, fällt zudem ein kostenpflichtiges Abonnement an, das mit Preisen ab 9,99 Euro/Monat bzw. 34,99 Euro/Jahr (über die Website) zu Buche schlägt. Mit Droplets (App Store-Link) gibt es zudem eine auf junge Lernende fokussierte Sprachlern-App der gleichen Entwickler, deren Inhalte im Rahmen der Coronakrise derzeit für Lehrer erweitert wurden. Wer ganz neue fremdsprachige Alphabete schreiben lernen möchte, kann sich zudem die App Scripts (App Store-Link) ansehen, die sich auf verschiedene Schreibsysteme der Welt, darunter Kyrillisch, japanisches Kana oder indisches Devanagari konzentriert. 

‎Drops: sprachen lernen
‎Drops: sprachen lernen
Entwickler: PLANB LABS OU
Preis: Kostenlos+

Kommentare 7 Antworten

    1. Sorry, wir sind verpflichtet das Zeugs einzubauen. Aber normalerweise sollte die Abfrage nur einmal in 30 Tagen erscheinen. Wir prüfen das grad.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2020 appgefahren.de