Hey Siri: Wie steht es eigentlich um den Datenschutz?

Der Befehl „Hey Siri“ ist schon seit iOS 8 bekannt. Bald soll die Sprachassistentin aber noch mehr lauschen.

Siri

Nach der Vorstellung des neuen iPhone haben wir zahlreiche besorgte E-Mails rund um das Thema „Hey Siri“ erhalten. Nicht ohne Grund, denn immerhin wird Apples Sprachassistentin beim iPhone 6s und iPhone 6s Plus dauerhaft lauschen, um auf den Befehl zur Aktivierung zu warten und dem Nutzer umgehend helfen zu können. Aus unserer Sicht gibt es allerdings keinen Grund zur Sorge.

Zunächst einmal ist „Hey Siri“ ja nicht neu. Der Befehl funktioniert bereits aktuell, wenn das iPhone oder iPad am Strom hängt. Uns wundert auch nicht, dass das nicht jedem Nutzer geheuer ist. Letztlich ist das aber kein großes Problem, denn die Funktion „Hey Siri“ kann in den iOS-Einstellungen im Siri-Menü ganz einfach deaktiviert werden. Ist das der Fall, hört die Sprachassistentin nur noch auf Knopfdruck zu.

Ganz ähnlich wird es sich auch beim iPhone 6s und iPhone 6s Plus verhalten, wo Siri dank neuer Technik auch dann auf ihren Befehl warten kann, wenn das Gerät nicht mit einer Stromquelle verbunden ist. Wer das nicht möchte: Einfach „Hey Siri“ in den Einstellungen deaktivieren.

Zudem hat Apple bereits einige Informationen rund um den Datenschutz verraten. Solange das iPhone keinen „Hey Siri“-Befehl oder einen langen Knopfdruck auf den Home-Button registriert, werden alle aufgenommenen Geräusche lediglich auf dem iPhone verarbeitet und nicht gespeichert. Erst wenn Siri tatsächlich aktiviert wird, werden Daten an Apple gesendet, um den Befehl verarbeiten zu können. Und auch diese Anfragen sind wie bisher mit Nutzerdaten verbunden, sondern vollkommen anonym.

Kommentare 32 Antworten

  1. „Und auch diese Anfragen sind wie bisher mit Nutzerdaten verbunden, sondern vollkommen anonym.“ Ich glaube da fehlt ein nicht ganz unbedeutendes „nicht“ ?

    1. Auf jeden Fall! Seriennummer, Apple-ID, evtl. Kreditkarte o.Ä.! Vllt. mag Apple kein Interesse an den Daten haben, aber was ist mit den Geheimdiensten? 🙂

  2. Bin mal gespannt, ob und wie sich das dann auf den Akku bei den 6s auswirkt, wenn Siri dauernd lauscht und auf einen „Hey Siri“-Befehl wartet.

    Und tatsächlich ist es so, dass Siri-Anfragen anonym gesendet werden und es muss ja gesendet werden, ansonsten kann Siri gar nicht antworten.

    1. Bei Cydia gibt es einen Tweak, bei dem das Ganze schon seit geraumer Zeit geht. Allerdings geht das echt zu Lasten des Akkus. Bin auch gespannt inwiefern es sich beim 6s/Plus bemerkbar machen wird

      1. Jailbreack und sich beschweren, dass das iPhone offen ist wie ein Scheunentor. Dieser Gedanke kam mir gleich bei deinem Beitrag. Bist also nicht persönlich gemeint. 😉

        1. Hab ich übersehen, sorry. Dann anders gesagt: ich rate dann von der Nutzung ab. Sinn macht es m.E. nur in Kombination mit der Freisprecheinrichtung im Auto, sofern diese keine Sprachsteuerung bietet.
          Natürlich wird der Stromverbrauch steigen. Das Mikrofon ist dauernd an, jedes Geräusch muss analysiert werden.

        2. @frimp

          Das wissen wir jetzt noch nicht. Im iPhone 6s ist ein Co-Prozessor integriert, der das vermutlich akkuschonend regeln kann, Erfahrungswerte wird es erst geben, wenn dies die ersten iPhone 6s-Besitzer getestet haben.

      1. In iOS9 ist eine Stimmerkennung integriert, Siri reagiert dann nur auf die erkannte Stimme.

        Kannst ja gerne mal in der Bahn ausprobieren und uns dann berichten, ob und wie gut es funktioniert…lol 🙂

  3. Das wird nicht gehen, da du Siri Einpaar sätze vorlesen musst, damit sie deine stimme erkennt. Nicht blöde die bei Apple. Und all dass ist in den entwicklungskosten mit drinne. Das sehen aber die wenigsten. Es werden nur die Herstellungskosten gesehen, aber nicht was da alles hinter steckt. 😉

      1. Es waren eben ein paar Sätze (kein Roman). „Hey“, dann „Hey Siri“, und dann noch ein etwas längerer Satz oder zwei (bin da nicht sicher). Das hat insgesamt vielleicht 90 Sekunden gedauert, nicht länger.

  4. Natürlich ist es bedenklich, Weberin Mikro ständig lauscht. Jeder muss es also für sich selbst entscheiden, was er tut.
    Jedenfalls habe ich bei „OK Google“ größere Bedenken als bei „Hey Siri“.

    Ich werd es jedenfalls ausgiebig testen.
    Hatte jetzt schon öfters die Situation auf der Heimfahrt mit dem Auto, dass ich Siri gut gebrauchen hätte können aber die Fahrsituation erlaubte es nicht, die Hände vom Steuer zu nehmen.

    Und zum Kommentar vom Nogger:
    Da stimm ich auf jeden Fall zu!

    1. Da kann ich dir jetzt schon sagen, dass es nicht funktionieren wird wegen der mit iOS9 eingeführten Stimmerkennung für Siri.
      Du musst bei Aktivierung von „Hey Siri“ ein paar Wörter/Sätze einsprechen, damit Siri deine Stimme erkennen kann.

  5. Was mich wundert, es ist doch klar dass hier die Daten an die Apple Server gehen wenn man Siri verwendet. Aber man sollte das weiterhin deaktivieren können. Das muss geprüft werden.

  6. Ich bin enttäuscht, dass es scheinbar schon wieder keine offline-Siri gibt, so wie es aussieht…

    Dazu muss man wissen, dass man auf dem Mac eine etwa 1 GB große Sprachdatei herunterladen kann, dann kann man diktieren ohne Internet! Bei einem iPhone mit 64 oder 128 GB ist das ja wohl kein Problem.

    Jeder der oft mit dem Auto unterwegs ist, beziehungsweise in der ländlichen Gegend, wird mir da sicherlich Recht geben. Wenn man wenigstens die wichtigsten Befehle wie zum Beispiel: ruf xyz an, erinnere mich usw. zur Verfügung hätte.

    Auch bräuchte man sich offline dann bezüglich des Datenschutzes keine Gedanken mehr machen.

  7. Nachtrag: für die komplexeren Anfragen, spezielle Datenbank-Anfragen oder um auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren, kann sich Siri ja immer noch rausreden, dass derzeit keine Verbindung zum Internet besteht…

    Wie hoch ist der Berg „X“, kann natürlich nicht funktionieren, da müsste schon eine Standardenzyklopädie an Bord sein.

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