Auf der IFA in Berlin wurden in diesem Jahr mal wieder etliche neue Roboter-Konzepte präsentiert. Im Bereich der Saug- und Wischroboter hat sicherlich Mova die ambitioniertesten Pläne, hier will man eine komplette Roboterhand mit funktionierenden Fingern auf Roboter-Größe schrumpfen. Das wird aber wohl noch einige Jahre dauern. Weiter scheint iRobot mit seiner Idee des Roomba Duo zu sein.
Beim Roomba Duo will iRobot zwei Arten der Bodenreinigung miteinander kombinieren und so einen bestehenden Kompromiss lösen: „Nass-Trocken-Staubsauger lieferten zwar eine leistungsstarke Reinigung, verfügten jedoch nicht über autonome Navigation. Saugroboter boten zwar den Komfort einer automatischen Reinigung, erreichten jedoch nicht die Reinigungsleistung eines Nass-Trocken-Staubsaugers“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Und genau hier kommt der iRobot Roomba Duo ins Spiels. Die Haupteinheit mit ihren 17 Zentimeter großen Rädern bietet genug Platz, Leistung und vor allem Anpressdruck, um mit Dampf und frischem Wasser zu saugen und zu wischen. Es soll ein Mopp mit einem Durchmesser von 60 Millimetern zum Einsatz kommen, der mit einem Gewicht von 4,7 Kilogramm auf den Boden drückt. Zudem soll es eine besonders hohe Saugkraft geben.
Normaler Saugroboter fährt auf dem Roomba Duo mit
Dieses Monster kommt natürlich nicht überall hin. Für schwer zugängliche Stellen, etwa unter dem Sofa, dem Bett oder anderen Möbeln, kommt ein klassischer Saug- und Wischroboter zum Einsatz, der einfach mit einem Schwenkarm vom Hauptgerät auf den Boden gesetzt wird. Bei der Demo in Berlin hat iRobot auf den bereits erhältlichen Roomba Plus 575 Combo gesetzt, bei dem es keine großen Überraschungen gibt. Es ist einfach ein klassischer kleiner Roboter mit einer grundsoliden Ausstattung.
„Anstatt einen einzigen Roboter mit allen Aufgaben zu betrauen, haben wir spezialisierte Roboter entwickelt, die als ein einziges intelligentes System zusammenarbeiten. Denn genau das ist notwendig, um das Leben zu Hause wirklich zu verändern“, sagt Hao Li, CEO von iRobot. „Das ist die Grundlage für unsere Vision eines vollständig autonomen Zuhauses, das sich selbst um sich kümmert, sodass Sie es nicht tun müssen.“
Betonen müssen wir derzeit aber noch einmal: Es handelt sich bisher nur um ein Konzept. Hier sehen wir die Markteinführung aber tatsächlich in realistischer Nähe. Genauere Angaben zu einem möglichen Starttermin oder gar einem Preis hat iRobot bisher aber nicht gemacht.

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