DJI bringt mit der Osmo 360 II eine neue High-End-360°-Kamera auf den Markt und zeigt sie erstmals auf der IFA 2026 in Berlin. Im Mittelpunkt stehen zwei neue quadratische 1/1,1-Zoll-HDR-Sensoren, die 360°-Videos mit bis zu 8K und 60 Bildern pro Sekunde ermöglichen. DJI verspricht dabei einen Dynamikumfang von 14,5 Blendenstufen. Der Hersteller kombiniert dafür Know-how aus Luftbildfotografie, Ronin-Gimbals und der Osmo-Action-Reihe. Das Ergebnis soll vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen deutlich mehr Details liefern.
Für Aufnahmen bei wenig Licht bringt DJI die neue AI-SuperNight-2.0-Technologie ins Spiel. Ein KI-gestützter Algorithmus zur Rauschreduzierung soll dunkle Szenen heller und gleichzeitig sauberer darstellen. Große 2,4-Mikrometer-Pixel und ein leistungsfähige Bildprozessor sollen außerdem dafür sorgen, dass auch schnelle Action in 8K/60 fps möglichst scharf bleibt. Damit richtet sich die Osmo 360 II nicht nur an klassische 360°-Vlogger, sondern auch an Motorradfahrer, Wintersportler und Mountainbiker.
Vom Wintersport bis zum Tauchgang

Bei der Ausstattung zeigt sich die Osmo 360 II ziemlich vielseitig. Ab Werk soll sie bis zu zehn Meter wasserdicht sein, mit einem optionalen Gehäuse sind laut DJI bis zu 50 Meter möglich. Auch Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius sollen kein Problem darstellen. Für den Wintersport gibt es zudem einen bis zu 2,5 Meter langen Carbonfaser-Selfie-Stick, der spektakuläre Perspektiven aus der Vogelansicht ermöglicht. Sprach- und Gestensteuerung sollen die Bedienung erleichtern, wenn beide Hände gerade anderweitig beschäftigt sind.
Auch abseits klassischer 360°-Videos hat DJI einige kreative Modi eingebaut. Die Osmo 360 II nimmt HDR-Panoramafotos mit bis zu 120 Megapixeln auf und kann 360°-Zeitraffer mit bis zu 16K erstellen. Ein weiterer Hingucker ist der sogenannte 64-fache Panorama-Zeitlupenmodus: Mit Hilfe der KI-Bildinterpolation von DJI Studio sollen sich Aufnahmen nachträglich auf eine Qualität bringen lassen, die laut Hersteller einer zugeschnittenen 8K-Aufnahme mit 480 fps entspricht. Für besonders dynamische Szenen gibt es außerdem einen Vortex-Modus mit 8K/120 fps.
183 Gramm, 105 GB Speicher und wechselbare Linsen

Beim Workflow mit der Osmo 360 II hält das neue Spotlight Follow ausgewählte Motive automatisch in der Bildmitte, so dass Creator sie nicht zwingend später im Schnitt neu ausrichten müssen. Dazu kommt ein NFC-Bereich, über den sich die Kamera per One-Tap mit der DJI-Mimo-App verbinden lässt. Auch die Übertragung von Material und der Sprung direkt in die Bearbeitung sollen dadurch schneller funktionieren. Professionelle Nutzer und Nutzerinnen können außerdem 360°-Material über ein Plugin für DaVinci Resolve direkt in ihren Schnitt-Workflow integrieren. Alle Videoformate unterstützen laut DJI inzwischen 10 Bit und das D-Log-M-Farbprofil.
Trotz der umfangreichen Technik bleibt die Kamera mit 183 Gramm vergleichsweise leicht. Besonders praktisch: 105 GB interner Speicher sind bereits an Bord. Die beiden Objektive verfügen über eine besonders robuste Beschichtung und lassen sich bei Beschädigung austauschen. Der Akku soll bis zu 100 Minuten 8K-Aufnahme bei 30 fps ermöglichen und in 22 Minuten auf 80 Prozent geladen sein. Mit dem separat erhältlichen Akkuverlängerungsstab kann die Laufzeit um bis zu 180 Minuten erweitert werden. Für den Ton setzt DJI auf vier integrierte Mikrofone und die direkte Verbindung zu verschiedenen DJI-OsmoAudio-Mikrofonen.
Auf der IFA 2026 können Besucher die Osmo 360 II vom 4. bis 8. September am DJI-Stand H20-129 in Halle 20 ausprobieren. In Deutschland startet der Verkauf am 15. September dieses Jahres: Die Standard-Combo kostet 589 Euro, während die umfangreichere Adventure-Combo mit 739 Euro zu Buche schlägt. Zusätzlich bietet DJI unter anderem ein Dual-Linsen-Austausch-Set für 39 Euro, den Akkuverlängerungsstab für 99 Euro und ein Schwerlastklemmen-Halterungsset für 49 Euro an. Preis und Verfügbarkeit des unsichtbaren Unterwassergehäuses will DJI zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Alle Infos zur DJI Osmo 360 II gibt es auf der Produktseite des Herstellers.

Echt jetzt, 1 Zoll? Da sollte man dji informieren, die denken sie haben 1/1,1 Zoll verbaut. Die Sensorgrösse gehört bei diesen Kameras immer zu wichtigsten Merkmalen.
Ist natürlich 1/1,1 Zoll. Habe es korrigiert, danke. 🙏🏼