Anker EufyCam C37 4K: Mehr Schärfe, mehr KI und ein deutlich höherer Preis

Anker EufyCam C37 4K: Mehr Schärfe, mehr KI und ein deutlich höherer Preis

Solarpanel kann weiter separat montiert werden

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Jemand montiert eine Anker eufyCam C37 4K samt Solarpanel an einer Hausecke.

Eufy legt bei seiner noch jungen C37-Kamera nach und bringt eine neue 4K-Version auf den Markt. Das Grundkonzept bleibt dabei erfreulich vertraut: kabellose Outdoor-Kamera, Akku, separates Solarpanel und eine motorisierte Schwenk- und Neigefunktion. Der Haken steckt beim Preis: Während die ursprüngliche C37 im April mit 2K-Auflösung für 99 Euro gestartet ist und inzwischen teils für rund 60 Euro angeboten wird, werden für die neue C37 4K aktuell 139 Euro aufgerufen. Damit kostet das neue Modell zum Start mehr als doppelt so viel wie die inzwischen deutlich günstigere Vorgängerin.

Für den Aufpreis liefert Eufy allerdings nicht einfach nur ein schärferes Bild. Die C37 4K nimmt Videos in 4K auf und kombiniert diese mit einem integrierten Spotlight. Dadurch sollen auch bei Dunkelheit farbige Aufnahmen möglich sein, inklusive besser erkennbarer Details bei Personen, Kleidung oder Kennzeichen. Dazu kommt eine 135-Grad-Sichtweite. Die Kamera erkennt per KI Menschen, Fahrzeuge und Haustiere und kann erkannte Objekte automatisch verfolgen. Der Kamerakopf bewegt sich dafür horizontal und vertikal, so dass eine einzelne Kamera einen deutlich größeren Bereich abdecken kann.


Beim Stromkonzept bleibt Eufy wiederum dem bekannten Ansatz treu. Das 3-Watt-Solarpanel ist nicht fest an die Kamera gekoppelt, sondern lässt sich unabhängig ausrichten. Das klingt nach einem kleinen Detail, ist bei der Montage aber ziemlich praktisch: Die Kamera kann dort hinschauen, wo tatsächlich etwas überwacht werden soll, während das Panel separat möglichst viel Sonne abbekommt. Eufy gibt für den 6700-mAh-Akku bis zu 45 Tage Laufzeit pro Ladung an, wobei diese Angabe auf einer bestimmten Zahl von Bewegungsereignissen basiert. Bei ausreichend Sonne soll das Panel die Kamera im Alltag sogar dauerhaft mit Energie versorgen können.

Kein Abo, aber eine Speicherkarte ist Pflicht

Anker eufyCam C37 4K über einem Haus mit Garten
Die Anker eufyCam C37 4K verfügt über eine 360 Grad-Sicht.

Auch beim Thema Cloud bleibt Eufy vergleichsweise entspannt, denn ein monatliches Abo ist für die Aufnahmen nicht erforderlich. Die C37 4K verfügt allerdings über keinen integrierten Speicher. Für den eigenständigen Betrieb muss deshalb eine microSD-Karte eingesetzt werden, unterstützt werden bis zu 256 GB. Wer die Kamera ins größere Eufy-System einbinden möchte, kann stattdessen eine HomeBase Mini oder HomeBase 3 verwenden. Die ältere HomeBase 2 bleibt außen vor, ebenso leider auch Apple Home beziehungsweise HomeKit.

Bei aller 4K-Euphorie gibt es eine wichtige Einschränkung: Die C37 4K ist nicht für eine klassische 24/7-Videoüberwachung ausgelegt. Eine kontinuierliche Aufnahme wird ausdrücklich nicht unterstützt, auch nicht in Verbindung mit der HomeBase Mini. Das passt allerdings zum Konzept aus Akku und Solarversorgung, da die Kamera vor allem bei relevanten Ereignissen aktiv werden soll, anstatt permanent riesige Videodatenmengen aufzuzeichnen. Für Bewegungserkennung und gezielte Überwachung ist das sinnvoll, wer dagegen eine lückenlose Aufzeichnung erwartet, sollte diesen Punkt vor dem Kauf im Hinterkopf behalten.

Unterm Strich ist die C37 4K weniger eine komplett neue Kamera als vielmehr ein ordentlich aufgebohrtes Upgrade der ursprünglichen C37. 4K, Farbnachtsicht, KI-Erkennung, automatisches Tracking, 360-Grad-Abdeckung durch die bewegliche Optik und das flexible 3-Watt-Solarpanel machen das Paket technisch interessant. Gleichzeitig ist der Preissprung gegenüber der 2K-Version ziemlich heftig, zumindest solange die ältere C37 im Handel für deutlich unter 100 Euro zu bekommen ist. Spannend dürfte deshalb vor allem werden, wie schnell der Preis der 4K-Version nach dem Marktstart nachgibt. Bei Amazon kann die eufyCam C37 4K aktuell zum Preis von 139 Euro bei kostenlosem Versand bestellt werden.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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