Die Shelly Group erweitert ihr Smart Home-Ökosystem um eine neue Produktkategorie: Die Shelly Camera. Die kompakte Indoor-Kamera richtet sich nicht nur an Privathaushalte, sondern auch an Büros und kleinere Gewerbebetriebe. Der offizielle Produktlaunch fand am 1. September 2026 statt. Preislich positioniert Shelly die Kamera als vergleichsweise günstige Lösung, die ihre grundlegenden Funktionen ohne verpflichtendes Abonnement bietet. Gleichzeitig soll sie sich nahtlos in das bestehende Shelly-Ökosystem und zahlreiche andere Smart-Home-Plattformen einfügen.
Bei der Bildqualität setzt Shelly auf Full HD mit 1080p. Der horizontale Blickwinkel beträgt 110 Grad, vertikal sind es 70 Grad. Damit soll die Kamera einen vergleichsweise großen Bereich eines Raumes mit nur einem Gerät abdecken. Auch bei Dunkelheit bleibt sie einsatzbereit: Eine integrierte Schwarz-Weiß-Nachtsicht sorgt dafür, dass Personen und andere relevante Ereignisse auch bei schlechten Lichtverhältnissen erkennbar bleiben. Wird eine Bewegung festgestellt, kann die Kamera automatisch eine Aufzeichnung starten und über die Shelly Smart Control App eine Benachrichtigung inklusive Vorschau verschicken.
Etwas smarter wird die Überwachung mit der cloudbasierten KI-Funktion. Sie kann unter anderem zwischen Personen, Haustieren und Fahrzeugen unterscheiden. Dadurch lassen sich Benachrichtigungen gezielter gestalten, so dass nicht bei jeder beliebigen Bewegung sofort das Smartphone bimmelt. Zusätzlich können Nutzer und Nutzerinnen individuelle Überwachungszonen definieren und damit festlegen, welche Bereiche besonders relevant sind oder bewusst nicht überwacht werden sollen.
Kein Abo nötig: Lokale Aufnahmen inklusive

Ein wichtiger Punkt für preisbewusste User ist die Tatsache, dass sich grundlegenden Funktionen der Shelly Camera ohne verpflichtendes Cloud-Abonnement verwenden lassen. Aufnahmen können lokal auf einer microSD-Karte gespeichert werden. Gleichzeitig unterstützt die Kamera RTSP und stellt zwei Streams parallel bereit, einen höher aufgelösten Stream für Aufzeichnungen und einen bandbreitenschonenderen für die Live-Ansicht. Damit lässt sie sich auch in externe Systeme wie NVR-Lösungen, Home Assistant oder Frigate NVR integrieren. Wer zusätzliche Cloud-Funktionen nutzen möchte, kann dagegen auf Shellys Cloud-Infrastruktur zurückgreifen.
Die Kamera kann darüber hinaus nicht nur sehen, sondern auch hören und sprechen. Ein integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher ermöglichen eine Zwei-Wege-Kommunikation. Das kann praktisch sein, um mit Kindern oder älteren Familienmitgliedern zu sprechen, Besuchern Anweisungen zu geben oder in Geschäftsräumen mit Angestellten zu kommunizieren. Bei der Installation bleibt Shelly flexibel: Die kompakte Kamera kann frei platziert oder an Wand und Decke montiert werden. Strom bekommt sie über USB-C, wobei ein zwei Meter langes Kabel und eine Montagehalterung zum Lieferumfang gehören.
Offen für Home Assistant, Alexa und Co.

Shelly setzt bei der Kamera auf einen offenen Ansatz: Über Wenn/Dann-Szenen in der Shelly-App kann eine erkannte Bewegung beispielsweise das Einschalten eines Lichts oder andere Automatisierungen auslösen. Unterstützt werden unter anderem MQTT, WebSocket und WebRTC. Darüber hinaus nennt Shelly Kompatibilitäten mit Home Assistant, Frigate NVR, Amazon Alexa, Google Home und Samsung SmartThings. Die Einrichtung erfolgt über Bluetooth, anschließend übernimmt Dual-Band-WLAN die Kommunikation. Ein zusätzlicher Hub ist nicht erforderlich. Aufzeichnungen können lokal auf einer microSD-Karte gespeichert oder über die Cloud-Infrastruktur in der Europäischen Union verwaltet werden.
Die neue Shelly Camera ist ab sofort auf der offiziellen Website des Smart Home-Herstellers erhältlich und kann dort zum günstigen Preis von 39,90 Euro in weißer und schwarzer Farbe bestellt werden. Zum Zeitpunkt der Artikel-Erstellung war die schwarze Variante ausverkauft, sie dürfte aber bald wieder verfügbar gemacht werden.

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