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Apple warnt erneut vor Spionageangriffen: User in 110 Ländern betroffen

Neuer Support-Artikel erklärt die Warnungen

iPhone-Lockscreen im Detail

Apple hat eine neue Runde von Bedrohungsbenachrichtigungen verschickt. Betroffen sind Nutzer und Nutzerinnen in 110 Ländern, bei denen der Verdacht besteht, dass ihre Geräte Ziel sogenannter „Söldner-Spyware“ geworden sein könnten. Wie viele Menschen die Warnungen genau erhalten haben, teilte Apple nicht mit. Nach Angaben von TechCrunch steigt die Zahl der Länder, in denen Apple in den vergangenen Jahren entsprechende Warnungen ausgesprochen hat, damit auf mehr als 150.

Bei den Angriffen geht es um kommerzielle Spionagesoftware, die meist von hoch spezialisierten Akteuren eingesetzt wird. Solche Werkzeuge können besonders gefährlich sein, weil sie gezielt gegen einzelne Personen eingesetzt werden und unter Umständen weitreichenden Zugriff auf ein Gerät ermöglichen. Apple hatte bereits mehrfach User vor solchen Angriffen gewarnt, unter anderem im vergangenen Jahr in rund 100 Ländern.


Parallel zur aktuellen Warnwelle hat Apple einen neuen Support-Artikel veröffentlicht, der genauer erklärt, wie die sogenannten Bedrohungsbenachrichtigungen funktionieren. Darin beschreibt der Konzern auch, welche Schritte Betroffene unternehmen sollten. Eine wichtige Empfehlung lautet, den Lockdown-Modus zu aktivieren, der besonders aggressive und gezielte Cyberangriffe erschweren soll. Von Apple heißt es dazu:

„Apple-Bedrohungsbenachrichtigungen liefern zusätzliche Informationen und empfehlen Maßnahmen, die Nutzer ergreifen können, um ihre Konten und Geräte zu schützen, darunter die Aktivierung des Lockdown-Modus. Wir empfehlen den benachrichtigten Nutzern dringend, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, beispielsweise die schnelle Notfall-Sicherheitshilfe der Digital Security Helpline der gemeinnützigen Organisation Access Now. Empfänger von Apple-Bedrohungsbenachrichtigungen können die Digital Security Helpline rund um die Uhr, sieben Tage die Woche über deren Website kontaktieren. Externe Organisationen verfügen über keinerlei Informationen darüber, was Apple dazu veranlasst hat, eine Bedrohungsbenachrichtigung zu versenden, können den betroffenen Nutzern jedoch mit maßgeschneiderten Sicherheitsratschlägen helfen.“

Diese Sicherheitsmaßnahmen gelten für alle

Bedrohungsnachricht als Push-Mitteilung auf einem iPhone
So sieht eine Bedrohungsnachricht als Push-Mitteilung auf einem iPhone aus.

Auch Nutzer und Nutzerinnen, die keine Bedrohungsbenachrichtigung erhalten haben, sollten ihre Geräte möglichst gut absichern. Apple empfiehlt, iPhone, iPad und andere Geräte stets auf dem neuesten Softwarestand zu halten, einen sicheren Gerätecode sowie Face ID oder Touch ID zu verwenden und die Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Apple-Account zu aktivieren. Auch der Schutz vor Gerätediebstahl sollte eingeschaltet sein. Apps sollten möglichst ausschließlich aus dem App Store stammen.

Darüber hinaus rät Apple zu einzigartigen und sicheren Passwörtern sowie zur Nutzung von Passkeys, wenn diese angeboten werden. Besonders wichtig bleibt auch ein gesunder Umgang mit Nachrichten: Links und Anhänge von unbekannten Absendern sollten nicht geöffnet werden. Apple betont gleichzeitig, dass die große Mehrheit der User niemals Ziel kommerzieller Spionagesoftware werden dürfte. Für diejenigen, die tatsächlich eine Bedrohungsbenachrichtigung erhalten, ist sie allerdings ein ernstzunehmendes Signal, das nicht ignoriert werden sollte.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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