Der Messenger WhatsApp (App Store-Link) baut die eigenen Sicherheitsfunktionen weiter aus. Meta hat drei Neuerungen angekündigt, die Nutzer und Nutzerinnen besser vor Kontoübernahmen und Betrugsversuchen schützen sollen.
Besonders praktisch: Künftig können mehrere Passkeys mit demselben WhatsApp-Konto verknüpft werden. Das ist vor allem für Menschen interessant, die zwischen iPhone und Android wechseln oder mehrere Geräte nutzen. Laut WhatsApp verwenden inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen Passkeys für die Anmeldung beziehungsweise Wiederherstellung ihres Kontos.
Passkeys ermöglichen die Anmeldung per Face ID, Touch ID oder Gerätecode und sollen klassische Passwörter ersetzen beziehungsweise sicherer machen. WhatsApp hatte die Funktion im Oktober 2023 zunächst für Android eingeführt und im April 2024 auf das iPhone gebracht. Mit der Unterstützung mehrerer Passkeys wird die Nutzung nun deutlich flexibler, insbesondere dann, wenn mehrere kompatible Geräte im Einsatz sind.
Auch die Zwei-Schritt-Verifizierung bekommt ein Upgrade. Statt ausschließlich einer sechsstelligen PIN können die User des Messengers künftig vollständige alphanumerische Passwörter inklusive Sonderzeichen verwenden. Damit lässt sich die zusätzliche Schutzschicht deutlich individueller gestalten. WhatsApp betont, dass die Zwei-Schritt-Verifizierung verhindern soll, dass Angreifer ein Konto übernehmen, selbst wenn sie an den Einmal-Code für die Anmeldung gelangen.
Mehr Infos bei unbekannten WhatsApp-Anrufen

Die dritte Neuerung richtet sich gegen Betrugsanrufe. Auf Android zeigt WhatsApp bei Anrufen von Nummern, die nicht in den eigenen Kontakten gespeichert sind, künftig zusätzliche Informationen an. Dazu gehört beispielsweise, ob die Nummer aus einem anderen Land stammt und ob gemeinsame Gruppen bestehen. Nutzer und Nutzerinnen bekommen dadurch mehr Anhaltspunkte, bevor sie einen unbekannten Anruf annehmen. Das sagt WhatsApp dazu:
„Wenn dich eine Person anruft, die nicht in deinen Kontakten gespeichert ist, kann dir ein wenig Kontext dabei helfen, zu entscheiden, ob du rangehen willst oder nicht. Auf Android-Geräten werden dir jetzt mehr Informationen zu Anrufern außerhalb deiner Kontaktliste angezeigt, z. B. ob es sich um eine ausländische Nummer handelt und ob du und die betreffende Person in derselben Gruppe seid. Betrüger setzen auf Dringlichkeit, also nimm dir einen Moment mit diesen zusätzlichen Infos, bevor du rangehst.“
Auf dem iPhone gibt es mit Apples „Call Screening“ bereits einen ähnlichen Ansatz für klassische Telefonanrufe. Die Funktion ist mit iOS 26 verfügbar und kann unbekannte Anrufer nach ihrem Namen und dem Grund des Anrufs fragen, bevor das iPhone klingelt. Für WhatsApp-Anrufe gilt das allerdings nicht. Die neue WhatsApp-Funktion für zusätzliche Informationen bei unbekannten Anrufen bleibt zunächst Android vorbehalten. Es ist möglich, dass sie auch später für WhatsApp für iOS veröffentlicht wird.

Schade, dass 1Password nur einen Passkey pro Eintrag speichern kann.
Die Hälfte fehlt: Ich wollte noch schreiben, dass für das Backup ein eigener Eintrag erzeugt werden muss. Wenn man nämlich den Passkey in dem Eintrag speichert wo schon der Passkey für den Account gespeichert ist, wird der einfach überschrieben. Ich hoffe das war einigermaßen verständlich ausgedrückt.