HomeAgent: Ugreen macht lokale KI zur Zentrale fürs Smart Home

HomeAgent: Ugreen macht lokale KI zur Zentrale fürs Smart Home

Privatsphäre wird zum Verkaufsargument

Banner mit neuen Produkten zur Ugreen HomeAgent-Serie

Ugreen will offenbar in Zukunft weit mehr sein als ein Anbieter von Ladezubehör, Speichern und NAS-Systemen: Mit der neuen HomeAgent-Serie steigt das Unternehmen in den Smart Home-Markt ein. Vorgestellt wurden die Produkte Anfang September im Rahmen einer pan-europäischen Produkteinführung. Im Mittelpunkt steht dabei ein Konzept, das lokale Speicherung, KI-Rechenleistung und die Steuerung vernetzter Geräte in einem zentralen System zusammenführt. Parallel präsentierte Ugreen auch neue Produkte aus der MagFlow-Reihe.

Der HomeAgent soll deutlich mehr können als ein gewöhnlicher Smart Home-Hub. Als sogenannter „Agentic AI Local Hub“ übernimmt das Gerät Aufgaben rund um Datenverwaltung, Automatisierung und KI-Verarbeitung. Grundlage ist das neue, Linux-basierte Betriebssystem UGOS Pro, das Ugreen bereits für die eigenen Speicherlösungen entwickelt hat. Dazu kommen Funktionen für Backups, Synchronisierung, Datensicherheit und Smart Home-Steuerung. Die Idee dahinter: Statt Daten ständig in die Cloud zu schicken, soll möglichst viel direkt zu Hause verarbeitet und gespeichert werden.


Gerade beim Thema KI und Smart Home setzt Ugreen auf lokale Verarbeitung. Kameras, Sprachsteuerung und andere vernetzte Geräte sammeln schließlich jede Menge persönliche Daten. HomeAgent soll diese Informationen möglichst im eigenen Zuhause halten und gleichzeitig intelligente Funktionen ermöglichen. Das System kann unter anderem Sicherheitskameras einbinden, Geräte steuern und Sprachbefehle verarbeiten. Unterstützt werden neben Ugreens eigenen AIoT-Produkten auch Matter-kompatible Geräte anderer Hersteller.

Kameras sollen mehr können als überwachen

Ugreen HomeAgent-Hub in Weiß steht auf einer Anrichte in einem Wohnzimmer
Der Ugreen HomeAgent ist in Weiß und Schwarz verfügbar.

Ugreen möchte dabei auch das Image von Smart Home-Kameras verändern. Statt ausschließlich auf Überwachung und Sicherheit zu setzen, sollen die Geräte stärker als Helfer im Familienalltag auftreten. Der HomeAgent kann laut Ugreen beispielsweise besondere Momente erkennen und daraus einen personalisierten Tagesüberblick erstellen. So sollen spontane Situationen, die ansonsten schnell in Vergessenheit geraten könnten, automatisch festgehalten werden. Ugreen-CEO Samuel Zhang beschreibt das Konzept als Möglichkeit, gemeinsame Familienmomente zu bewahren.

Zum neuen Portfolio gehören der HomeAgent HA100 und HA100 Pro sowie der MasterAgent MA100, der auf NVIDIAs Jetson-Thor-Plattform basiert und damit besonders viel KI-Rechenleistung liefern soll. Ergänzt wird das System durch SynCare-Smart-Kameras, einen Ugreen Smart Speaker für Uliya und die Ugreen Gallery Smart-Bilderrahmen. Daran sieht man: Ugreen will nicht einfach einzelne Smart Home-Produkte anbieten, sondern ein zusammenhängendes AIoT-Ökosystem aufbauen.

Die Vorbestellungen für HA100, HA100 Pro und MasterAgent MA100 laufen seit dem 4. September 2026 über den offiziellen Ugreen-AIoT-Store. Bis zum Start der Kickstarter-Kampagne am 27. Oktober können Interessierte die Geräte reservieren. Dafür ist eine Anzahlung ab 50 US-Dollar vorgesehen. Als Anreiz verspricht Ugreen zum Start einen „Super Early Bird“-Rabatt von bis zu 50 Prozent. Weitere AIoT-Produkte sollen im Rahmen der Kickstarter-Kampagne vorgestellt werden.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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