Jabra Solemate: Ein Klassiker unter den Bluetooth-Lautsprechern im ausführlichen Test

Den Jabra Solemate gibt es bereits etwas länger am Markt, genauer getestet haben wir ihn – Schande über unsere Häupter – bisher noch nicht.

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Mit diesem Artikel soll sich dieser Umstand jedoch ändern. Der aktuell mit einem Preis von etwa 100 Euro, je nach gewählter Farbe, eindeutig der Mittelklasse zuzuordnende Bluetooth-Lautsprecher ist vor allem für den robusten Einsatz im Freien zu empfehlen, da er nicht nur über eine sohlenartige Basis aus rutschfestem Gummi verfügt, sondern auch stoß- und spritzfest sowie unempfindlich gegen Staub ist. Aktuell können die insgesamt sechs verschiedenen Farben (Grau, Schwarz, Weiß, Blau, Gelb und Rot) des Jabra Solemate unter anderem bei Amazon inklusive Prime-Versand bestellt werden.

  • Jabra Solemate in sechs Farben ab 88,18 Euro (Amazon-Link)

Die aktuell 310 Rezensenten des Jabra Solemate vergeben bei Amazon für das mittelgroße Modell der Solemate-Reihe im Schnitt 4 von 5 möglichen Sternen – ein gutes Resultat für einen Bluetooth-Lautsprecher. Wer ein kleineres bzw. größeres Exemplar sucht, kann sich alternativ noch nach dem Jabra Solemate Mini und dem Jabra Solemate Max umsehen.

Der Jabra Solemate ist mit seiner Größe von 17,2 x 7,0 x 6,4 cm zwar ein relativ kleiner, aber nicht unbedingt leichter Kompanion: Verhältnismäßig schwere 610 Gramm bringt die mobile Bluetooth-Box auf die Waage. Ausgestattet ist der Jabra Solemate zudem mit Bluetooth und NFC, um Geräte schnell und einfach koppeln zu können. Und sollte einmal kein Audio-Device mit dieser Konnektivität vorhanden sein, gibt es ein farblich passendes, eingelassenes Klinkenkabel in der Sohle des Lautsprechers.

Akkulaufzeit von 8 Stunden für Musik und Telefonate

Neben dem Jabra Solemate und dem gerade erwähnten Klinkenkabel befindet sich noch ein MicroUSB-auf-USB-Kabel sowie ein schwarzer Transport- und Schutzbeutel im Lieferumfang. Besonders praktisch: Der Lautsprecher kann zum Abspielen von Musik sogar im Stoffbeutel verbleiben, da das verwendete Material durchlässig ist und daher den Klang nicht sonderlich dämpft. Alles an eben erwähntem Zubehör sowie der Solemate selbst sind Jabra-typisch in einer stilvollen, hochwertig wirkenden Box aus Kunststoff und transparentem Acrylglas verpackt.

Nach dem Auspacken sollte der kleine Bluetooth-Speaker dann erst einmal über das MicroUSB-Kabel aufgeladen werden, was mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Danach gibt es eine Standby-Zeit von bis zu 40 Tagen sowie eine Akkulaufzeit von etwa 8 Stunden, je nach gewählter Lautstärke und Betriebsmodus. Der Jabra Solemate verfügt nämlich nicht nur über drei eingebaute, nach vorne gerichtete Lautsprecher (zwei akustische Hochtöner und ein Subwoofer), sondern kann dank eines eingebauten Mikrofons auch ohne weiteres als Freisprecheinrichtung beim Telefonieren genutzt werden.

Rein äußerlich zeigt sich der Jabra Solemate mit seiner leicht gummierten Sohle und Oberseite sehr robust. An der linken Seite gibt es zudem eine kleine Trageschlaufe, und an der rechten Seite findet der Nutzer die weiteren Bedienelemente zum Ein- und Ausschalten, die MicroUSB-Ladebuchse, den 3,5 mm-Klinkenanschluss sowie zwei LEDs für Akkustand und Bluetooth. Das Bluetooth-Pairing ist binnen Sekunden, nachdem der An-/Aus-Schalter in den dafür vorgesehenen Kopplungs-Modus gebracht wurde, erledigt, was der Jabra Solemate sogleich mit einem gesprochenen Signal, „Solemate is connected“, quittiert. Auf dem verbundenen iDevice gibt zudem die Bluetooth-Anzeige in der Menüzeile Aufschluss über die verbleibende Akkukapazität des Lautsprechers.

Jabra Solemate-Sound ist vergleichbar mit dem des UE Boom

Wie schlägt sich die kleine Bluetooth-Box jedoch im Alltag beim Musik hören? Was leisten die beiden Hochtöner und der verbaute Subwoofer? Gleich zu Beginn kann gesagt werden: HiFi-Klang sollte man zu diesem Kaufpreis und vor allem bei den geringen Ausmaßen des Jabra Solemate nicht erwarten. Allerdings lässt sich nach einiger Zeit mit dem kleinen Bluetooth-Turnschuh festhalten: Sowohl lautstärke- als auch basstechnisch weiß der Lautsprecher durchaus zu überzeugen und liefert einen überraschend kraftvollen, lauten Sound. Nichts desto trotz werden auch die Höhen und Mitten klar definiert wiedergegeben, ohne bei großer Lautstärke zu klirren. Probleme zeigt der Jabra Solemate lediglich in den Tiefen bei aufgedrehter Lautstärke: Hier leidet die Brillanz des Subwoofers, der dann eher einem überakzentuierten Grollen ähnelt und die Atmosphäre vieler Lieder deutlich herabsetzt.

Etwas mehr herausholen kann der Nutzer des Jabra Solemate dann aber noch mit der optionalen Jabra Sound App (App Store-Link), die kostenlos im App Store bereit steht und mit einem dem Lautsprecher beiliegenden Code freigeschaltet werden kann. Dort stehen verschiedene Equalizer und Soundprofile bereit, die auch vom Nutzer noch individuell angepasst werden können.

Insgesamt gesehen ist der Jabra Solemate auf jeden Fall in seiner Preisklasse ein empfehlenswerter Lautsprecher, der zudem ziemlich robust und stabil daher kommt. Klanglich kann man ihn am ehesten mit dem sehr ähnlichen und mittlerweile auch zu fast identischen Preisen erhältlichen UE Boom (Amazon-Link) vergleichen – auch dieser zeigt bei großer Lautstärke ein paar kleinere Schwächen im Tieftonbereich, liefert aber sonst ein ansprechendes Klangbild. Aufgrund des geringeren Gewichts, der Kopplung mit weiteren UE Booms und der Wasserfestigkeit würde ich allerdings, vor die direkte Wahl gestellt, zu letzterem greifen.

Jabra Solemate
  • 8/10
    Design - 8/10
  • 9/10
    Qualität - 9/10
  • 7/10
    Akkulaufzeit - 7/10
  • 7/10
    Klang - 7/10
  • 7/10
    Preis/Leistung - 7/10
7.6/10

Fazit

Der Jabra Solemate ist schon länger am Markt erhältlich und damit fast schon als Klassiker unter den Bluetooth-Lautsprechern zu bezeichnen. Die kleine Bluetooth-Box ist robust, spritzwasser- und staubgeschützt und bietet im Mittelklasse-Segment einen zufriedenstellenden Sound. Lediglich bei aufgedrehter Lautstärke offenbaren sich kleine klangliche Schwächen im Tieftonbereich.

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Kommentare 7 Antworten

  1. Mal ein anderer Blickwinkel: Ich habe meinen damals zurückgeschickt, weil die leiseste Stufe einfach noch viel zu laut war. Wenn man abends zum Einschlafen noch ein wenig Musik hören möchte, ist der leider viel zu laut. Jetzt verrichtet der UE Boom hier seinen Dienst…

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