Kommentar: Die Politik macht den Öl-Konzernen die Taschen voll

So macht es wirklich keinen Spaß mehr

Alles wird teurer, das haben wir nun in den vergangenen Wochen schon festgestellt. Egal ob Lebensmittel oder Energie. Eines beschäftigt uns Deutsche aber wohl kaum so sehr wie die Benzinpreise. Zum Glück gibt es ja ab morgen den Spritpreis-Rabatt, die deutsche Politik senkt die Steuern und Diesel wird 16,7 Cent pro Liter günstiger, Super E10 wird um 35,2 Cent reduziert.

Nun fahre ich persönlich mit meinem Plugin-Hybrid nur noch äußerst selten eine Tankstelle an, aber da wir am Wochenende eine längere Strecke fahren, müssen doch noch ein paar Liter rein. Und was sehe ich heute am Tankstellen-Schild? 2,21 Euro für einen Liter Super E10.


Schaut euch einfach mal den Spritpreis-Verlauf auf Seiten wie Clever-Tanken.de an. Im März, kurz nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine, sind die Preise kurzzeitig auf über 2,20 Euro gestiegen. Im April hat sich der Ölpreis dann wieder stabilisiert und die Preise für einen Liter E10 sind um Bundesschnitt auf unter 1,95 Euro gefallen. Seltsamerweise ist der Benzinpreis seitdem deutlich stärker gestiegen als der Ölpreis – so dass wir ab morgen nach Abzug des Tankrabatts im Prinzip wieder genau dort landen, wo wir schon im April waren.

Ich lehne mich einfach mal weit aus dem Fenster: Die von mir angesprochenen 2,21 Euro pro Liter Super E10 sind mit Sicherheit noch nicht das Ende der Fahnenstange…

Am Ende wird uns wohl selbst die beste Spritpreis-App nichts nutzen. Ich verwende hier übrigens immer noch Bertha – der Funktionsumfang ist zwar übersichtlich, dafür ist die App aber auch optisch prima gestaltet, kostenlos und noch dazu werbefrei.

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Kommentare 47 Antworten

  1. Wie hoch ist der Anteil Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer (heißt heute Energiesteuer), Co2-Steuer und „Erdölbevorratungsbeitrag“ (also auch eine Steuer) an einem Liter Heizöl, Benzin oder Diesel? Diese Abgaben machen mittlerweile knapp 60 % des Gesamtpreises je Liter Benzin und knapp 50 % beim Diesel aus. Den Rest dürfen sich dann Mineralölkonzerne, Lageristen, Transportdienstleister und Tankstellenbetreiber teilen.

    Wer macht sich also die Taschen voll? Und wo fließen diese Gelder dann in der heutigen Zeit gerne hin? Leider nicht in die Renten- und Sozialkassen, sonst könnte man das gerade noch akzeptieren.

    Also, nette Kampagne, uns die europaweit mittlerweile höchsten Spritpreise zu präsentieren und dann mit dem Finger auf die Mineralölkonzerne zu zeigen.

      1. Der Lutz zeigt uns leider sehr deutlich wie die Messe so tickt. Die globale Welt ist einfach zu kompliziert geworden für den menschlichen Verstand. Der Tankrabatt wird den Mob auch nicht beruhigen denke ich – von daher ist er wirklich absolut sinnlos.

      2. Die europaweit höchsten Spritpreise?? Ich bin gerade in Norwegen unterwegs, die fördern sogar ihr eigenes Öl, und hier kostet der Liter Diesel aktuell 24Kronen, also knapp 2,40€.

    1. Die Angabe des Benzinpreises ist ohne Wert, wenn man nicht den Nettoverdienst in den einzelnen Ländern berücksichtigt. Kaufkraftbereinigt ist Kraftstoff in Deutschland noch immer mit am günstigsten. Bezogen auf den Nettolohn in Deutschland würde Benzin in Bulgarien und Griechenland über 8 Euro kosten. Nur in Belgien, Schweiz, Österreich, Luxemburg ist Benzin günstiger als in Deutschland.

      Ich weiß, die Berücksichtigung der Kaufkraft ist unpolulär. Dann lässt es sich gleich nicht mehr so richtig auf den bösen Staat schimpfen.

      1. Totaler Blödsinn, die Kaufkraft zur Grundlage der Bewertung des Bezinpreises zu machen. Politiker-Gewäsch ist das. Wer viel Geld hat, den jucken die Preise nicht, die Masse der Bevölkerung hat aber mittlere und niedrige, sowie sehr niedrige Einkommen. Auch der Student und der Rentner wollen oder müssen tanken. Und auch die Familien mit mittlerem Einkommen und 1 bis 3 Kindern die per KfZ pendeln müssen ist eine große Gruppe. Denen ist es völlig egal wenn Schlaumeier mit „Kaufkraft-Argumenten“ rum blödeln. Für die zählt die Zahl an der Säule.

        1. Für die einen ist es Politikergewäsch. Für die anderen gilt: Es gibt keine simple Lösungen auf ein komplexes Problem wie die Mobilität.

          Billiges Benzin führt zu „Weiter wie bisher“. „Weiter wie bisher“ hat uns zu genau die Sch…. gebracht, in der wir jetzt stecken. „Weiter wie bisher“ ist komfortabel, aber nicht sinnvoll.

          Die Annahme eines hohen Lebensstandes auf dem Land für einkommensschwächere Familien ist Jenga. Und die Öl-Industrie hat beschlossen, den Stein herauszuziehen, auf den steht „Benzin ist billig“.

          1. @hayao: wahre Worte 👍🏻
            Nur einfach gestrickte Gemüter denken, es gäbe immer einfache Lösungen. Je nach Analyse-Bereitschaft ist jedes Problem beliebig komplex.

        2. Finde das kein bisschen Blödsinn, es zeigt nur sehr deutlich wie Menschen auch mal mit Logik mal an Preise rangehen.

          Ungarn hat zum Beispiel so 1,27 für den Liter Diesel, für den Touristen aus Deutschland spottbillig. Für den Ungar, der Durchschnittlich 835€ Netto im Monat hat, ist da aber ein riesiger Kostenfaktor dann.

          Im Vergleich unsere 1,99 für den Liter Diesel bei einen Durchschnittlichen Nettoverdienst von 2.084€.

          Mag sein das nun vielleicht der Vergleich mit den Eigenheim wieder kommt, ja der ist in Ungarn höher als bei uns hier. Was aber da nicht vergessen werden darf, wer ein ein Eigenheim besitzt, muss da auch entsprechende Beträge in der Hinterhand haben für Reparaturen, dass muss der Mieter nicht sondern der Vermieter oder hat ein Mieter jemals schon die kosten tragen müssen für einen neuen Heizkessel im Keller?

    2. Lutz, deine Werte stimmen nicht 1 Sekunde Google und man wird zum ADAC geleitet wo folgendes steht.

      —-
      Steuern haben einen beträchtlichen Anteil am Spritpreis. Bei Benzin beispielsweise liegt der Energiesteuersatz bei 65,45 Cent je Liter.

      Außerdem wird auf alle Energieträger die Mehrwertsteuer fällig. Sie wird auf den Warenpreis sowie die Energiesteuer erhoben. Insgesamt landen damit beim Benzin ca. 48 Prozent der Tankrechnung als Steuern beim Staat, bei Diesel sind es rund 39 Prozent. Mit dem Rest werden die eigentlichen Kosten für das Produkt von der Rohölquelle über den Transport nach Deutschland und die Weiterverarbeitung bis zur Zapfsäule sowie die CO2-Abgabe bezahlt. Und natürlich wollen die Mineralölkonzerne einen möglichst hohen Gewinn erzielen.

  2. In den letzten Tagen sind die Benzinpreise auf den Niveau so hochgetrieben wurden… das wir ab morgen die Preise von vor 2 Wochen haben! War doch abzusehen!!

  3. Ich finde ehrlich gesagt den Bezug der Überschrift „Die Politik macht den Öl-Konzernen die Taschen voll“ im Artikel nicht wieder… Das was hier geschrieben wird mag stimmen, aber dann doch bitte auch eine Anekdote oder ein Fazit alla „die Ermäßigung geht nicht in des Bürgers Portemonnaie sondern ins Söckelchen der Ölfirmen“.

    1. Ich finde es richtig dass die Bundesregierung Armut gleich verteilt.

      Wohlstand ist im Moment ist nicht gern gesehen! Zumindest nicht bei normale Bürger.

      Wir müssen die Ukris helfen. 🇺🇦

  4. Bin ich froh das ich die Woche über nicht tanken muss und am WE auf längeren Strecken einen Verbrauch von 4 Liter Benzin auf 100km habe. Und das mit einem Gewicht von 2 Tonnen und 300 PS (PlugIn).

    1. Was hat sich denn seit September 2021 ändert? Welche neuen Steuern wurden von der Bundesregierung beschlossen, die die Energie seither verteuern?

      Oder anders: Wie hoch wären die Kosten für Energie heute, wenn sich Deutschland in den Jahren 2005 bis 2021 durch die Förderung erneuerbarer Energie unabhängig von Öl und Gas gemacht hätte?

    2. Genau 16 Jahr Russland Abhängigkeit und eine Pfeife im Verkehrsministerium nach der anderen. Das Problem ist nicht erst 5 Monate alt.

  5. 35 Cent Tankrabatt dann wird 39 Cent teurer 😃 Die MultiÖlis haben das System gehackt.

    Ach egal die Regierung druckt einfach weiter Geld.

  6. Wir werden einfach nur verarscht. Die, die die Taschen voll haben, machen se sich noch voller – auf Kosten der Allgemeinheit.
    Ob das nun die Ölkonzerne sind oder oder, es ist einfach lächerlich. Der Tankrabatt ist völliger Quatsch, man müsste das Problem an den Wurzeln packen und den Ölkonzernen klare Ansagen machen.

    Besser noch, endlich mal auf synthetische Kraftstoffe umsteigen. Weil das ist die Zukunft neben dem ganzen E-Wahnsinn…

    1. Wie soll die klare Ansage an die Ölkonzerne aussehen?

      Und auf welche synthetischen Kraftstoffe soll man konkret setzen? Derer gibt es sehr viele. Synthetische Kraftstoffe heißt ja nicht zwangsläufig umweltfreundlich.

      Oder meinst du Wasserstoff? Das Problem mit den extrem hohen Wandlungsverlusten bei der Herstellung von Wasserstoff ist gelöst? Ach und das Problem der Wasserstoffversprödung auch? Cool.

      1. Wie soll die Ansage wohl aussehen?
        Darfst dir gerne selbst was überlegen.

        Und ne, ne, nix Wasserstoff.
        Auf Methanol-Basis ohne fossile Rohstoffe, der dazu (nahezu) CO2-neutral sein soll.

        Wie er von der Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH beispielsweise produziert wird.

        Das ausreifen, in Serie bringen und dann erschwinglich machen. Brauch die Autoindustrie auch keine neuen Motoren bauen. Das wäre doch mal was, oder etwa net?

        1. Grundsätzlich ist Power-to-X interessant (hier Strom, Stickstoff, Wasser>Wasserstoff>Methan>Benzin). Jedoch ist dies ineffizienter als gleich den Strom direkt zu nutzen, anstatt PtX-Kraftstoff herzustellen.

          Durch Herstellung und Speicherung bleiben bis zum Wasserstoff nur 61 Prozent des Energiegehalts des eingesetzten Stroms übrig (bis zum Benzin nur noch 45 Prozent. Selbst bei zukünftiger Steigerung der Effizienz im Zuge der Produktion gehen bis zum Tanken 45 bis 50 Prozent der Energie verloren.

        2. Und dann tankst du und verlierst weiter.

          Ein E-Auto setzt 80 Prozent der Energie in Bewegung um, ein Brennstoffzellenfahrzeug (Wasserstoff) 50 Prozent, ein herkömmlicher Verbrenner (E-Fuel) 30 Prozent.

          Wenn argumentiert wird, dass E-Autos nicht flächendeckend geladen werden können, weil nicht genügend Strom vorhanden wäre, dann dürfte der vorhandene Strom für die Massenproduktion von Power-to-X erst recht nicht ausreichen, damit jeder wie gewohnt weiter Auto fahren kann.

          Es sind die geringen Wandlungsverluste, die E-Autos für die nächsten Jahrzehnte konkurrenzlos machen.

          1. Beim Verbrenner handelt es sich um Peak-Effizienz. Die echte liegt irgendwo bei 14-16% wenns hochkommt.

        3. Erstens werden dir die Preise solcher synthetischen Kraftstoffe nicht schmecken (ja auch nach voller imaginärer Skalierung). Und zweitens würde es die Wirtschaft gar nicht erst tragen, da dein sog. „E-Wahnsinn“ schon jetzt um Faktor 10 effizienter ist.

  7. Wir hatten 2011 und 2012 höhere Rohölpreise, als heute. Damals lag der Benzinpreis an der Tankstelle bei 1,60 €. Der einzige, der sich hier die Taschen vollmacht, ist ein gieriger Staat!!! Der Tankrabatt toppt die Verarsche nur noch. Die Steuern müssen runter!

    1. Sicher, dass der Staat heute gieriger ist als 2011? Was hat die Bundesregierung in den letzten Monaten konkret geändert, was „den Staat“ heute als gieriger erscheinen lässt?

  8. VWL2: Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Da steht nichts von Steuern. Verringert man die Steuern, erhöht sich der Gewinn. Am Gleichgewichtspreis ändert sich nichts.

  9. Da diskutiert man über zu hohe preise beim sprit und jeder sei auf das auto angewiesen. Quark‼️
    Wer ein auto hat kann es in aller regel abschaffen. Nix hybrid oder e-auto: gar keins!
    Ja, – rechnet das mal durch und seid mal wirklich ehrlich zu euch selbst. Über 80% der leute benötigen gar kein auto, kein kfz. Sie könnten ihr leben auch ohne eigenes auto gestalten. Klar gibt es nachteile in zeit und aufwand manchesmal, – aber es geht‼️

    Ein e-Roller oder e-bike mit anhänger, ein kurzer weg per pedes, ein urlaub mit der bahn (koffer vorher aufgeben), oder gar kein urlaub ‼️ Oder leihwagen oder öpnv oder oder oder. …
    Jammern auf hohem niveau. Deutsch eben.

    WIR sind einfach nur verwöhnt und bequem. Wir wollen unser eigenheim, wir wollen poppen und kinder in die welt setzen, wir wollen heizen, autofahren und wir wollen WIR sein. Respektlos gegen alles.

      1. “ Klar gibt es nachteile in zeit und aufwand manchesmal, – aber es geht‼️“ Du schreibt es selbst, Nachteil Zeit und Aufwand.

        Mit den ÖPNV brauche über 1 Stunde (muss erst von einen Stadtrand in die Stadt rein und dann wieder zum anderen Stadtrand raus), mit Rad währen es 50 Minuten (da es keinen direkten Radweg hin gibt) und mit Auto sind es 15 Minuten (direkter Weg über die Autobahn die um die Stadt rumgeht).

        Heißt ich verliere über 1 Stunde Freizeit wenn ich mit Rad fahre und 1,5 Stunden wenn ich mit den ÖPNV fahre. Weiß ja nicht wie viel Stunden dein Tag hat aber meiner hat nur 24 Stunden, wovon die meiste Zeit mit Arbeit (Arbeitsweg, Arbeitszeit + Pausen) und Schlafen schon verbracht werden. Meine Freizeit ist mir da entsprechend sehr wichtig und ich bin diese nicht gewillt zu opfern mit der Verlängerung des Arbeitsweges oder anderen Wegen.

        Und dann habe ich den Luxus dass ich in der Stadt lebe (ist sogar München und ich bin nicht in der Upperclass aber auch kein Geringverdiener) in der ich auch arbeite, viele meine Kollegen Pendeln mit den Auto und sind da schon bis zu 1,5 Stunde unterwegs (insgesamt, also Hin- und Rückweg). Mit den ÖPNV geht es nicht mal, da in deren „Dörfern“ (anders kann ich deren kleine Städte nicht bezeichnen) der Bus nur 1x die Stunde fährt oder gar nicht fährt und selbst wenn er fährt würde es Stunden dauern bis sie so von Zuhause ins Büro gefahren sind.

        1. @ichy: Konstruierte Beispiele und Einzel-Schicksale ändern aber nichts daran, dass MauCreek generell Recht hat mit der Aussage. Es geht uns insgesamt sehr gut und wir sind insgesamt zu fett, faul und träge. Aus meinem gesamten, selbstverständlich nicht repräsentativen Umfeld aus überwiegend Stadtbewohnern sind gefühlt maximal 5% bereit, *dauerhaft* das Fahrrad als Alternative einzusetzen. Ausreden gibt es immer genug.
          Ich wohne Mitten in Hamburg und habe hier die perfekt ausgebaute, volle Mobilitätsvielfalt und -auswahl: ÖPNV im 5 Minuten-Takt überall hin, im Allgemeinen gut ausgebautes Straßennetz und alle erdenklichen Sharingdienste für Autos, E-Roller, E-Scooter, Fahrräder etc.
          Trotzdem fahre ich, wann immer es geht, mit dem Fahrrad. Nix E-Bike! Antrieb mit 2 WS (Wadelnstärken), Baby. Für Fahrten bis zu 20 km einfache Strecke bin ich fast gleich schnell wie mit allen anderen Mobilitätslösungen. Es ist mir jedes Mal die reinste Freude, an der Blechlawine vorbeizuradeln. Nur die S-/U-Bahn schlägt mich dank exklusiver Wege. Aber wenn ich 15 km zu meinem Kunden muss und die U-Bahn-Fahrt 40 Minuten dauert, mit dem Fahrrad inkl. roter Ampeln 50 Minuten, ist für mich klar, was ich nehme (solange es nicht aus Kübeln regnet). Das Auto bleibt stehen. Die Plauze und der Geldbeutel lassen Dank ausrichten. 😉
          Ich kenne einige wenige, die genauso ticken. Die überwiegende Mehrheit ist bequem und hat, im Stau stehend, genügend Zeit um sich Ausreden für alles auszudenken.

          1. Hat wenig mit Konstruierten Situationen zu tun, die Ausnahme wohnt und arbeitet in der gleichen Stadt und noch mehr ist die Ausnahme wenn dann da auch noch der ÖPNV oder sogar das Radl schneller ist.

            Wenn es funktioniert (ÖPNV oder Rad) ist super, verstehe da keinen der es dann nicht nutz. Wie du sagst die Gesundheit (ich sag es bisschen netter 😉) und der Geldbeutel danken es einen.

            Kurz nebenbei meine 15min sind 20km, davon 18km
            auf der Autobahn (die zu 99% der Zeit auf 80kmh beschränkt ist). Mit Rad wären es 15km und dafür braucht es ohne E-Bike so 50min (mir zu viel). Mein Vorteil ist, dass ich zum Glück nie in Stau stehe, dank unseres Gleitzeit System kann ich zwischen 5&9 anfangen, so dass ich eben vor der Lawine los fahre, nächster Vorteil ich höre dadurch meistens schon das arbeiten auf wo andere erst Ihre Mittagspause beenden (hab somit dann wieder keinen Stau und extrem viel von meinen Tag noch).

    1. Eine blöde Frage, dann überdenkst du deine wahnwitzige Vorstellung vielleicht mal etwas. Von wegen auf das Auto verzichten und so…

      Schon mal in ländlicher Gegend gewohnt und längere Anfahrt ins Geschäft gehabt?

      Viel Spaß mit den Öffentlichen oder mim Bike oder mim Esel…

    2. @Mau- nur ist Deutschland nicht nur Berlin und der Bundestag 🫣 und besteht zum weit größeren Teil eben gerade nicht aus einer reibungslos durchgetakteten Infrastruktur.
      Wohnen in München ist dem Normalo schon lange gar nicht mehr möglich, es sei denn er gehört zur Upperclass, hat ein geerbtes Häuschen oder verschuldet sich über beide Ohren.
      Die „niederen Dienste“, wie Putzperle, Krankenschwester, selbst Lehrer und Polizei legen Distanzen bis zu 250 km Radius hin – und das nicht erst seit Heute!
      Die Mieten sind so hochgeschossen, dass eine derartig massenhafte Verdrängung aus den Ballungsräumen stattfindet, dass Dörfer in diesem Radius duch Zuzug aus der Großstadt plötzlich den Umfang einer Kleinstadt (mit entsprechender Mietpreissteigerung) annehmen, ohne irgendwas für seine Bürger als Minimalstandard zu haben, wie Lebensmittelläden, Schulen, Kindergärten, Ärzte, etc.
      Was denkst Du, was man in Flächenländern, wie Mecklenburg, Thüringen und sicher auch Gemeinden in den alten Bundesländern, bei politisch gewlltem, fortschreitendem Rückzug notwendiger Infrastruktur, wie Krankenhaus- und Filiealschließungen der Banken, fehlender ärztlicher Versorgung, Stillegung von Bahnstrecken, Stillegung von Bahn- und Busstrecken macht, wenn man trotzdem Geld verdienen muss? Die Mieten in der Großstadt sind für ganz Viele nicht mehr zu stemmen, wobei man erstmal überhaupt was finden muss. Von bezahlbat ist noch gar nicht die Rede.
      Wenn Du nen Angehörigen im Krankenhaus hast: 1-2 h Mindestfahrzeit mit dem Auto… WENN es denn ÖPV gibt, kannst Du im Minimum mit 4h und mehr Fahrzeit, umseigen und auf Anschluss warten inclusive. Wenn Du dann so richtig Pech hast, fährt der Bus in Deine Richtung bereits 5 – 10 min später zurück, da er eh nur 1 x am Tag fährt, da bist noch nicht mal 500 m von der Haltestelle weg und kommst auch schon nicht mehr zurück. 🤣
      Damit leben wir hier bald 30 Jahre lang.
      Fahr mir nem 9 Euro Ticket zu Pfingsten an die Ostsee… und merke auf der Reise, was da alles so nicht geht, gleich gar nicht mit Zubringer und am selben Tag!
      Das war hier bereits am Herrentag die Vollkatastrophe, wir „freuen“ uns schon so richtig auf die Feiertage… aber anders kapieren das die Träumer aus der Großstadt nicht! 🥴 🫢
      Das wird nur dazu beitragen, dass die Pendler in den wenigen Verbindungen gefrustet sind und die Träumer erst recht nie wieder ohne eigenes Auto irgendwohin fahren werden!
      Der Zuzug aus Rostock bewegt sich hier im 80-100 km Radius. Das gleiche Klientel, wie in München. Die gleichen Gründe, wie dort und mit fast keiner vorhanden Infrastruktur!
      Das 9 Euro Ticket? Damit kommst hier nicht mal problemlos von der Haustür weg. 🤭 Hier findest nicht mal ne Ladestation für Dein E- Auto. Es gibt auch hier Mieter, ohne eigene Garage. 😂 Größere Städte hier: Rostock, Neubrandenburg, Greifswald – Schwerin schon viel zu weit weg (von mir aus ohne Auto gar nicht erreichbar!) und auch da drumherum das gleiche Ödland!
      Ich liebe es, wenn die Blinden von der Farbe reden. Zieh dahin, wo NICHTS geht und erlaube Dir dann ne Meinung. 😅

      1. Stadt und Land haben vollkommen unterschiedliche Anforderungen an Mobilität. Man kann seinen Anspruch nicht im Bereich des jeweils anderen durchsetzen.

        So wie der Städter im Alltag niemals bis in den letzten Winkel der Republik mit ÖPNV vordringen wird, muss sich der Dörfler davon verabschieden, mit dem eigenen Auto bis in die letzte Ecke einer Großstadt fahren zu können. Viele Städte sind einfach übervoll und flächendeckender OPNV auf dem Land unbezahlbar.

        Es wird Konzepte geben, die ein Umsteigen vorsieht (autonom fahrende Flotten auf dem Land, die Personen die letzte Meile zum Ziel transportieren oder Park and Ride, bei dem die Dörfler mit dem Auto aus der Stadt bleiben und in autonom fahrende Expressbusse ohne Halt auf periodisierten Strecken in wenigen Minuten bis ins Stadtzentrum gelangen – Win-win).

        Wir werden mit großen Veränderungen fertig werden und unsere überhöhten Ansprüche zurückfahren müssen, wenn nicht wir, dann unsere Kinder bzw. Enkel. Das, was wir jetzt fühlen, ist erst die Idee eines Trennungsschmerzes.

        Und ja, auch ich liebe meinen 20 Jahre alten Diesel.

    3. Juhu, endlich wieder einer der genau weiß welche Mobilitätsnotwendigkeiten andere haben. Das ist im übrigen „Deutsch eben“ immer genau zu wissen was andere zu tun haben…

  10. Hier gibt es glaub ich einige Missverständnisse. Erstmal wird hier ja überhaupt nicht von Zulieferer-/Börsenpreisen gesprochen, sondern lediglich die Preise der Tankstellen verglichen.

    Die Tankstellen sind aber ein eigenständiger Vertrieb mit eigenen Margen. Das bedeutet, dass sie logistisch bereits den „teuren“ Sprit der aktuellen Woche geliefert bekommen haben und müssen diesen auch entsprechend mit Gewinn verkaufen. Dies ist nun aber sowieso nicht möglich, da die regionalen Preise von allen Seiten gesenkt werden, weshalb die Tankstellen genötigt werden Verluste zu machen (bis die Lieferungen mit neuen Preisen ankommen).

    Da die Tankstellen es aber auch teilweise vorhergesehen haben, haben sie ihre aktuellen Bestellungen verzögert und dadurch lokal ihren Bestand reduziert. Bei reduziertem Bestand und weiterhin hoher Nachfrage steigt auch automatisch der Preis.

    Zuallerletzt sollte man bei Preisschwankungen in den fossilen Brennstoffen immer beachten, dass es hier nicht um aktuelle Industriepreise geht – sondern Börsenpreise. Beim Öl und ihren Erzeugnissen wird die Zukunft gehandelt (unabhängig davon wie viel davon gefördert wird/werden kann). Wenn politische Stürme aufkommen (oder wie aktuell der mit Abstand größte Erzeuger mit einem doppelten Abstand zum Platz 2 bald ausgeschlossen wird), dann wird dies schon jetzt eingepreist werden – nicht erst später.

    Ansonsten werden sich die Rabatte erst in den kommenden Wochen ein bisschen einpendeln. Wir sollten aber beachten, dass wir ja so oder so den teuren Preis für das Liter zahlen – bloß kommt halt die unsichtbare Subvention jetzt aus unseren Steuern.

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