Kommentar: Erspart „Optimized Storage“ in macOS Sierra den Mac-Neukauf?

Auf eine Funktion in macOS Sierra bin ich besonders gespannt: Optimized Storage. Spart man sich damit vielleicht sogar den Neukauf eines Macs?

Apple Keynote macoS Sierra

Mit macOS Sierra wird Apple viele neue und interessante Funktionen liefern, beispielsweise Siri, eine überarbeitete Fotos-App oder Auto Unlock mit der Apple Watch. Auf eine Funktion bin ich aber besonders gespannt, zumal sie mir den Neukauf eines Macs ersparen könnte: Optimized Storage soll dabei helfen, wieder ordentlich Platz auf der Festplatte zu schaffen. Aber was gilt es bei dieser Funktion eigentlich zu beachten?


Auf der Keynote vor rund zwei Wochen hat Apple in einem Beispiel gezeigt, dass Optimized Storage in macOS Sierra locker 130 GB auf einer Mac-Festplatte freischaufeln kann. Aktuell werkelt in meinem knapp drei Jahre alten MacBook eine 256 GB Festplatte, auf der nur noch rund 20 GB frei sind. Und das, obwohl ich regelmäßig mit Programmen wie DaisyDisk aufräume, meine iTunes-Bibliothek dank Spotify ungewöhnlich klein ausfällt und ich große Videos und geschnittene Filme auf einer Thunderbolt-Festplatte auslagere.

Welche Dateien verschiebt Optimized Storage in die iCloud?

macOS Sierra will mit Optimized Storage sowohl selten genutzte Dateien in die iCloud verschieben, als auch einige alte und nicht mehr benötigte Dateien automatisch löschen. Und selbst wenn es Apple auf diese Art und Weise gelingen würde, bei mir 50 GB freizuschaufeln, wäre das fantastisch. Denn auch wenn neue Hardware immer toll ist, muss sie auch irgendwie bezahlt werden – und prinzipiell läuft mein MacBook noch wirklich rund.

Zu den Dateien, die macOS Sierra automatisch in die iCloud verschieben kann, zählen unter anderem gelesene Bücher und angesehen Filme, aber auch alte Präsentationen oder Dokumente. Apps aus dem Mac App Store, die man selten benutzt, oder auch nicht benötigte Sprachdateien und alte Videos. Nicht genutzte Schriftarten sowie alte Mail-Anhänge. Insbesondere letzteres könnte für mich persönlich sehr interessant sein, denn unser Redaktions-IMAP-Postfach platzt aus allen Nähten.

macOS-Sierra-optimised-storage

Optimized Storage kann auch Dateien automatisch vom Mac löschen. Das ist natürlich eine sehr heikle Sachen, insbesondere dann, wenn versehentlichen Dateien gelöscht werden, die eigentlich gar nicht gelöscht werden sollen. Hier empfiehlt sich wohl auf jeden Fall eine Sicherung via Time Machine, um im Zweifel doch noch an die Dateien heranzukommen.

Dazu gehörten unter anderem überflüssige Mail-Daten, alte Installationsdateien von OS X, der Safari Webcache, inaktive Downloads in iTunes, 30 Tage alte Dateien im Papierkorb, alte iOS-Backups oder auch Log-Dateien.

Klar ist: Wer viele Dateien in die iCloud verschiebt, wird dort mehr Speicherplatz benötigen, mit den kostenlosen 5 GB wird man nicht weit kommen. Aktuell bezahle ich für 50 GB 99 Cent pro Monate, die nächste Stufe liegt bei 2,99 Euro für 200 GB. Das sollte locker reichen – und ist auch auf Dauer definitiv günstiger als ein neues MacBook (oder auch ein Speicher-Upgrade bei einer Neuanschaffung). Ich bin jedenfalls schon gespannt, ob sich diese interessante neue Funktion in macOS Sierra in der Praxis so gut schlägt, wie es Apple verspricht.

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Kommentare 24 Antworten

  1. Die Frage ist: kann man festlegen, was in die iCloud wandert und was nicht? Meine privaten Daten haben dort einfach nix zu suchen.
    Löschen von irgendwelchen Caches usw. wär ok, wenn vorher gefragt wird.

  2. Ich nehme an, dass man sowohl das hochladen in de Cloud, als auch das automatische Löschen komplett deaktivieren kann, oder ist dies nicht gegeben?

  3. Ein neues MacBook, weil auf dem „alten“ die Festplatte voll ist?! Genau, das mache ich mit andere Behältnissen genauso, Mülleimer, Aschenbecher, Biotonne usw. Super!

  4. Auf die Funktion bin ich auch gespannt, da ich zur Zeit noch kein MacBook besitze und dann aber eines mit kleinerer Festplatte kaufen könnte.

  5. Klingt tatsächlich interessant, dennoch werde ich das Feature zunächst meiden wie der Teufel das Weihwasser. Denn mit Cloud-Diensten hatte Apple in der Vergangenheit einfach kein gutes Händchen. Man denke nur an zerschossene iTunes-Mediatheken durch Apple Music oder verlorene Fotos in iCloud Fotos

  6. Ich Kauf mir doch keinen neuen Mac, weil mir die Festplatte zu klein ist!! Überlegt ihr auch? ^^
    Einfach Platte wechseln oder externe dran…

        1. Selbstverständlich, man kauft sich einen iMac Late 2015 für 2500€ mit dem beliebten Standardspeicher 256 GB, dann stellt man fest, dass es zu wenig ist. Verkauft das Ding gebraucht für 1500 €, und kauft sich den nächsten iMac in 2016 für 2500€ + 350€ Aufpreis auf 512 GB , obwohl der Standard Marktpreis für SSD bei 300 € für ein Terabyte liegt ?. Gleiches ist natürlich auch mit dem MacBook möglich…

          Oder man mietet sich den Cloud Speicher bei Apple für 3€. ?

          Daisydisk uvm… Alles Probleme die man sich hätte schenken können, wenn Apple nicht so unglaublich raffgierig wäre. Für 512gb SSD wären 100€ Aufpreis ok gewesen.

          Lösung: mit etwas Know how und externer 2,5″ 2TB USB3 Platte, kann man iTunes, Parallels, iOS Backups und andere Speicherfresser per Terminal Befehl so umbiegen, das die mageren internen 256GB kein Problem mehr sind.

          Aber schön ist das nicht…

  7. Ich habe nen Iomega-Zip-Laufwerk über Parallel-zu-USB Adapter am Mac dran. Das bringt mit jeder Diskette praktisch 100MB Speicher dazu, bäm Alter.

    1. Da ist ein Interface in Entwicklung mit dem man Sumerische Steintafeln mit Keilschrift über USB anschließen kann. Die bislang bewiesene Datensicherheit liegt bei über 4000 Jahren.

      1. Das ist ja krass heftig! Hoffentlich brauche dann keinen neuen Mac.
        Ich werde aber auf jeden schon mal den Keller leerräumen, denn die Tage wollt ich mir mal wieder das Internet runterladen. Das wären dann ja schon drei bis fünf Tafeln oder so

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