Ladegeräte im Vergleichstest: iPad-Netzteil macht weiterhin eine gute Figur

Wie kann man das iPhone X besonders schnell aufladen? Ein Vergleichstest zeigt nun, dass man nicht unbedingt zu teurem Zubehör greifen muss.

iPhone Stock Aufladen

Muss es mal wieder schnell gehen? Wer sein iPhone X noch einmal schnell aufladen möchte, finde das passende Zubehör möglicherweise im eigenen Haushalt. Wie sich in einem Vergleichstest von MacRumors gezeigt hat, wird das neue iPhone mit dem 12 Watt Ladegerät des iPads nur unwesentlich langsamer aufgeladen, als mit teureren USB-C-Ladegeräten, für die man möglicherweise noch ein weiteres Lightning-Kabel oder zumindest einen entsprechenden Adapter benötigt.


Ein Blick auf die von MacRumors veröffentlichten Ergebnisse kann sich wirklich sehen lassen, denn die Kollegen haben sich wirklich Mühe gegeben. Sie haben ein iPhone X acht Mal auf 1 Prozent entladen und dann jeweils eine Stunde lang mit unterschiedlichen Ladegeräten wieder aufgeladen, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

iPad-Besitzer können sich teures Zubehör sparen

Am schlechtesten Schnitt, wenig überraschend, das von Apple mitgelieferte iPhone-Netzteil mit, das lediglich 5 Watt Leistung liefert und das iPhone X innerhalb von 60 Minuten nur auf 38 Prozent aufladen konnte. Hier darf man sich definitiv fragen, warum Apple nicht gleich das ohnehin vorhandene iPad-Netzteil mit ins Paket legt, das im Apple Online Store für 25 Euro zu haben ist.

Das macht nämlich tatsächlich eine sehr gute Figur: Innerhalb von 60 Minuten konnte es das iPhone X von 1 Prozent auf 72 Prozent aufladen. Selbst das 87 Watt starke USB-C-Netzteil des MacBook Pro 15 Zoll hat hier nicht viel mehr zu bieten: Am Ende standen hier lediglich 79 Prozent zu Buche, genau so viel wie bei einem No-Name-Netzteil mit 18 Watt Leistung.

Am Ende dürfte aber klar sein: Wer ohnehin ein iPad im Haushalt nutzt, muss sich kein zusätzliches Netzteil kaufen, das eine schnelle Aufladung des iPhone X verspricht. Am Ende kochen alle nur mit Wasser. (Grafik: MacRumors)

iPhone Aufladen

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Kommentare 19 Antworten

  1. Das klappt auch mit älteren iPhones. Auch mit Fremdnetzteilen funktioniert es. Ich habe ein 6-Port USB-Netzteil von Anker und kann 2.4A liefern. Damit wird mein iPhone 7 Plus schneller aufgeladen und mit meinem vorherigen iPhone 6s hat es auch geklappt.

    1. Kann ich voll bestätigen. Ich habe auch das 6-Port-Netzteil von Anker und sowohl iPad Pro als auch iPhone X lassen sich damit schneller laden.

  2. Wirkt sich das schnelle Aufladen eigentlich langfristig irgendwie negativ auf die Akkuleistung aus (da der Akku ggfs beim Ladevorgang stärker strapaziert wird)?

  3. Und wie wirkt sich der Gebrauch der stärkeren Ladegeräte mittel- und langfristig auf die Haltbarkeit des iPhone-Akkus aus?
    Vielleicht hat es ja ausnahmsweise mal nicht nur wirtschaftliche Gründe, warum beim iPhone standardmäßig „nur“ ein 5 Watt Ladegerät mitgeliefert wird!?

  4. Bei meinem iPhone 7 habe ich auch das iPad Ladegerät verwendet. Im Vergleich zu meinem iPhone 6, bei welchem ich nur das originale Netzteil verwendete, hatte ich durchaus den Eindruck, dass der Akku beim iPhone 7 nach einem Jahr deutlich kürzere Laufzeiten hatte.

    1. Generell ist schnelles Laden kein Problem, wenn man davon ausgeht, dass Apple vernünftige Controller ohne zu vielen Obsoleszenzen verbaut hat.

      Bei Smartphones geht es meistens eher um das Temperaturmanagement. Im Vergleich zu iPads haben diese eine viel geringere Abstrahlfläche und der Akku ist auf geringem Platz zusammen mit restlicher Elektronik eingequetscht.

      Da man diese Geräte in sehr vielen unterschiedlichen Klimazonen verkauft, geht man immer auf Nummer sicher und senkt die potentielle Erhitzung der Komponenten, indem der Ladestrom niedrig gehalten wird. Bei >als 40° altert der Akku relativ schnell während des Aufladens.

      Theoretisch könnte man es durch aktive Laderegelung (wie in QI) machen (statt üblichen Ladeprofilen), aber anscheinend nicht gewollt.

  5. Hat jemand Erfahrung damit gemacht das bei der Nutzung von Anker Power Port 40W und den Nylon umflochtenen 1,8m oder 0,9m Anker Kabeln das die Geräte nach kurzer Ladephase nicht weiter Laden. Also von 56 auf 73 % Akku und dann trotz steckendem Kabel nichts mehr passiert?

  6. Nathanel: Ja, hatte ich auch – das Anker Kabel war kaputt und hatte einen Wackelkontakt.

    Mojitu: Rein objektive Eindrücke helfen da nicht weiter. Ich lade alle Geräte mit einem 10-Port Ankergerät und 2,4 A – sofern sie es können. Im Ergebnis zeigt z.B. mein iPhone 5s nach fast drei Jahren einen Wear Level von 12%. Mein iPhone 6s nach einem Jahr bringt es auf 2%. Somit gehe ich mal davon aus, dass so geringe Ladeströme (egal ob 1A, 2A oder 2,4A) keinen nennenswerten Unterschied machen. Aber auch dies ist nur eine eigene Erfahrung.

    Gibt es hierzu eine ne Studie?

  7. Ich lade eh nachts. Und ob der Akku inkl. Backup (Kostet auch Ladezeit) 3 oder 5 Stunden lädt, ist auch egal.
    Zu Hause also mit 5 Watt und unterwegs Powerbank, iPad Ladegerät oder am Zigarettenanzünder mit 1,3 oder 2,4 A je nach Fahrzeit.

  8. was soll das mit der Marke zu tun haben? natürlich bedeutet mehr Strom auch schnelleres Laden.
    Im Auto habe ich sogar ein 3100A
    und natürlich funktioniert das bei jedem Gerät schneller, es sei denn nutzt inkompatibeles Kabel.
    Ich habe gute Erfahrungen mit Anker Netzstecker, Anker Powerbank, Ipad Pro Netzteil und Aukey 12V Adapter.

    1. Das ist an sich irrelevant. Dein Gerät interessiert es nicht was du an ihn anschließt, sondern ob er ein Ladeprofil besitzt, welches etwas mit dem Ladestrom anfangen kann.

      Die Controller für das Laden befinden sich im Akku selbst. Deswegen hat man auch kaum Unterschiede zwischen USB-C und 12V. Der Akku begrenzt einfach den Ladestrom und nimmt sich so viel wie er nutzen kann.

      Da Apple Ladeprofile für 2,4A (und anscheinend noch eins drüber) verbaut hat, wechselt der Akku auf die nächst beste Option, sobald vorhanden.

      Das alles hat auch mit Marken zu tun. Viele Controller in billigen China-Geräten sind auf 1A begrenzt und es interessiert sie nicht, was du dran anschließt.

      1. (Habe gemerkt, dass du nur von der Marke der Ladegeräte gesprochen hast. Sorry, am Ende war bei mir von den Smartphone Marken die Rede.)
        Ich stimme dir insofern zu, dass für ein iPhone die Marke des Laders egal ist.
        Nur ist mehr nicht immer schneller.

  9. Natürlich ist es für den Akku besser, wenn der Ladestrom niedrig ist.
    Wenn mein iPhone über Nacht geladen wird, hängt es am 1A-Netzteil. Wenn es schnell gehen muss, dann halt am 2.4A USB-Port(selten). Daher ist für mich diese FastCharge-Geschichte kein Kaufargument.
    Da aber viele Leute alle 2 Jahre, durch Neuvertrag/Verlängerung, ein neues Handy haben, merkt man kaum die Abnutzung des Akkus. Vielleicht das letzte halbe Jahr. Eventuell auch früher, wenn man das Handy jeden Tag mit einem hohen Ladestrom lädt. Dann kann auch früher der Akku verschleißen.

  10. Bei meinem iPhone 6 habe ich seit einem Jahr nur noch das iPad Ladegerät verwendet und ich habe keinerlei Probleme und mein Akku ist super in Ordnung, im Gegensatz zu vielen Kollegen, die währen des Tages aufladen müssen!

  11. Nachts hängen unsere iPhones an den iPhone-Netzteilen im Schlafzimmer, tagsüber wird mit dem vom iPad im Wohnzimmer nachgetankt. Akkuprobleme hatte ich noch bei keinem iPhone und meine werden nicht nach 2 Jahren ausgetauscht.

    Danke Reg für die aufschlussreichen Beiträge!

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