Macht Apple Sichtschutzfolien beim MacBook-Display überflüssig?

Spigen SafeView im Test

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Spigen SafeView am MacBook Pro

Wenn ich mit der Bahn oder dem Flugzeug unterwegs bin, sehe ich immer wieder MacBooks in freier Wildbahn, die ein „komisches“ Display aufweisen, da man sie von der Seite nicht ablesen kann. Das ist kein Fehler, denn so schützt man seinen Display-Inhalt vor neugierigen Blicken. Da ich ebenfalls öfter unterwegs bin, habe ich mir vor ein paar Wochen einen sogenannten Privacy-Screen-Protector, auch Blickschutzfilter genannt, für mein MacBook Pro gekauft.

Manchmal mag es ein Vorteil sein, wenn man das Display auch aus einem ungünstigen Winkel noch einsehen kann, aber unterwegs zieht ein leuchtendes Display die Blicke schnell auf sich. Ich habe zwar nichts zu verstecken, doch bei Logins oder vertraulichen Dokumenten ist eine Abschirmung mehr als sinnvoll.


Wie gut ist eine Sichtschutzfolie für das MacBook?

Nach kurzer Recherche auf Amazon habe ich mich für den Privacy-Screen-Protector „Spigen SafeView“ für 32,99 Euro entschieden, den ich zwar noch nicht unterwegs getestet habe, dafür aber bei mir zu Hause. Die Folie hält sowohl magnetisch als auch per Kleber, denn am unteren Rand, nicht auf dem Display, kann man sie andrücken und fixieren. Die restlichen Magnete sorgen für eine perfekte Ausrichtung, sodass die Installation ein Kinderspiel ist.

Spigen SafeView am MacBook anbringen
Unten klebt die Folie, oben wird sie per Magnet ausgerichtet.

Wenn ich direkt vor dem MacBook sitze, sehe ich, dass das Display etwas dunkler als gewohnt wirkt und Schrift nicht mehr ganz so scharf dargestellt wird. Allerdings ist das für meinen Workflow kein Problem. Sobald man von der Seite auf das Display schaut, wirkt es nahezu komplett dunkel, sodass man so gut wie nichts erkennen kann. Genau so soll es ja auch sein.

Spigen SafeView von vorne
Schaut man von vorne auf die Folie, sieht man alles.
Seitlicher Blick auf Spigen SafeView
Ein seitlicher Blick lässt kaum Einblicke zu. Die Displayhelligkeit ist nicht verändert.

Darüber hinaus ist der Blickschutzfilter so dünn, dass man ihn nicht zwingend abnehmen muss, wenn man das MacBook mitnehmen will. Ist die Folie korrekt angebracht, kann man den Deckel des MacBooks schließen, ohne dass das Display beschädigt wird.

Und wenn ich den Filter nicht benötige, kann ich ihn einfach abziehen, unter Wasser abspülen, trocknen lassen und in der mitgelieferten Folie lagern. Damit ist er stets für den nächsten Einsatz bereit.

Spigen SafeView Magnetischer Blickschutzfilter für MacBook Pro 14 Zoll (M5 / M4 / M...
  • Kompatibilität: Kompatibel mit MacBook Pro 14 Zoll (M5, 2025 / M4 / M4 Pro / M4 Max / M3 / M3 Pro / M3 Max / M2 Pro / M2 Max / M1 Pro / M1 Max)
  • Sichtschutz; Schützt Ihre persönlichen Daten von anderen an der Seite, aber der Bildschirm ist von vorne klar zu sehen

Sind Blickschutzfilter beim MacBook bald überflüssig?

Jetzt habe ich ziemlich weit ausgeholt, obwohl ich eigentlich darüber berichten wollte, dass Apple offenbar an einer neuen Display-Sichtschutz-Technik arbeitet. Laut einem Bericht von Omdia soll in den nächsten Jahren ein Display mit eingeschränktem Betrachtungswinkel kommen.

MacBook Pro mit aufgeklapptem Deckel.
OLED-Display im MacBook Pro für 2029 geplant.

Konkret würde der Bildschirm Inhalte nur noch für Personen direkt vor dem Gerät klar anzeigen, während seitliche Betrachter lediglich ein dunkles oder unscharfes Bild sehen – so, wie es aktuell mit Sichtschutzfolien der Fall ist.

Ähnliche Technik plant auch Samsung für das kommende Galaxy S26 Ultra, wobei dort Hardware und Software kombiniert werden, sodass man den Privacy-Modus flexibel aktivieren oder deaktivieren kann.

Neue Display-Technik erst für 2029 geplant

Allerdings handelt es sich bei den Apple-Informationen bislang um Analystenprognosen, denn Omdia beruft sich nicht auf Insiderquellen. Dennoch passt der Zeitrahmen bis 2029 zum erwarteten OLED-Umstieg bei MacBooks, da OLED-Panels eine präzisere Lichtsteuerung ermöglichen und folglich technische Voraussetzung für solche Sichtschutzfunktionen wären.

Ob Apple die Technik tatsächlich einführt, bleibt offen, doch der Trend zu mehr integriertem Datenschutz wird immer deutlicher.

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Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 9 Antworten

  1. Auf dem MacBook Bildschirm kann man übrigens das sehen, was ich schon jahrelang sage. Die Webseiten sind einfach zu riesig dargestellt. Die einzelnen Elemente Eurer Webseite sind sehr groß und bieten keinerlei Überblick über die Seite.
    So kann man gerade einmal einen Artikel auf dem Bildschirm sehen.

    Daher habe ich in allen Browsern inzwischen immer etwas unter 80% eingestellt.

  2. Ganz früher galten Monitore als gut, wenn man auch gut von der Seite drauf gucken konnte und nicht nur von starr geradeaus. Nun ist es fast andersrum. 😂😂😂

  3. Eigentlich jede Firma hat entsprechende Richtlinien, dass vertrauliche Dokumente nur geöffnet werden dürfen in entsprechend sichere Umgebung und dies ist nicht der ÖPNV oder ein Starbucks etc.

    1. Ganz genau so ist es!

      Und selbst beim „mobile working“ zu Hause (nein, das ist nicht Home-Office!) muß man die Türen schließen, damit Familienangehörige nichts mitbekommen.
      Bei den damaligen Online-Betriebsversammlungen durfte auch kein Betriebsfremder etwas mitbekommen.

    2. Gut möglich. Aber ob sich alle dran halten? Weiß ich nicht.

      Da ich mein eigener Chef bin, kann ICH selbst entscheiden, ob ich das will oder nicht.

      1. Ihr werdet unter Garantie nichts haben was entsprechende Restriktionen hat, das Geheimste werden eure Geschäftszahlen sein und kommen die raus ist es eventuell Ärgerlich aber mehr auch nicht.

        Bei uns haben wir nehmen Geschäftsgeheimnissen (was auch Konstruktionen oder Patente sind) welche jeder Mitarbeiter einsehen kann auch VS-1 Sachen für die die Mitarbeiter nur freigeschaltet werden wenn sie sie benötigen und auch nur in den Detail welche sie benötigen.

        Und zur Frage ob sich daran alle halten, klar das weis man nicht. Legt man aber Wert auf seinen Job, wird man es machen. Denn es wird protokoliert was und wann man entsprechende Dokumente öffnet und darüber hinaus auch wo (aus welchen WLAN man sich ins VPN einwählt).

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