Nixplay Seed Wave im Test: Digitaler Bilderrahmen mit Cloud, Lautsprecher & mehr

Auch kurze Videos können abgespielt werden

Aus dem Hause Nixplay haben wir euch im Januar 2018 die Version Iris vorgestellt. Ein paar Jahre später habe ich nun das neue Top-Modell ausprobiert und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Im Einsatz habe ich den Nixplay Seed Wave mit 13″ Display. Kostenpunkt: 259,99 Euro. Was es für das Geld gibt, kläre ich folgend.

Der Nixplay Seed Wave ist 336 Millimeter breit, 213 Millimeter hoch und 37,7 Millimeter tief. Das Gewicht liegt bei 960 Gramm. Der Bilderrahmen verfügt dabei über eine kluge Halterung, denn das Ladekabel fungiert als Standfuß. Auf der Rückseite gibt es ein recht fixes, stabiles und ummanteltes Stück Kabel, das ihr entsprechend biegen könnt. Der Rahmen findet einen guten Halt, das eigentliche Ladekabel wird dann angeschlossen und mit dem Strom verbunden. Demnach ist auch klar: Eine Wandmontage ist nicht vorgesehen, ebenso gibt es keinen Akkubetrieb.


Der smarte Bilderrahmen zeigt Bilder im Seitenverhältnis 16:9 an und mit einer Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Das Display ist mit 250 cd/m2 ausreichend hell, das Display selbst ist matt. Und kommen wir zum ersten Nachteil für iPhone-Nutzer. Das iPhone nimmt Fotos standardmäßig im Format 4:3 auf. Wer also iPhone-Fotos an den Rahmen schickt, sieht auf dem Display immer schwarze Ränder. Bei 16:9 Fotos, unterstützt das iPhone auch, ist die Anzeige aber wirklich super.

Die Farben werden auf dem matten Display satt wiedergegeben, außerdem kann man auch seitlich die Bilder noch gut erkennen, wobei bei einem zu steilen Winkel auch hier Schluss ist. Der Rahmen selbst ist aus mattem Kunststoff gefertigt und fühlt sich ganz gut an. Auf der Rückseite findet ihr dann bei diesem Modell die zusätzlichen Lautsprecher.

Die Funktionen im Detail

Starten wir mit dem wohl wichtigsten Medium: Fotos. Denn dafür ist der Bilderrahmen nunmal perfekt geeignet. Über die Nixplay-App kann man ein neues Album erstellen und zum Beispiel Fotos direkt vom iPhone hochladen. Das funktioniert schnell und einfach und die Bilder werden auf dem Rahmen zügig geladen und angezeigt, da dieser auch im WLAN funkt. Über das Smartphone kann man zusätzlich aber auch ein Album aus Google Fotos auswählen. Wird dieses mit neuen Fotos gefüttert, werden diese auch direkt an den Rahmen gesendet.

Ich muss sagen: Die Nixplay-App dürfte ruhig mehr Optionen bieten. Man kann zwar seinen Rahmen verwalten und ein paar Einstellungen vornehmen, aber die Foto-Optionen sind stark begrenzt. In der App könnt ihr Freunde einladen und auf geteilte Alben zugreifen, mehr Optionen gibt es dann nur über die Web-Oberfläche auf www.nixplay.de.

‎Nixplay
‎Nixplay
Entwickler: nixplay
Preis: Kostenlos+

Online im Browser stehen dann noch mehr Funktionen zur Verfügung. Ihr könnt zum Beispiel eine dynamische Playlist über die Dropbox anlegen. Hier werden dann alle verfügbaren und neuen Fotos automatisch auf den Rahmen übertragen. Des Weiteren könnt ihr über die Weboberfläche auch Fotos aus Facebook, Instagram, Flickr oder Verizon Cloud importieren. Neue Fotos werden ebenfalls automatisch auf den Nixplay Seed Wave übertragen.

In der Web-Ansicht könnt ihr natürlich auch auf alle Funktionen aus der App zugreifen. Alben, Freunde und weitere Einstellungen sind auch hier einstellbar.

Videos können maximal 15 Sekunden lang sein

Da der Nixplay Seed Wave auch über Lautsprecher verfügt, bieten sich Videos an. Diese lassen sich optional auch ohne Ton abspielen. Hier sollte man aber beachten, dass die Video-Wiedergabe derzeit auf 15 Sekunden pro Clip begrenzt ist. Längere Videos werden demnach abgeschnitten.

Des Weiteren könnt ihr via Bluetooth Musik an den Nixplay Seed Wave streamen. Die Lautsprecher auf der Rückseite sind allerdings ein kleines Manko. Die Qualität ist im Vergleich zu einfachen Bluetooth-Boxen leider nicht so gut. Für ein schnelles Video sind die Lautsprecher vollkommen ausreichend, für eine längere Musikwiedergabe klingt aber schon der Echo Dot besser. Das Audio klingt blechern und leer, ruhige Songs sind noch ganz okay, sobald aber Gitarren, Bass und das Schlagzeug einsetzen, möchte man die Wiedergabe beenden.

Die Lautsprecher sind für Videos ein cooles Extra, als Musikbox eigenen sich diese aber nicht. Per Bluetooth könnt ihr übrigens jede Quelle wählen. Sei es Spotify, Apple Music, Amazon Music, YouTube Music oder andere Dienste. Das Audiosignal vom iPhone wird per Bluetooth weitergegeben. Also ein ganz normales Bluetooth-Verhalten. Weiteres nettes Extra: Spotify Connect wird unterstützt.

Nixplay Seed Wave bietet auch eine Fernbedienung an

Der Bilderrahmen bietet auf dem Display selbst zahlreiche Optionen, die eben auch online eingestellt werden können. Über die Fernbedienung lässt sich die Foto-Wiedergabe justieren, hier kann man zum Beispiel nur ein bestimmtes Album anzeigen oder eben alle verfügbaren Inhalte über den Bildschirm flimmern lassen.

Der Nixplay Seed Wave kann dabei nicht nur im Quer- sondern auch im Hochformat betrieben werden. Des Weiteren gibt es einen Bewegungssensor, der das Display automatisch aktiviert, wenn Bewegungen erkannt werden. Demnach schaltet er sich automatisch ab, wenn nichts passiert. Hier kann man einen Schlafplan anlegen und selbst bestimmen, ab wann das Display inaktiv wird.

Der Rahmen bietet insgesamt 8 GB internen Speicher für Fotos und Videos. Als Basis-Nutzer können bis zu 5 Rahmen gekoppelt werden, optional kann man auch zum Nixplay Plus-Abo greifen, das 50 Euro im Jahr kostet und folgende Vorteile bietet:

  • Videoclips mit einer Dauer von bis zu 1 Minute
  • Bis zu 10 verbundene Rahmen
  • Erweiterte Garantie (5 Jahre)
  • Speicherplatz für die ganze Familie (50 GB Cloud-Speicher)
  • Private, gruppierte Playlists (bis zu 50 Playlists mit Freunden und Familie teilen)

Gut zu wissen: Obwohl Nixplay den Rahmen mit „Works with Alexa“ bewirbt, ist diese Funktion hierzulande nicht verfügbar. Der Skill funktioniert nämlich nur in englischer Sprache und wird nur über amazon.com und nicht amazon.de angeboten. Schade!

Guter Bilderrahmen mit vielen Möglichkeiten

Der Nixplay Seed Wave macht insgesamt eine gute Figur. Man sollte schon beachten, dass die Nixplay-App leider sehr rudimentär ist und die meisten Einstellungen nur online im Web verfügbar sind. Die Bildwiedergabe ist top, die Lautsprecher leider nicht für die Musikwiedergabe zu gebrauchen.

Die Handhabung an sich ist einfach, der Rahmen selbst in schwarzer Farbe sehr schlicht. Solch ein Rahmen ist meiner Meinung nach ein tolles Geschenk für die Eltern, Großeltern oder Freunde. Man kann nicht nur gemeinsame Alben pflegen, sondern auch den Großeltern, die vielleicht nicht über das technische Know-How verfügen, Zugriff auf tolles Fotos der Enkel und Co. geben.

Was mich persönlich etwas stört, aber fast unumgänglich ist: Fotos gibt es in vielen Formaten. Alleine Hoch- und Querformat sorgen für sehr viel schwarze Ränder. Steht der Rahmen im Querformat und es werden Bilder im Hochformat angezeigt, sind die Ränder natürlich sehr schwarz. Umgekehrt das gleiche. 16:9 Fotos sind perfekt für den Nixplay Seed Wave, allerdings müsste man diese Option bei iPhone-Fotos manuell umstellen.

Die Version Nixplay Seed Wave ist das Top-Modell und das ist mit 259,99 Euro sicherlich kein Schnäppchen. Wer auf ein paar Extras verzichten kann und möglicherweise einen kleineren Rahmen sucht, sollte sich die anderen Versionen ansehen.

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