PDFpen 2: Neue PDF-Bearbeitungs-Suite mit großem Funktionsumfang zum hohen Kaufpreis

Heutzutage sind neben Office-Dokumenten wohl PDFs die beliebtesten Dateien im beruflichen Umfeld. Wir haben uns mit PDFpen 2 die neue Version des PDF-Managers angesehen.

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PDFpen 2, soviel muss gleich vorweg gesagt werden, ist wahrlich kein Schnäppchen im deutschen App Store: Satte 17,99 Euro müssen für die Universal-App, die seit dem 2. Dezember zum Download bereitsteht, bezahlt werden. Im Vergleich mit anderen Apps des Genres ist PDFpen 2 (App Store-Link) damit eine nicht ganz günstige Möglichkeit, PDF-Dateien einzusehen und zu bearbeiten. Für die Installation der knapp 29 MB großen und bereits in deutscher Sprache zur Verfügung stehenden Anwendung sollte sich mindestens iOS 8.0 oder neuer auf dem iPhone oder iPad befinden.


PDFpen 2 ist der Nachfolger der beiden separat fürs iPhone und iPad herausgegebenen Apps PDFpen. In der neuen Variante wurden unter anderem einige optische Veränderungen vorgenommen, außerdem betonen die Developer von SmileOnMyMac, dass ihre Anwendung weiterhin „der einzige PDF-Editor, der sowohl für das iPad als auch für den Mac erhältlich ist und für eine nahtlose Bearbeitung die Sicherung und Synchronisierung per iCloud und Dropbox nutzt“, ist.

Viele Optionen zur PDF-Markierung

In der Tat lassen sich mit PDFpen 2 PDF-Dokumente auf dem iPhone oder iPad nicht nur lesen, sondern auch auf vielfältige Art und Weise bearbeiten. So kann beispielsweise ein Formular mit einer handschriftlichen Unterschrift versehen werden, und auch Notizen oder Unterstreichungen hinzugefügt werden. Dazu stehen verschiedene Farben und auch unterschiedliche Muster wie Durch- und Unterstreichung, eine Textmarker-Funktion, aber auch Formen wie Ellipsen, Linien, Polygone oder Pfeile bereit.

Um die entsprechenden PDF-Dokumente in PDFpen 2 zu importieren, kann von einer Vielzahl an Services Gebrauch gemacht werden. So steht unter anderem eine Verbindung zum iCloud Drive, zur Dropbox, Evernote und Google Drive bereit, ebenso kann iTunes, ein FTP-Server oder WebDAV genutzt werden, um PDFs in die App einzubinden. Selbstverständlich lassen sich auch ganz neue Dokumente mit unterschiedlichen Layouts, so etwa mit linierten oder karierten Seiten, erstellen.

Export von PDFs in PDFpen 2 ist einfach und vielfältig

Weitere Features von PDFpen 2 sind das Einfügen von Bildern aus der Foto-Bibliothek in PDF-Dateien, das Zusammenfügen, sortieren, duplizieren und drehen von Dokumenten, ebenso wie eine übersichtliche PDF-Sortierung in eigenen Ordnern. Besitzt man einen kompatiblen Bluetooth-Stift von Wacom, oder den Jot Touch, Jaja oder Pogo Connect, können diese problemlos in PDFpen 2 verwendet werden. Dazu steht auch eine optional und individuell einstellbare Handballenauflage für noch bequemeres Arbeiten bereit.

Besonders praktisch ist auch die Funktion, Seiteninhalte komplett überarbeiten zu können, sofern die entsprechende PDF-Datei dies zulässt. Texte können gelöscht oder hinzugefügt werden, auch Bilder lassen sich verschieben, skalieren, löschen oder neu hinzufügen. Als Export-Optionen sind ebenfalls wie beim Import viele Möglichkeiten gegeben, darunter eine Weiterleitung per E-Mail, eine AirPrint-Schnittstelle, aber auch eine Anbindung an iCloud Drive, Dropbox, Evernote, Transporter, Google Drive, WebDAV, iTunes und FTP. Zudem wird das Öffnen in Dritt-Apps seitens PDFpen 2 unterstützt. Die exportierten Dokumente können mit Seitenzahlen, Anmerkungen und auch verschlüsselt übermittelt werden.

Auch wenn wir in diesem Artikel nicht alle kleinen Features von PDFpen 2 erwähnen können, bietet die Anwendung einen großen Funktionsumfang für alle User, die tagtäglich mit PDF-Material zu tun haben. Zahlreiche Import- und Export-Möglichkeiten erleichtern die Arbeit, und das übersichtliche Layout sorgt für einen schnellen Workflow. Kritik gibt es allerdings am Kaufpreis der App zu vermelden, der mit 17,99 Euro deutlich zu hoch angesetzt ist. Zwar erhält man mit PDFpen 2 eine Universal-App samt Sync-Funktion, nicht desto trotz bleibt aufgrund der Veröffentlichung einer komplett neuen Anwendung ein fader Beigeschmack – zumal Besitzer der Vorgänger-Version sich dann wohl schon bald auf eine Einstellung des Supports für ihre App einstellen müssen, wie es oft im App Store der Fall ist.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Was mir fehlt, ist ein richtiger pdf Drucker wie gotomax oder ähnliches. Hat hier jemand schon was gefunden. Was den pdfpen betrifft, ich arbeite mit der seitherigen Version schon relativ lange und finde den Preis im Verhältnis zu anderen Apps einfach ungerechtfertigt. Sollte für die Vorgängerversion kein Update mehr verfügbar sein, werde ich mich eben wieder umsehen. Außer der Hersteller könnte den hohen Preis begründen, was durchaus wünschenswert wäre.

  2. Zu den Kosten von pdfpen2: wenn man die Vorgängerversion (iPad) besitzt, kostet sie „nur“ noch 12€ als Universal App. Immer noch sehr teuer dafür, dass man PDFs editieren auch auf dem iPad kann. Die anderen Funktionen bieten ja auch wesentlich günstigere Konkurrenten.
    Trotzdem: wenn nicht smileonmymac so bekannt für buggy Apps wäre (außer vielleicht textexpander) würde ich zugreifen. So warte ich lieber auf Readdle.

  3. Die Readdle Kombi aus PDF Expert und PDF Konverter (und Scanner Pro) tun bei mir zuverlässig ihren Dienst. Unter Formularbau kann ich mir im Moment nicht soviel vorstellen, brauche ich dann wahrscheinlich nicht…
    Das PDFpen2 hatte gestern nur eine Rezension, die die Nichtlesbarkeit der Files beklagte.

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