Preside: Kostenloser E-Mail-Client versteht sich mit vielen Mail-Anbietern und Cloud-Speichern

Immer wieder erhalten wir von unseren Nutzern App-Empfehlungen. Im Fall von Preside bedanken wir uns bei Markus.

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Auch wir müssen gestehen: Wir entdecken längst nicht alle neuen, aufregenden, interessanten oder kostenlosen Apps, die der deutsche App Store regelmäßig für uns bereit hält. Dies bestätigte sich auch einmal wieder bei Preside (App Store-Link), einem E-Mail-Client, der bisher komplett an uns vorbei gerauscht ist. Preside lässt sich als Universal-App kostenlos und werbefrei nutzen, Power-User, die zusätzliche Features benötigten, können ein Monats-Abo für 5,49 Euro bzw. eine Jahreskarte für 27,99 Euro per In-App-Kauf erwerben. Die 138 MB große App benötigt iOS 9.0 oder neuer auf dem Gerät und lässt sich bisher in englischer Sprache nutzen.

Wohl einer der größten Vorteile von Preside ist die Multifunktionalität: Die Anwendung ist quasi eine eierlegende Wollmilchsau unter den E-Mail-Apps. Mit einer Kompatibilität für iCloud, Gmail, Outlook, Exchange, Office 365, Yahoo, AOL, Comcast sowie IMAP- und POP3-Konten sollte es bei der Einrichtung der eigenen E-Mail-Konten keine großartigen Probleme geben. Praktischerweise gibt es in Preside als kleinen Bonus obendrauf auch eine Unterstützung für viele Cloud-Speicherdienste, beispielsweise Dropbox, OneDrive, Google Drive, AmazonCloud, WebDAV und Toodledo, die sich direkt aus der App heraus einrichten lassen.

Preside verspricht, alle notwendigen Funktionen, die sich ein E-Mail-User wünscht, in der App zu vereinen, so dass es nicht mehr notwendig ist, für die weitergehende Organisation von Nachrichten und Accounts zu einem Desktop-Rechner zu wechseln. So gibt es unter anderem die Option, E-Mails zwischen verschiedenen Accounts zu verschieben, mehrere Mails gleichzeitig zu löschen sowie E-Mails und ganze Ordner zu kopieren. A propos Ordner: Preside bietet eine übergreifende Inbox und benutzerdefinierte Smart Folder.

Offline-Suche und viele Personalisierungs-Optionen

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Darüber hinaus gibt es in der App eine Offline- und Volltext-Suche samt Suchverlauf, Tags und Mail-Kategorien, eine Verknüpfung mit dem Adressbuch von iOS, eine Möglichkeit, E-Mails als ToDos an Apps wie OmniFocus, Things, Evernote oder The Hit List weiterzuleiten, und die Option, den Mail-Client ganz nach eigenen Wünschen zu personalisieren. Dazu stehen verschiedene Farbschemata, Icons, Buttons und auch unterschiedliche Schriftarten bereit. Auf dem iPad lässt sich außerdem ein Multitasking per Split Screen und auch die mit iOS 11 eingeführte Drag-and-Drop-Funktion nutzen, zudem wird 3D Touch und die „Share“-Erweiterung für Dritt-Apps unterstützt.

Die einzigen Nachteile, die ich bisher bei Preside ausmachen konnte, sind neben dem fehlenden deutschen Interface auch das biedere, manchmal leicht angestaubt wirkende Layout, das im Vergleich zu anderen E-Mail-Klienten doch etwas veraltet daher kommt. Wie heißt es aber so schön: „Versuch macht klug“ – und so empfehlen wir jedem Nutzer, der noch auf der Suche nach einer kostenlosen, werbefreien E-Mail-App ist, ohne weiteres Preside. Danke natürlich auch an unseren User Markus für seinen Hinweis.

Preside
Preside
Entwickler: GoodHumans
Preis: Kostenlos+

Kommentare 16 Antworten

    1. @iMactouch: Unter OSX: Thunderbird. Unter iOS weiß ich leider nichts, weil ich seit iOS 3 die native Mail-App nutze und damit zufrieden bin.
      Eine Baumansicht würde ich mir übrigens auch für das Forum hier wünschen. Vielleicht kommt es ja eines Tages (was es im Usenet schon seit mindestens 20 Jahren gibt ?)

    1. Spark hat leider nur die Konversationansicht, damit kann man leider nicht arbeiten, sofern man alles über Ordner strukturiert. Weiter lädt Spark keine Emails, samt Anhänge vor. Damit kann man im Flieger nicht produktiv arbeiten. Regeln kann man auch nicht erstellen. Spark ist für den privaten Gebrauch on Ordnung

    1. Genauso. Ich sehe einfach keinen einzigen Konkurrenten der auch nur nahe an Airmail drankommt.

      Schon allein die Integration in so viele Programme, Custom Aktionen und Automatisierung durch Workflow und co geben einem unendlich viele Einsatzmöglichkeiten. Interne iOS Verlinkung ist das Mindeste was so ein Mailassistent können muss.

    2. ähm, ja …. und ausser einem ollen Plugin auch 2018 (!) offenbar immer noch kein pgp-support !?

      und dafür soll ich dann noch soviel Geld bezahlen – iss´n Scherz !?

      1. Wenn du das Inbox Zero Verfahren nutzt, dann würdest du auch viel mehr dafür zahlen wollen. Geschweige den intelligenten Ordnern. Die Zeitersparnis ist unbezahlbar.

        1. HÄ !? Und WAS hat das nun konrekt mit der (fehlenden) Verschlüsselung zu tun !?

          Da nützen mir 1.000 Funktionen nix, wenn das wichtigste fehlt – nix für ungut.

  1. Airmail ist vom Handling her für mich die besten App. Allerdings werden manche Mails völlig falsch formatiert angezeigt. Außerdem sind auch sonst ziemlich viel Bugs vorhanden. Schade, denn obwohl ich Airmail auch am Mac benutze, bin ich jetzt wieder zur klassischen Mail App von Apple gewechselt.
    Spark läuft übrigens auch nicht fehlerfrei, außerdem ist die App für den Mac immer noch nicht in Deutsch verfügbar.

    1. +1
      man muss erst solche Ausflüge machen, um zu sehen, was man am Original hat !
      Der Preis für den angeblichen/vermeintlichen Mehrwert, den andere versprechen, ist – oftmals – viel zu hoch.

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