Soundcore 3 und Soundcore Motion Boom: Neue Bluetooth-Speaker ausprobiert

Erhältlich ab 59,99 Euro

Auch wenn gerade eher nicht die Zeit für ausgiebige Nachmittage und laue Abende im Garten oder im Park ist, sind robuste und vielseitig einsetzbare Bluetooth-Lautsprecher nach wie vor gern gesehene Gäste im In- und Outdoor-Bereich. Ob nun im Bad bei der morgendlichen Körperpflege, in der Garage beim Basteln an Auto oder Fahrrad, oder im Büro beim Erledigen der Steuererklärung – klanglich starke und dabei nicht zu klobig gestaltete mobile Lautsprecher haben ihre Vorteile.

Die Tochterfirma Soundcore von Anker ist in diesem Gebiet mittlerweile etabliert und veröffentlicht regelmäßig neue Modelle für alle Lebenslagen. Mit dem Soundcore 3 und dem Soundcore Motion Boom sind erst kürzlich zwei tragbare Lautsprecher für verschiedene Anwendungszwecke erschienen. Während sich der Soundcore 3 mit seinen kompakten Maßen wohl eher in Indoor-Räumen sieht, gibt es mit dem Soundcore Motion Boom ein echtes Kraftpaket, das durchaus auch bei Festivals oder in Sporthallen zum Einsatz kommen kann. Wir haben nun die beiden Exemplare vorliegen und haben sie ausprobiert.


Soundcore 3: Klein, aber oho

Der Soundcore 3 ist das mittlerweile dritte Modell in kompakter Brick-Form der Anker-Tochter. Gerade in diesem Bereich ist die Konkurrenz groß: Selbst Amazon bietet mittlerweile einen ähnlichen Bluetooth-Lautsprecher unter der Eigenmarke AmazonBasics für unter 50 Euro an. Um sich von den Mitbewerbern am Markt abzusetzen, heißt es daher auch für Anker bzw. Soundcore, die eigenen Produkte kontinuierlich zu verbessern und mit Upgrades zu versehen.

Der momentan für 59,99 Euro bei Amazon in schwarzer Farbe erhältliche Soundcore 3 verfügt daher nicht nur über eine bis zu 24-stündige Akkulaufzeit mit nur einer Ladung, eine BassUp-Bassverstärkung, IPX7-Wasserdichtigkeit, einen USB-C-Port zum Aufladen, die Möglichkeit, bis zu 100 Soundcore 3 über die Soundcore-App in einem PartyCast-Modus miteinander zu verbinden, sowie überarbeitete Audiotreiber aus 100 Prozent Titan, die für eine Leistung von 16W sorgen. Zudem gibt es den aktuellen Standard Bluetooth 5.0 für stabile drahtlose Verbindungen.

Im Lieferumfang des im üblichen blau-weißen Karton von Anker bzw. Soundcore zur Verfügung gestellten Soundcore 3 befindet sich neben dem Lautsprecher und dem kurzen schwarzen USB-C-Ladekabel auch noch eine kleine Nylon-Tragekordel, die sich seitlich am Gerät einfädeln lässt und es dem Lautsprecher damit ermöglicht, auch aufgehängt oder an einem Rucksack angebracht genutzt zu werden. Die Inbetriebnahme des etwa 370 Gramm leichten und mit 17,4 x 6 x 5,7 cm sehr kompakt bemessenen Speakers ist dank eines eigenen kleinen Bluetooth-Buttons auf der Oberseite des Geräts schnell erledigt, die Kopplung wird mit einem akustischen Signal bestätigt.

Designtechnisch orientiert sich der Soundcore 3 definitiv an den Vorgängermodellen aus gleichem Hause, und auch die Klangqualität kann sich weiterhin sehen lassen. Mit dem BassUp-Feature ist es sogar noch möglich, den „Wumms“ noch weiter zu verstärken – mir persönlich reichte aber der normale Abspielmodus bereits, der auch den Akku deutlich weniger belastet. Möchte man selbst noch etwas am Sound drehen, bietet die kostenlose Soundcore-App, mit der sich dieses Modell erstmals auch verbinden lässt, personalisierte Equalizer-Optionen. Über die App können auch bis zu 100 Soundcore 3-Exemplare im PartyCast-Modus miteinander verbunden werden, in Ermangelung weiterer Geräte konnte ich dieses Feature aber leider nicht testen. Bei Amazon gibt es allerdings Rezensenten, die mit dem Soundcore 3 ein kleines Multiroom-System aufgebaut haben und drei Speaker problemlos und mobil in den eigenen vier Wänden nutzen.

Wie schon bei den Vorgängermodellen ist auch der Soundcore 3 keine besondere Design-Glanzleistung, vor allem das auffällige silbrig glänzende „Soundcore“-Logo auf dem Frontgitter und die aufgedruckte stilisierte Note hätte man etwas dezenter lösen können. Das leicht gummierte Äußere liegt dafür aber samtweich und griffig in der Hand, und auch die kleinen Standfüße unter dem Lautsprecher sorgen für einen guten Halt auf verschiedenen Oberflächen. Im Segment der kompakten Bluetooth-Speaker um die 50 Euro mischt auch dieses aktualisierte Modell daher weiterhin weit vorne mit. Für den Bruchteil des Kaufpreises eines Geräts von Bose und Co. bekommt man wie üblich sehr gute und robuste Anker-Qualität geboten.

Soundcore 3 Bluetooth Lautsprecher mit...
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Soundcore Motion Boom: Robuster Allrounder für den Außeneinsatz

Wer noch mehr Power benötigt, ist dann mit dem Soundcore Motion Boom gut beraten. Der Bluetooth-Lautsprecher ist mit 34,6 x 14,8 x 20 cm etwa viermal so groß wie der kleine Bruder Soundcore 3 und mit etwa 2 kg auch ca. fünfmal so schwer. Dafür gibt es aber auch einen entsprechend größeren Akku mit 10.000 mAh für bis zu 24 Stunden Spielzeit und eine Ausgangsleistung von 30W.

Interessanterweise lesen sich die Spezifikationen des Motion Boom nahezu identisch zum kleineren Soundcore 3-Modell: Bis zu 24-stündige Akkulaufzeit mit einer Ladung, Bluetooth 5, BassUp-Funktion für Bassverstärkung, Aufladung per USB-C und eine IPX7-Wasserdichtigkeit inklusive Schutz vor Untertauchen. Lediglich auf den PartyCast-Modus für bis zu 100 verbundene Geräte muss man hier verzichten, dafür bietet der Motion Boom aber ein Powerbank-Feature über einen eigenen USB-A-Port an der Rückseite, mit dem sich externe Geräte wie Smartphones aufladen lassen. Bedenken sollte man natürlich, dass dann auch die Akkulaufzeit des Lautsprechers sinkt. Aber bevor man keine Audioquelle mehr zur Verfügung hat, über die Musik auf den Speaker gestreamt wird, nimmt man sicher eine kürzere Akkulaufzeit in Kauf.

Der Soundcore Motion Boom wird inklusive eines USB-A-auf-USB-C-Kabels ausgeliefert und benötigt aufgrund der besonderen Bauweise samt Tragegriff keine Trageschlaufe in der Box. An dieser Stelle setzt aber zumindest bei mir eine leise Kritik am Design an: Warum keine zwei Ösen an der Oberseite, an denen der Nutzer selbst einen Tragegurt per Karabiner anbringen kann, wenn er benötigt wird? Der nun im Gerät integrierte Griff ist sicher praktisch, aber führt eben auch dazu, dass der Soundcore Motion Boom um einiges klobiger und schwerer wird. Hier hätte ich mir eine variablere und weniger auftragende Lösung vom Hersteller gewünscht. So wäre auch ein Zylinder-artiges Design möglich gewesen, das sicher besser zu verstauen ist als das aktuelle Gerät. Die Konkurrenz von JBL zeigt mit dem Xtreme 2 und 3, wie man es hätte besser machen können.

Nichtsdestotrotz bekommt man mit dem Soundcore Motion Boom aber zum Preis von derzeit 99,99 Euro bei Amazon ein ordentliches Kraftpaket mit satten 30W Leistung geboten, das vor allem bei höherer Lautstärke seine Stärken ausspielen kann. Auch hier lässt sich über die Soundcore-App der Sound noch weiter personalisieren, und ebenfalls über einen Button auf der Oberseite des Lautsprechers das BassUp-Feature verwenden. Dies geht aber häufig zulasten der Brillanz und Höhen, so dass ich persönlich von dieser Funktion Abstand genommen habe und nach kurzer Testphase schnell wieder in den Normalmodus umgeschaltet habe.

Ähnlich wie auch beim Soundcore 3 ist auch beim Motion Boom das Design eher funktional denn ästhetisch gehalten. Eine Robustheit, exzellente Verarbeitung und gute Bedienbarkeit kann man dem Outdoor-Speaker definitiv nicht absprechen. Genau wie aber beim kleineren Bruder würde ich mir hier von Anker/Soundcore in Zukunft weitere Farbvarianten oder Bespannungen mit Stoffmaterial wünschen, um Nutzern noch weitere Kaufanreize zu bieten und bevorzugte Farben auswählen zu können. Schwarz ist zwar Standard und passt fast eigentlich fast immer – manchmal dürfte es jedoch durchaus etwas mehr Farbe sein. Qualitativ macht man aber auch mit dem Soundcore Motion Boom rein gar nichts falsch – und spart im Vergleich zur Konkurrenz von JBL und Co. noch einige Euro.

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