Threema: Sicherer Messenger jetzt auch für Android

Threema, ein sicherer Messenger für das iPhone, gibt es jetzt auch für Android.

Threema MessengerOhne Zweifel ist die aus der Schweiz stammende App Threema (App Store-Link) im Vergleich zum beliebten WhatsApp Messenger eine tolle Sache: Er stammt aus der Schweiz, ist damit deutlich besseren Datenschutzrichtlinien unterworfen und auch sonst eine sichere Sache – dafür sorgen verschiedene Mechanismen, die wir euch bereits in unserem ausführlichen Test vorgestellt haben.


Bisher war die seit Dezember 2012 für 1,79 Euro erhältliche Applikation aber ein großes Manko: Sie war nur für das iPhone verfügbar und damit nur bedingt eine Empfehlung wert, schließlich konnte man dann auch einfach iMessage nutzen. Das hat sich nun geändert, denn Threema ist ab sofort auch für Android zu haben.

Im Mittelpunkt steht natürlich das Senden von Nachrichten, die bei Threema von Gerät zu Gerät verschlüsselt und damit nicht von Fremden ausgelesen werden können. Außerdem kann man Bilder, Videos und seine Position im Chat mit anderen Nutzern teilen. Auch wenn die Nachrichten natürlich über die Server der Entwickler geleitet werden, können selbst sie die Nachrichten nicht entschlüsseln, da der private Schlüssel auf den Geräten der Nutzer verbleibt.

Wer beim Messaging mit Freunden auf Nummer sicher gehen will und insbesondere sein Adressbuch nicht an WhatsApp oder andere Dienste senden will, sollte auf jeden Fall einen Blick auf Threema werfen. Nach der einmaligen Bezahlung fallen keine weiteren Gebühren an, das soll sich ja zum Beispiel beim großen Konkurrenten mit dem grün-weißen Icon ändern bzw. ist bei Android schon der Fall.

Falls eure Freunde kein iPhone haben und ihr ihnen Threema empfehlen wollt, könnt ihr das gerne tun. Die App ist für 1,60 Euro im Google Play Store zu finden. Uns würde an dieser Stelle interessieren: Ist euch das Thema Datenschutz so wichtig, dass ihr dem beliebten WhatsApp Messenger den Rücken kehrt?

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Kommentare 49 Antworten

    1. Ich auch!

      Warte schon die ganze Zeit auf eine „sichere“ Alternative um kostenlose Nachrichten von verschiedenen Plattformen zu versenden.

      Super Sache – Ich mag die Schweiz immer schon 🙂

    2. Es scheint schon recht sicher zu sein. Hoffentlich nutzen sie nicht „security through obscurity“.
      http://en.m.wikipedia.org/wiki/Threema

      Ein Problem ist, dass Android nicht sehr sicher ist. Aber da es Android 4 mind. voraussetzt und Android ab Version 4 deutlich sicherer sein soll, wird die beworbene Sicherheit von Threema vermutlich nicht durch Android selbst eingeschränkt.
      https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.threema.app

      => Es scheint also eine gute Alternative zu sein. Und eigentlich ist es nicht so wichtig, dass die Nachrichten verschlüsselt werden. Wichtig ist nur, dass kein Fremder möglichst unter einem eigenen Namen oder Nummer versenden kann oder die versendete Nachricht manipulieren kann. Alleine deshalb ist Threema besser als Whatsapp.

  1. Naja, ich weiß nicht. Alle Kontakte müssten dann umsteigen, sonst würde es ja nichts nützen, oder nur weniger. Deshalb glaube ich, dass viele bei Whatsapp bleiben… Aber die Verschlüsselung wäre auf jeden Fall etwas, an dem sich Whatsapp eine Scheibe abschneiden kann.

    1. Das Problem ist, das Android mit dem Bezahlen bei vielen nicht so in-ist… Meine Freundin hat ihr Whatsapp nur verlängern können, weil ihr Vater Kreditkarte hat. Aber sie hat noch nie einen cent ausgegeben.

      1. Tja, das ist ein Problem von Whatsapp, dass Minderjährige, bei denen WA ja auch schon weit verbreitet ist die anfällige Gebühr nicht ohne Kreditkarte eines Erwachsenen bezahlen können. Dann müssen die Eltern ran, was ja eigentlich auch nicht wünschenswert ist.

      2. Bei einigen Androiden kann man inzwischen per Mobilfunkrechnung zahlen. Manche bieten kostenlose Kreditkarten und es gibt wie in der USA inzwischen Prepaid-Kreditkarten von VISA. Das hat sich aber noch nicht herumgesprochen.

  2. Klar ist Datenschutz wichtig aber mal Hand aufs Herz, die Mitteilung „Mir geht’s gut!“ Oder „ich bin in 10 min am Baggersee, wann kommt ihr?“ Sind echt nicht so brisant das man hier für die Nachrichten verschlüsseln müsste bzw da so eine Affäre draus machen müsste als wäre man beim Bundesnachrichtendienst und würde die Identitäten und Aufenthaltsorte unserer Spione in China preisgeben. Manchmal finde ich wird das Thema auch etwas aufgebauscht weil grade nichts interessanteres zu berichten ist, da kann man ja dann noch einmal über irgend welche Datenschutz Affären berichten oder drauf rumreiten

    1. Es geht mir zB nicht vorrangig um die Nachrichten, sondern um das Adressbuch, welches sofort auf die Server von WA geladen wird und das möchte ich einfach nicht.

    2. Ein anderer Grund gegenüber Whatsapp ist wichtig: Eigentlich ist es nicht so wichtig, dass die Nachrichten verschlüsselt werden. Wichtig ist nur, dass kein Fremder möglichst unter einem eigenen Namen oder Nummer versenden kann oder die versendete Nachricht manipulieren kann. Alleine deshalb ist Threema besser als Whatsapp.
      Bei Whatsapp musst du dich nur in einem Whatsapp-Server anmelden mit der Telefonnummer der fremden Person und der umgekehrten IMEI-Nummer als Passwort. Und die IMEI steht bei den meisten Telefonen auf der Rückseite wie beim iPhone. Schon kann man Nachrichten als die fremde Person schicken und/oder Nachrichten manipulieren.

  3. Ist mir auf jeden Fall wichtig. Dabei geht es nicht unbedingt um die Nachrichten, sondern das Kontaktbuch, dass man hochladen muss. Allerdings: Wer einmal whatsapp genutzt hat muss auch nichtmehr unbedingt wechseln

      1. Stimmt nicht ganz.
        Es kann auch zusätzliche Telefonnummern, Mailadressen, Adressen, oder ne Menge sonstiger Infos geben, die man eingetragen-, aber an niemanden, oder nur an engste Vertraute gegeben hat.

        1. Whatsapp scheint nur die Telefonnummern hoch zu laden. Also wäre der Trick, dass man „ganz geheime“ Telefonnummern man nur in den Kommentarbereich einträgt, weil das nicht hochgeladen wird. Umständlich ist, dass man dann für Anrufe die Nummer aus dem Adressbuch kopieren muss, ABER dafür sind die Adressbuch-Einträge sicherer.

    1. Scheinbar lädt Whatsapp nicht das ganze Adressbuch auf den Server. Anscheinend werden nur die Telefonnummern und eventuell auch der Name auf den Server geladen und mehr nicht. WallstreetJournal soll dies bei einem Test festgestellt haben, dass Whatsapp zum Glück doch nicht das gesamte Adressbuch hochlädt.
      Andererseits ist es aber dennoch schlimm genug, dass Whatsapp zu verwendeten Telefonnummer erfährt, welche Telefonnummern und die Personen dahinter man vermutlich kennt. Je nach Adressbuch, kann dies aussagekräftig sein. Deshalb habe ich zum Glück früher Telefonnummern gesammelt und habe deshalb im Adressbuch ungefähr 220 Einträge. Dadurch kann Whatsapp mit Sicherheit feststellen, in welchen Regionen ich mich bewege. Aber sie wissen nicht, wen ich wirklich gut kenne (außer bei Personen, mit denen ich kommuniziere).

      Also Whatsapp ist nicht so schlimm wie oft vermutet, obwohl Alternativen dennoch gut sind, weil dann z.B. FBI vielleicht noch nicht einmal grobe Kommunikationsprofile erstellen könnte.

      1. Naja, größere Menge an Kontakten ergibt ja nur eine größere Menge an Daten, welche du hochlädst. Ich sehe da nicht wirklich einen Vorteil. Zudem kann ich es nicht gutheißen es noch zu loben, dass man viele ‚fremde‘ Daten hochlädt.
        Wäre ja noch schöner, wenn sie gleich private Kommentare sammeln. Dass man sich überhaupt über so etwas Gedanken machen muss lässt mich schon schaudern.

        1. Der Vorteil ist:
          Bei einer größeren Liste weiß man wie bei einer kleinen Liste zwar, dass man gewisse Leute einigermaßen kennt, wenn man mit ihnen kommuniziert. Aber mit kleineren Listen und Leuten, mit denen man nicht kommuniziert, kann man recht sicher vermuten, dass man diese Leute auch recht gut kennt. Bei einer großen Liste kann man NICHT vermuten, dass man die Leute, mit denen man nicht kommuniziert, auch tatsächlich gut kennt.

          Ich finde es auch nicht lobenswert, dass durch mich viele Telefonnummern hochgeladen wurden. Aber es gibt inzwischen so viele Whatsapp-Nutzer, so dass es klar ist, wenn eine Nummer nicht durch mich selbst hochgeladen wurde, wurde es ganz sicher durch einem anderen Freund oder Kollegen (vielleicht unwissentlich) hochgeladen. So etwas kann man mittlerweile leider kaum noch vermeiden, außer man behandelt seine Nummer wie ein Geheimagent. Aber dann bringt die Nummer kaum noch etwas.

          Zur Sammlung von privaten Kommentaren: Es wäre etwas naiv zu denken, dass sie es bestimmt nicht tun, weil es für ihre Dienstleistung sinnlos erscheint. Man sollte aber bedenken, dass so etwas möglich ist, weil sie Zugriff auf das gesamte Adressbuch haben. Es ist der Fall denkbar, dass vielleicht bei FBI oder ähnlichen aus dubiosen Gründen des Schutzes vom Staat (siehe PATRIOT act) die Begehrlichkeit erwacht auch die privaten Kommentare von den Whatsapp-Nutzern zu kennen, da Whatsapp eh theoretisch Zugriff hat auf das gesamte Adressbuch der meisten Whatsapp-Nutzer. Dann zahlt FBI oder ähnliche Geld an Whatsapp zum Ausspionieren dieser Daten und Whatsapp kann ihren Dienst weiterhin kostenlos anbieten und dadurch indirekt zur Nutzung von Whatsapp werben. Und werben über den finanziellen Aspekt geht leider gut, weil viele denken, „Geiz ist geil“, und/oder gutgläubig sind, dass sie ganz sicher nichts Schlimmes tun mit dem möglichen vollständigem Zugriff auf das Adressbuch. Insofern ist die Betrachtung dieser Möglichkeit nicht etwas Unmögliches.
          => Es wird leider sehr oft viel zu schnell vertraut.

  4. Mir ist die Sicherheit schon sehr wichtig. Leider weiß ich langsam nicht mehr welcher meiner Freunde wo zu erreichen ist. Das ständige Wechseln bringt mich da auch nicht weiter.

  5. Es ist überhaupt nicht wichtig! Was übertreibt ihr denn alle immer so! Was interessiert das den Entwickler was du mit deinem Kumpel schreibst. Als ob er dich je kennen lernen wird und falls was soll er mit den Daten machen?! Alles Quatsch ihr seit alle einfach zu paranoid.

    1. Warum werden dann alle Kontaktinformationen zwangsweise ausgelesen, statt dem Nutzer die Wahl gelassen?
      iMessage, Skype und Andere erzwingen das nicht.

      1. In iOS 6 bittet Whatsapp gezwungenermaßen um Zugriff auf das Adressbuch. Das kann man verweigern, aber Whatsapp läuft danach weiter. Blöd ist, dass man gezwungenermaßen dann den Status „Hey, ich nutze Whatsapp!“ haben muss. Aber unter Favoriten trägt man dann manuell die Nummer vom anderen Whatsapp-Nutzer ein und man kann dann wie gewohnt chatten/SMSen. Es fällt nur die Bequemlichkeit weg, dass die Whatsapp-Nutzer aus dem Adressbuch automatisch unter Kontakte eingetragen werden (und dass man den blöden Status ändern kann). Mehr aber nicht …

      2. Negative Bewertung? Vermutlich weil du nicht bedacht hattest, dass Whatsapp nur beim ersten Start um Erlaubnis bittet. Ab dem 2. Start merkt sich iOS wie man sich beim 1. Mal entschieden hatte, weil es nicht unnötig mit Fragen nerven will.

        Vielleicht hätte ich das für Vergessliche extra erwähnen sollen.

  6. Habe ich das richtig verstanden? WA lädt das gesamte Adressbuch eines Nutzers auf die eigenen Server? Die Leute, deren nummern im Adressbuch dieser Person sind haben WA doch gar keine Einverständnis dafür gegeben. Und die kann auch niemand anders für einen erteilen. Einige meiner Freunde nutzen WA und haben auch meine Nummer im adressbuch. Diese wird also ohne mein Wissen an WA übermittelt? Ist sowas überhaupt legal? Meiner Meinung nach eine grosse Sauerei!
    Wenn das wirklich so ist, wäre Threema und die ganzen anderen messenger wirklich eine gute alternative!

    1. Bist ein wenig spät dran, das war vor einer gefühlten Ewigkeit der Aufreger – und heute juckt’s scheinbar die wenigsten; zumindest kann heute niemand mehr glaubhaft machen, nichts über diese WA-Praktik wissen zu können.
      Aber zu Deiner Problemstellung: Da hast Du eventuell ein Halbzeitthema heute Abend, denn das solltest Du mit Deinen Freunden besprechen.

    2. Das unwissentliche und unerlaubte Hochladen der Telefonnummern ist in Europa überhaupt nicht legal. Whatsapp hat aber den Hauptsitz in der USA, weshalb es dort vielleicht egal ist. Logische Konsequenz wäre, dass kein Eiropäer Whatsapp nutzt, weil sich sonst jeder dadurch strafbar macht. Jedoch viele Europäer nutzen dennoch Whatsapp und vermutlich auch hohe Politiker, weshalb diese strafbare Handlung als Bagatelle gehandhabt wird. Man sieht an diesem Beispiel, wie machtlos die Europäer in gewissen Dingen gegenüber der USA sind, weil sie das illegale Whatsapp nicht verboten haben. Und selbst wenn unwissend Whatsapp genutzt wird, lernt jeder angehende Jurist in den ersten Semestern „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“.

      1. Das wohl nicht 😉
        Aber besser als whatsapp oder FB für Leute, die kein Geld ausgeben wollen.
        Ich persönlich bevorzuge momentan Threema.

        1. Sieht interessant aus, aber momentan keine Alternative, da es z.zt. nur ios untstützt.
          Zitat:
          skunkit soll schon bald auch für Android, Linux, Windows und Mac verfügbar sein

  7. Wenn ihr es wirklich sicher haben wollt, dann generiert euch ein PGP-Schlüsselpaar, bindet diesen sowie den eures Gesprächpartners z.B. in die App oPenGP ein, verschlüsselt euren Text und schickt diesen PGP verschlüsselte Zeichenfolge über einen Messenger eurer Wahl. Die Gegenseite entschlüsselt den Text mit seinem eigenem PGP Schlüssel. Zugegeben etwas mehr Aufwand (Appwechsel + Copy/Paste), aber gerade bei wichtigen Dingen, wie Passwörter, Zugänge etc. die einzige Alternative.

    1. PGP? Du meinst GPG, weil PGP Geld kostet. Und zudem ist dein Vorschlag unter iOS unsinnig, weil es scheinbar keine iOS-Einstellung gibt, die dann die verschlüsselte Nachricht mit dem privaten Schlüssel entschlüsseln kann. Und falls dies doch möglich ist, ist diese Möglichkeit gut versteckt.

      Vielleicht gibt es eine App, die das kann, aber die kenne ich dann noch nicht. Falls es sie gibt, welche App kann dann mit GPG gut umgehen?

        1. Zusätzliche Antwort:
          Laut http://deuts.net/archives/2011/openpgp-for-iphone.html gibt es eine iPGmail App. Es ist preiswerter und laut Bewertungen anscheinend fehlerloser.
          Allerdings arbeitet er in der USA und untersteht demnach dem „P.A.T.R.I.O.T. act“.
          Wo der Entwickler Grégory Descamps von oPenPG lebt, habe ich nicht herausgefunden. Laut Namen ist er vielleicht Europäer oder Kanadier. Aber vielleicht lebt er doch in der USA.

          Andererseits sollte man bedenken, dass es vielleicht ein Verfolgungswahn ist, ob FBI, CIA oder ähnliche die vielleicht intimen Daten wie Rootserver-Passwörter lesen können. Und Apple hat auch ihren Hauptsitz in der USA und hat deshalb vielleicht schon längst Überwachungsfunktionen für FBI und Konsorten eingebaut, weshalb es dann egal ist, ob die App europäischen Datenschutz umsetzt.

          Was meinst du? (Oder jemand anders … 🙂 )
          Und welche Nationalität hat Descamps sicherlich, oder weißt du es auch nicht?

  8. Ja auf jedenfall! Mir leider ist dieser Messenger zu unbekannt aber daran werde ich versuchen etwas zu ändern 😛 zu mindest bei meinem Freundeskreis.

  9. Für mich wird es weiterhin ausschließlich den WhatsApp! Messenger zur Benutzung kommen, da den die meisten User weltweit benutzen! Wenn eine Alternative dann benutze ich gelegentlich auch den Yahoo! Messenger! Ansonsten benutze ich bei den Personen wo ich weiß das die IOS-Devices benutzen IMessage!

  10. Ich warte schon lange auf eine Alternative zu WA. Hatte die Hoffnung das Hike ein Schritt in die richtige Richtung macht, aber da hatte ich meine Erwartungen zu hoch gesteckt. Ich steige auf jeden Fall um. Datenschutz ist mir wichtig.

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