Tile Pro: Wird ein verlorener Gegenstand tatsächlich von der Community gefunden?

Mit einem Paket quer durch Deutschland

Vor ein paar Wochen habe ich euch den Tile Slim vorgestellt. Der kleine Bluetooth-Tracker in Kreditkarten-Form steckt nach dem Verlust meines vorherigen Portemonnaies ab sofort in meinem Geldbeutel und soll verhindern, dass erneut etwas verloren geht.

Da in den Tile-Trackern, die mit einer Batterielaufzeit von mindestens einem Jahr ausgestattet sind, kein GPS-Tracker enthalten ist, funktioniert das Tracking eines verlorenen Gegenstands etwas anders. Erst wenn ein anderer Tile-Nutzer mit seinem Smartphone in Bluetooth-Reichweite ist, kann ein ungefährer Standort ermittelt werden.


Ein Tile Pro von Bochum nach München und zurück

Ich wollte jetzt einfach mal wissen: Gibt es in Deutschland tatsächlich genügend Nutzer, damit ein als verloren markierter Gegenstand von der Community wieder gefunden wird? Also habe ich in der vergangenen Woche einen Tile Pro scharf geschaltet und per Paket von Bochum nach München und wieder zurück geschickt.

Die erste Überraschung folgte bereits wenige Minuten nachdem das Paket in einer Packstation deponiert wurde: Noch bevor es von DHL abgeholt wurde, wurde der Tile Pro von einem anderen der rund 125 Nutzer in Bochum “gefunden”. Im Ernstfall hätte ich mich in den angezeigten Bereich begeben und den Tile-Tracker mit der Bluetooth-Suche wiederfinden können.

Von DHL abgeholt wurde der Tracker auf dem Weg zum nächsten Depot noch einmal in der Nähe des Bochumer Hauptbahnhofs aufgespürt, danach verlor sich die Spur. Erst als das Paket am folgenden Tag in München zugestellt wurde, gab es noch zwei Fundmeldungen aus der Community. Gleiches gilt nach dem Rückweg und der zweiten Zustellung in Bochum: Auch hier wurde das Paket in dicht besiedelten Gebieten zwei Mal aufgespürt.

Nun gibt es bei der Sache natürlich ein Problem: Zwar ist der ungefähre Standort bekannt, allerdings weiß man nicht, ob sich der Tracker bewegt, beispielsweise in einem Fahrzeug. In diesem Fall hat man sehr schlechte Karten, den verlorenen Gegenstand wiederzufinden. Und gerade wenn er über längere Strecken und abseits von dicht besiedelten Gebieten unterwegs ist, stehen die Chancen sehr schlecht – unser Tracker wurde zwischen Bochum und München nicht ein einziges Mal gesichtet.

In Großstädten kann der Einsatz eines Tile aber durchaus Sinn machen. Verliert man den Gegenstand an einem bestimmten Ort und er bewegt sich im Anschluss nicht dauerhaft durch die Gegend, hat man durchaus Chancen, dass er durch Hilfe der Community wiedergefunden werden kann.

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Kommentare 5 Antworten

  1. Das ist ein wirklicher hilfreicher Test. Guter Beitrag, gerne mehr davon 🙂

    Kann man denn in der App die “verloren”-Suche einschalten und man bekommt dann automatisch die gefundenen Standorte nach und nach angezeigt?

    1. Du markierst den Gegenstand als verloren und bekommst dann die erste Fundmeldung. Danach muss man die Suche erneut scharf schalten – das finde ich etwas unglücklich gelöst tatsächlich, gerade wenn der Tracker sich bewegt und man nicht sofort auf die Fundmeldung reagieren kann.

  2. „… unser Tracker wurde zwischen Bochum und München nicht ein einziges Mal gesichtet.“

    Ist doch wenig verwunderlich. In Bochum wurde das Paket auf den LKW gepackt und nach München gefahren. Vielleicht war noch ein hochautomatisiertes Paketzentrum dazwischen, aber wer sollte denn da in den Empfangsbereich des Trackers kommen?

    Für so ein nieschiges Teil finde ich die Fundquote eigentlich garnicht so schlecht. Aber besonders viel Vertrauen würde ich dennoch nicht investieren. Wie du schon geschrieben hast: in dünn besiedelten Gebieten stehen die Chancen sicherlich deutlich schlechter.

  3. …zwischen Bochum und München nicht gesichtet…

    Wer hätte den denn sichten sollen? Ein blinder Passagier im LKW?

    Grundsätzlich ja eine gute Idee das zu testen. Aber dieses Setup war komplett untauglich.

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