Vernetzte Küchenhelfer von Smarter: CEO Christian Lane über Entscheidungen und Ansporn

Auch wir sind auf der letztjährigen IFA in Berlin mit dem Unternehmen Smarter, einem Hersteller für intelligente Haushaltsgeräte, in Kontakt gekommen.

Smarter CEO Christian Lane

Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens zählen wohl der Wasserkocher iKettle und die Smarter Coffee Machine. In den letzten Monaten wurde das Portfolio des Herstellers um weitere Sensoren, darunter eine Webcam für den Kühlschrank und sogenannte Smarter Mats zur aktuellen Gewichtsmessung von Lebensmitteln, oder auch das drahtlose System Smarter Detect zum Überwachen von größeren Elektrogeräten im Haushalt.

In einem Interview, das auf der eigenen Smarter-Website zur Verfügung gestellt wurde, berichtet CEO Christian Lane aus seinem Londoner Büro über schwierige geschäftliche Entscheidungen, hält Ratschläge für junge Entrepreneure bereit und wagt einen kleinen Ausblick in die Zukunft seines Unternehmens. Wir fassen die Aussagen in aller Kürze zusammen.

Beginnend mit einer Ausweitung des Smarter-Teams in den kommenden sechs Monaten, schaut der Geschäftsführer zuversichtlich in die Zukunft seines Unternehmens. „Ich wünsche mir, dass die Connected Home-Industrie in den nächsten fünf Jahren signifikant zum Alltagsleben der Verbraucher beiträgt, und ich sehe Smarter inmitten dieser Entwicklung. Wir sind sehr privilegiert, dass Menschen unsere Produkte in ihr Heim integrieren […]. In den nächsten fünf Jahren wollen wir weiterhin Technologien schaffen, die für unsere Kunden erschwinglich, nützlich und einfach zu bedienen ist.“

„Auch ich habe aus Fehlern und Erfahrungen gelernt“

Während man bei Smarter aktuell um die Gunst weiterer großer Investoren buhlt und für diese Suche viel Zeit aufwendet, stand insbesondere Geschäftsführer Lane zu Beginn vor schwerwiegenden Entscheidungen. „Zu Beginn war jede Entscheidung schwer“, so der CEO. „Als Start-Up kann dich eine falsche Entscheidung umbringen, und so bedenkt man jede Auswahl ganz genau. Im Verlauf der Zeit wird es besser, und auch ich habe sicherlich aus Fehlern und meinen Erfahrungen gelernt. Aktuell ist auch die Entscheidung, mit welchem Investor wir kooperieren, eine schwere – sie betrifft die Marke, das ganze Team und all die harte Arbeit, die wir bisher in dieses Projekt gesteckt haben.“

Auch jungen Unternehmensgründern rät Christian Lane, entscheidende Schritte gründlich zu überdenken. „Betreibe intensive Recherche am Markt und vergewissere dich, dass es Möglichkeiten für dein Unternehmen oder die Idee, die dahinter steckt, gibt“, erklärt der CEO. „Möchtest du ein Erfinder sein, reichen dir gute Ideen. Als Unternehmer jedoch benötigst du auch wirtschaftlich wachstumsfähige Ideen.“

Das gesamte englischsprachige Interview kann auf der Website von Smarter aufgerufen werden.

Kommentare 11 Antworten

  1. Das ist wie damals, erst beklagt man sich über Technik und in 10 Jahren ist es in jedem Haushalt so selbstverständlich wie fließend Wasser und Strom. Wozu trägt man ein hochtechnologisches Gerät mit sich spazieren wenn man damit nur Clash of Clans spielt und die wirklich sinnvollen Dinge verwehrt bleiben.
    Home-Automation und Health-Care sind absolut zukunftsträchtige Sparten für die man Smartphones wirklich sinnvoll auch einsetzen kann.
    Warum auch nicht? Es steht jedem frei es zu nutzen oder bleiben zu lassen aber sich darüber aufregen ist in meinen Augen entweder nur Neid oder das Schlechtreden von Innovation und Technologie.

    1. Du fängst gut an, legst die möglichen Vorteile dar, sieht einen Nutzen für Dich.
      Dann schreibst Du sogar noch das es jedem frei steht derartiges zu nutzen oder eben nicht.
      Und dann kommt die Neid / Innovationsgegner Nummer mit der diejenigen die deartiges nicht brauchen erst mal in eine negative Ecke gestellt werden.

      @Obst-Mischa, dasselbe.

      Wozu?

      Noch mal zu den Geräten die das Leben smarter machen sollen.
      Eine Webcam, im Kühlschrank? Weil ich nicht in der Lage bin beim Tisch abräumen festzustellen ob mir die Wurst ausgeht?
      Ebenso die Gewichtsensoren … wenn ich mir meine Butter auf das Brötchen streiche dann sehe ich wieviel Butter noch da ist. Ebenso ist es mit der Nutella und der Marmelade.
      Selbst die Senftube verrät mir wieviel noch drin ist.
      Natürlich kann und darf jeder derartiges Nutzen der nicht in der Lage ist einen schnellen Realitäts Check im Kühlschrank durch zu führen
      Ich denke das dies für mich absoluter unnützer Mist ist.
      Ich kann da auch keine fehlende Weitsicht und Vorstellungkraft feststellen, vielleicht braucht es eine App dafür … ^^
      Ich bin auch in der Lage, und dafür nutze ich sogar mein iPhone weil ich nicht einsehe Papier für Einkaufslisten zu verschwenden, eine Einkaufsliste zu führen und diese im Geschäft abzuarbeiten.
      Ich habe sogar zwei Sensoren im Kopf die mir sagen wenn ich an meinem Supermarkt vorbei fahre, und dazwichen ein Smartbrain welches mich daran erinnert das ich einkaufen muss.

      Und das Funktioniert zuverlässig, ich habe einKind daheim. Wenn das nichts zu essen bekommt weil ich meiner Verantwortung nicht nachkomme … schlecht.

      All das schaffe ich zum Glück noch ohne Smarthome. ^^

  2. Ich habe in meinem Haus eine komplette Hausautomation laufen. Aber warum man einen Wasserkocher oder die Kaffeemaschine steuern sollte erschließt sich mir nicht.

  3. Beim Wasserkocher geht es mir auch so, da habe ich noch kein passendes Szenario zu gefunden (für mich).
    Aber Kaffeemaschine? Doch, da habe ich genug Ideen. Allerdings müsste die Maschine dazu noch ein wenig smarter werden. Aber wozu ist man „Maker“, nichts, dass man mit Fantasie nicht hinbekäme (wie schon so Einiges im Eigenheim) 😉
    Winterprojekte…

  4. Spannendes Thema mit sehr Potential. Aus meiner Sicht braucht es aber aktuell noch Standards und Sicherheit. Schau ich mir das Dilemma mit den Connected Cars und etlichen webbasierten Überwachungskameras an frage ich mich, ob die IT-Pros dahinter aus der Vergangenheit nix gelernt haben. Sicherheitslücken und Fixpatches ohne Ende.

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