Wohl fast alle Gaming-Fans haben schon einmal vom erstmals im Jahr 2013 erschienenen Indie-Survival-Game Don’t Starve gehört. Der von Klei Entertainment veröffentlichte Einzelspieler-Titel wurde drei Jahre später, genauer gesagt im April 2016, um eine eigenständige Mehrspieler-Erfahrung Don’t Starve Together mit einem Koop-Modus erweitert.
Für Don’t Starve gab es nach einiger Vorlaufzeit auch Versionen für iOS und die Nintendo Switch, zuvor war das Spiel unter anderem für Windows, die PlayStation 3, die Wii U, die Xbox One und weitere Plattformen erschienen. Die mittlerweile schon seit 2018 im deutschen App Store erhältliche Don’t Starve – Pocket Edition (App Store-Link) hat nun Zuwachs bekommen: Mit Don’t Starve Together (App Store-Link) lässt sich nun erstmals auch die Multiplayer-Variante auf Apples Mobilgeräten spielen.
Don’t Starve Together setzt auf Kooperation, Erkundung und knallhartes Überleben in einer düsteren Welt voller seltsamer Kreaturen und gefährlicher Überraschungen. Im Mittelpunkt steht, wie bereits erwähnt, das Zusammenspiel mit anderen. Spieler und Spielerinnen können entweder mit Freunden im privaten Koop losziehen oder sich online mit Fremden zusammentun, um gemeinsam Ressourcen zu sammeln, Gegner abzuwehren und die gefährliche Umgebung zu meistern.
Bauen, kämpfen, überleben

Wie im Original Don’t Starve dreht sich dabei alles um das nackte Überleben: Nahrung beschaffen, Werkzeuge und Ausrüstung herstellen, eine Basis aufbauen und sich langsam eine eigene Strategie zurechtlegen. Dazu kommt der typische Stressfaktor, denn wer sich zu sehr gehen lässt, riskiert auch den Verstand zu verlieren, und segnet schnell das Zeitliche.
Die Spielwelt selbst bleibt bewusst rätselhaft. Rund um „Die Konstante“ entfaltet sich eine fremde, unheimliche Umgebung, die nicht nur gefährlich ist, sondern auch eine Geschichte andeutet, die es Schritt für Schritt zu entschlüsseln gilt. Genau dieser Mix aus Mystery und Survival macht den Reiz des Spiels aus und hat in den zahlreichen Varianten für verschiedene Plattformen im Verlauf der Jahre bereits Millionen Gamer in seinen Bann gezogen. Die öffentlich geschätzten Verkaufszahlen vom Hauptspiel Don’t Starve liegen heute bei rund 5,9 bis 6,2 Millionen verkauften Kopien auf Steam.
Ein wichtiger Pluspunkt ist die große Anpassbarkeit von Don’t Starve Together. Verschiedene Modi und zahlreiche Parameter erlauben es, den Schwierigkeitsgrad und das Spielerlebnis stark zu variieren. Damit richtet sich das Spiel sowohl an erfahrene Survival-Fans als auch an Neulinge, die es etwas entspannter angehen wollen.
Für die Mobile-Version wurden einige praktische Funktionen ergänzt, darunter eine überarbeitete Benutzeroberfläche, Erfolge über Game Center, eine Cloud-Speicherung und ein Support für kompatible MFi-Controller. Zusätzlich gibt es gemeinsame Freischaltungen mit PC und Konsole sowie kosmetische Inhalte per In-App-Kauf, die aber keinesfalls Pflicht sind, sondern optional erworben werden können.
Meine ersten Eindrücke zu Don’t Starve Together

Ich hatte bereits die Gelegenheit, Don’t Starve Together zum Start im deutschen App Store ausprobieren zu können und kann daher meine ersten Erfahrungen mit dem Survival-Koop-Spiel mitteilen. Vorab wichtig zu wissen: Don’t Starve Together benötigt auf eurem iPhone oder iPad rund 2,2 GB an freiem Speicherplatz und hat Anforderungen an den Arbeitsspeicher. Die Publisher von Playdigious raten daher im App Store davon ab, das Spiel auf einem iPhone XR, iPhone SE (2. Generation), iPad mini (5. Generation), iPad Air (3. Generation) sowie dem iPad (8. und 9. Generation) zu installieren. Zudem wird iOS 15.6 oder neuer sowie ein Gerät mit A12 Bionic Chip oder neuer benötigt.
Ich hatte die Hauptversion Don’t Starve sowie die Mehrspieler-Erweiterung auch bereits auf meiner Nintendo Switch und Switch 2 gespielt, konnte mich mit dem Permadeath-Prinzip des Spiels aber nicht wirklich anfreunden. Permadeath bedeutet in diesem Fall, dass der Tod im Grunde endgültig ist: Stirbt man ohne vorher vorbereitete Rettungsmöglichkeit, ist die Runde vorbei und die Welt bzw. der Fortschritt ist verloren. Im Spiel gibt es zwar Möglichkeiten zur Wiederbelebung, etwa bestimmte Rettungspunkte oder Gegenstände, aber ohne so eine Absicherung greift das Permadeath-Prinzip, und man hat komplett von neuem zu beginnen.
In der neuen Mobilversion von Don’t Starve Together wird man zumindest nicht gleich ins kalte Wasser geworfen, sondern kann sich entscheiden, ob man bereits vorhandene Multiplayer-Partien durchsucht oder selbst ein Spiel startet. Entscheidet man sich, einem Spiel beizutreten, wird man als Neuling sogar gefragt, ob man das Spiel erst selbst erkunden und ein privates Spiel starten möchte, um ein Gefühl für Don’t Starve Together zu bekommen.
Fünf Spielmodi und enttäuschende Online-Spiele

Beim Ausrichten einer Partie stehen insgesamt fünf Modi zur Verfügung: Entspannt, Endlos, Überleben, Wildnis und Dunkel. Gerade am Anfang sollte man zum entspannten Modus greifen, um nicht gleich frustriert das Weite zu suchen. Auch Höhlen können optional ins Spiel integriert werden. Wer Don’t Starve Together zum ersten Mal absolviert, kann sich allein in einer privaten Welt ausprobieren, was das Entwicklerteam auch ausdrücklich empfiehlt. Beim Erstellen ist es möglich, die Anzahl der Spieler und Spielerinnen (bis zu sechs), PvP (Ja/Nein) und den Status der Partie (öffentlich/privat) auszuwählen.
Möchte man einem bereits erstellten Spiel beitreten, lässt es sich nach verschiedenen Parametern filtern und beispielsweise nach Spielmodi („Entspannt“, „Endlos“…) oder auch nach den Partien mit den meisten Beteiligten, nach der besten Server-Verbindung und weiteren Kategorien aussuchen. In meinem Fall war die Suche nach Online-Partien, um mit anderen Personen auf der ganzen Welt spielen zu können, leider wenig erfolgreich. Zwar gab es über 600 aktive Partien, keine davon war allerdings öffentlich oder passte in die entsprechenden Filter. So blieb mir nur, mich in einem selbst erstellten privaten Spiel auszuprobieren.
Und auch wenn man sich allein in einem privaten Spiel austoben und Die Konstante erkunden will, gibt es gleich zum Start einiges zu entdecken. Das oberste Ziel: Überleben. Regelmäßig essen, Werkzeuge und andere nützliche Gegenstände bauen, Feuerholz und andere Ressourcen sammeln, und gerade bei Nacht auf der Hut sein vor dem Grauen, das in der gefährlichen Welt lauert. Ein kleines Lagerfeuer kann schon einiges an Sicherheit geben, ehe der nächste Tag wieder anbricht.
iPad und Controller: Kleine Tipps am Rande

Empfehlenswert ist in dieser Hinsicht auch, Don’t Starve Together nach Möglichkeit auf dem etwas größeren Display eines iPads zu spielen: Hier sieht man einfach mehr, die Buttons sind größer, und alles ist etwas übersichtlicher. Und auch der Einsatz eines MFi-Controllers, der mit iOS/iPadOS kompatibel ist, lohnt sich definitiv. Zwar bietet das Spiel auch eine Touch-Steuerung an, doch mit einem Gamepad spielt es sich meiner ersten Erfahrung nach deutlich angenehmer.
Ich werde mich auf jeden Fall in den nächsten Tagen weiter mit Don’t Starve Together beschäftigen und mich weiter im Spiel ausprobieren. Ich hoffe, ich falle nicht gleich wieder dem Permadeath zum Opfer und darf hart erarbeitete Errungenschaften wieder über Bord werfen und komplett neu beginnen. Wenn euch Don’t Starve Together ebenfalls fasziniert, findet ihr das Spiel ab sofort für iPhones und iPads im deutschen App Store. Zum Start gibt es einen kleinen Rabatt: Statt sonst üblicher 9,99 Euro werden nur 8,99 Euro fällig. Ein abschließender Launch Trailer der Mobilversion bei YouTube zeigt euch weitere Eindrücke zur Neuerscheinung.
